02. September 2020 / 17:03 Uhr

Angepasste Corona-Regeln: Das ändert sich im Amateur-Fußball zur neuen Saison

Angepasste Corona-Regeln: Das ändert sich im Amateur-Fußball zur neuen Saison

Maik Schulze
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Dabei bleibt’s: Wie in den Tests werden nun auch in den Pflichtspielen nur der Schiri und die beiden Kapitäne bei der Seitenwahl in den Mittelkreis kommen.
Dabei bleibt’s: Wie in den Tests werden nun auch in den Pflichtspielen nur der Schiri und die beiden Kapitäne bei der Seitenwahl in den Mittelkreis kommen. © Britta Schulze
Anzeige

Die Corona-Regeln bleiben das vorherrschende Thema im Fußball - natürlich auch zum anstehenden Pflichtspielstart. In der SPORTBUZZER-Schiedsrichter-Kolumne werfen wird einen genaueren Blick auf die angepassten Regelungen.

Vieles ist bekannt, manches neu. Wenn mit der Pokal-Runde am Sonntag die ersten Pflichtspiele auf Kreisebene in Gifhorn anstehen, bleiben die Corona-Regeln das beherrschende Thema rund ums Spielgeschehen. Darum geht’s auch in der heutigen SPORTBUZZER-Schiedsrichter-Kolumne. Derweil zerschlagen hat sich die Hoffnung, dass in naher Zukunft mehr Spiele als in der Vorsaison mit Unparteiischen besetzt werden können.

Anzeige

Schiris noch mehr gefordert

Die Saison ist verkürzt, es gibt in Summe weniger Partien. Dass im Umkehrschluss dann mehr Begegnungen als zuletzt mit Schiris besetzt werden können, funktioniert nicht. Denn: „Die Anzahl der Spiele an einem Spieltag bleibt nahezu identisch. Somit wird sich die angespannte Schiedsrichter-Situation auch in der nächsten Saison wiederfinden und teilweise noch verschärfen“, so Gifhorns Lehrwart Thorben Rutsch, der ebenso wie Gifhorns Schiri-Chef Dennis Laeseke weiß, dass die Brisanz der einzelnen Partien in kleineren Staffeln zunehmen wird. „Es wird in fast in jedem Spiel um alles oder nichts in Sachen Auf- oder Abstieg gehen“, so Rutsch, der ahnt: „Wir werden noch mehr gefordert sein.“

Hier geht's zum Regel-Quiz.

Mehr anzeigen

Gefordert sind alle Beteiligten bei der Einhaltung der Corona-Regeln. Diese wurden in Absprache der Spielausschüsse (Jugend und Senioren) mit dem Schiedsrichter-Ausschuss nochmals für den Pflichtspielbetrieb angepasst: Weiterhin wird auf die Gesichtskontrolle vorerst verzichtet. Eine Passkontrolle (Abgleich des Spielerpasses beziehungsweise der Spielerberechtigungsliste mit den Eintragungen im Online-Spielbericht) findet jedoch statt. Dafür sind dem Schiedsrichter vor Anpfiff zwei Ausdrucke des Spielberichtes auszuhändigen. „Bei Bedenken über die Richtigkeit der Spielerlaubnis kann im Zweifelsfall eine Gesichtskontrolle – auch in der Halbzeitpause oder nach dem Spielende – angesetzt werden“, betont Gifhorns Lehrwart. 


Ebenfalls angepasst wurden die Regeln bei der sogenannten Begrüßungskultur. „Dass gemeinsame Auflaufen kann auf Wunsch unter Einhaltung des Abstandes durchgeführt werden“, so Rutsch. Ein Handshake findet grundsätzlich nicht statt. Die Seiten-/Anstoßwahl wird weiterhin nur von den beiden Spielführern und dem Referee durchgeführt.

Es bleibt bei drei Wechseln

Es bleibt auch bei maximal drei Personen, die als Team-Offizielle auf dem Spielbericht aufgeführt werden und sich anschließend im Innenraum aufhalten dürfen. Und es findet ebenfalls keine Anpassung der Auswechslungen auf fünf Spieler (wie zuletzt in den Wettbewerben der Profi-Ligen) statt. „Die normalen Beschränkungen der Ausschreibungen gelten für die Zahl der Auswechselspieler weiterhin“, erklärt Gifhorns Lehrwart vor dem Pflichtspielstart am kommenden Wochenende.