03. April 2020 / 17:30 Uhr

Andreas Herzog vom Werderaner FC: Dreimal das Logo auf der Haut

Andreas Herzog vom Werderaner FC: Dreimal das Logo auf der Haut

Linda Kollmann
Märkische Allgemeine Zeitung
Andreas Herzog vom Werderaner FC und seine Tattoos.
Andreas Herzog vom Werderaner FC und seine Tattoos. © Privat/SPORTBUZZER-Montage
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Sportler erklären die Bedeutung ihrer Tattoos (Teil 6): Die Tattoo-Leidenschaft der Treuen Seele vom Werderaner FC entfachte erst relativ spät.

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Sein erstes Tattoo ließ sich Andreas Herzog mit 21 Jahren auf den rechten Arm stechen. Seitdem sind 18 Jahre vergangen, ehe der heute 41-Jährige erneut die Nadel an sich ran ließ. "Ich wollte lange schon das Vereinswappen", so Herzog, der seit 34 Jahren Mitglied beim Werderaner FC ist und in der Folge eine Leidenschaft für die Bildchen auf seinem Körper entwickelte. Da die Blütenstädter in ihrer 100-jährigen Historie jedoch verschiedene Logos hatten, mussten nach und nach alle drei auf die Haut.

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Die Werder-Tattoos von Andreas Herzog.
Die Werder-Tattoos von Andreas Herzog. © Privat/SPORTBUZZER-Montage

Seinen linken Unterschenkel hat er komplett dem Fußball gewidmet. So sind neben den Wappen unter anderem ein Torwart – seine Position, auf der er lange auch in der ersten Mannschaft gespielt hat – und die Silhouette der Insel Werder zu sehen. "Das ist mein schönstes Tattoo", so der derzeitige Trainer der Frauenmannschaft, die sich nach sechs Jahren Abstinenz vom Spielbetrieb gerade wieder aufbaut.

Etwas weiter oben im Bereich des Oberschenkels befindet sich sein Tattoo mit der größten Bedeutung – eine selbstgemalte Zeichnung der Tochter seines Bruders. "Als meine Nichte vier Jahre alt war, hat sie mir ein Bild mit einem kleinen Männchen geschenkt. Dazu hat sie 'Für Andie' geschrieben", berichtet der stolze Onkel. Und als die 11-Jährige vergangenes Jahr als Gespenst verkleidet zu Halloween ging, kam ein Porträt von dem Tag auf das rechte Bein.

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Man könnte fast meinen, dass Andreas Herzog ein Faible für – zumindest auf den ersten Blick – schaurige Gestalten hat. Auf seinem ganzen Körper verteilt finden sich Totenköpfe wieder. "Sie faszinieren mich", so der Disponent für Obst und Gemüse einer Einzelhandelskette, der jedoch eine Umschulung zum Ordnungsamt in Angriff nimmt. Beispielsweise hat er sich zwei gleiche, aber spiegelverkehrte Totenköpfe auf den linken Oberarm bringen lassen, die für ihn und seinen eineiigen Zwillingsbruder stehen.

In Summe befinden sich so fast 30 Bilder auf seinem Körper. Ein Ende ist bei dem "Spätstarter" in Sachen Tattoos aber nicht in Sicht: "Es ist wie eine Sucht. Als Nächstes ist der Rücken dran. Dort habe ich noch nichts", so Herzog, der jedoch nicht plant, jede Hautpartie mit Farbe zu bedecken.