07. September 2019 / 08:23 Uhr

St.-Pauli-Manager Andreas Rettig fordert: Bundesliga-Lizenzen an Einsatz für die Umwelt knüpfen

St.-Pauli-Manager Andreas Rettig fordert: Bundesliga-Lizenzen an Einsatz für die Umwelt knüpfen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der scheidende St.-Pauli-Manager Andreas Rettig kritisiert das Umweltverhalten von Profi-Fußballvereinen
Der scheidende St.-Pauli-Manager Andreas Rettig kritisiert das Umweltverhalten von Profi-Fußballvereinen © imago images/Sven Simon/Eibner
Anzeige

Deutliche Kritik am Umweltverhalten der Vereine im Profi-Fußball kommt von St. Paulis Manager Andreas Rettig. Der 56-Jährige möchte den Einsatz der Klubs für die Umwelt zu einer Bedingung für eine DFL-Lizenz machen.

Anzeige
Anzeige

Andreas Rettig, scheidender Geschäftsführer des Zweitligisten FC St. Pauli, fordert von den Profifußball-Vereinen ein deutlich gesteigertes Umweltbewusstsein. "Wir leben in einer Zeit, in der 15-Jährige dem Schulunterricht fernbleiben, weil sie für ökologische und soziale Themen protestieren", sagte der 56-Jährige der Bild. "Da muss sich doch auch der Profi-Fußball viel deutlicher zeigen."

Rettig fordert sogar, die Bestrebungen der Vereine um Nachhaltigkeit zur Bedingung für eine Lizenz der Deutschen Fußball Liga zu machen. "So etwas gehört ins Lizenzierungsverfahren. Wer sich seiner ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung im Profi-Fußball nicht bewusst ist, der sollte auch keine Lizenz mehr erhalten." Vor jeder Saison prüft die DFL, ob die Vereine die strukturellen Voraussetzungen mitbringen, um in einer der ersten drei Profi-Ligen zu spielen. Die Lizenz ist für jeden Verein Vorraussetzung für eine Teilnahme. Bei Problemen droht ein Zwangsabstieg, wie ihn beispielsweise 1860 München erfahren hat.

25 ehemalige Spieler des FC St. Pauli und was aus ihnen wurde

Holger Stanislawski, Gerald Asamoah & Co. - Das sind 25 ehemalige Spieler des FC St. Pauli und was aus ihnen wurde.  Zur Galerie
Holger Stanislawski, Gerald Asamoah & Co. - Das sind 25 ehemalige Spieler des FC St. Pauli und was aus ihnen wurde.  ©
Anzeige

In seinem Geschäft mache man sich "Gedanken über die Anzahl der VIP-Parkplätze, aber keiner fragt: Habt ihr eine Solaranlage auf dem Stadiondach oder E-Ladestationen? Was ist mit Lebensmittelverschwendung bei jedem Spiel oder Gütesiegel im Merchandising?", sagte Rettig, einst Geschäftsführer bei der DFL.

Mehr vom SPORTBUZZER

Rettig: So verliert der Fußball die kommenden Generationen

In Anlehnung an das vom früheren Bayern-Star Franck Ribéry in sozialen Medien gezeigte, mit Gold überzogene Steak und die daraufhin folgende Diskussion meinte Rettig: "Die heutige Generation verlieren wir, wenn wir weiter über goldene Steaks philosophieren. Wo soll das hinführen? Dass der nächste Fernsehvertrag so viel Geld einbringt, dass die goldenen Steaks am Ende mit Platin beschichtet werden?"

ANZEIGE: 50% auf dein Spieler-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt