12. Mai 2020 / 13:41 Uhr

Angezogene Zügel beim FSV Babelsberg 74: "Pause kann eine Chance sein"

Angezogene Zügel beim FSV Babelsberg 74: "Pause kann eine Chance sein"

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Steven Knörschild (l.) verfolgt Patrick Tietz.
In der zweiten Saison beim Landesligisten FSV Babelsberg 74 und einer der Leistungsträger: Patrick Tietz (r.). © Benjamin Feller
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Landesliga Nord: Der FSV Babelsberg 74 ist bei seinen Planungen für die kommende Saison weit vorangeschritten.

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Diie Landesliga-Fußballer des FSV Babelsberg 74 beenden die abgebrochene Spielzeit mit 24 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz. Trainer Jan Kähne und seine Mitstreiter Hendryk Lau (sportlicher Leiter) und Andreas Lange (Vorstandsmitglied) waren zuletzt nicht untätig. „Irgendwann wird der Ball wieder rollen und für diesen Tag X wollen wir bestmöglich vorbereitet sein – mit einer absolut konkurrenzfähigen Mannschaft“, sagt Ex-Profi Lau, der seit vergangenem August beim FSV involviert ist.

In Bildern: Das sind die Abschlusstabellen im Landesspielbetrieb.

Das ist die Abschlusstabelle der Brandenburgliga. Zur Galerie
Das ist die Abschlusstabelle der Brandenburgliga. © SPORTBUZZER-Grafik

„Solch eine durch die Coronavirus-Krise erzwungene Pause kann eine Chancen sein, Sachen aufzuarbeiten, zu denen man im regulären Betrieb nicht kommt“, erläutert Lau. Trotz des siebten Jahres in Folge in der Landesliga lief in den vergangenen Monaten nicht alles komplett nach den Vorstellungen des Funktionsteams. Es sei öfter vorgekommen, dass man zu Spielen mit einer Rumpftruppe angereist sei, weil Urlaube oder andere private Dinge der Spieler Vorrang gehabt hätten.

„Das wollen wir in Zukunft besser regeln. Wer bei uns für die kommende Saison zusagt, muss absichern können, dass er unter der Woche zweimal zum Training und am Wochenende zum Spiel erscheint. So hat das Trainerteam eine viel bessere Planungssicherheit“, so Lau, der in den vergangenen Tagen viele Gespräche mit den Spielern geführt hat. Einige hätten mit Blick auf die „angezogenen Zügel“ durchaus verdutzt geguckt.

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Dennoch habe man bislang die Zusage von zwei Torhütern und 18 Feldspielern. Darunter die Leistungsträger Christoph Brandt, Arne Sommer, Patrick Tietz und Nico Zanin. „Sie sind für uns goldwert. Es ist uns ganz wichtig, den Stamm der Mannschaft zu halten“, betont Lau, der sich neben fünf hochgezogenen A-Jugendlichen mit zwei externen Neuzugängen einig ist. „Vollzug wird da aber erst gemeldet, wenn mit den abgebenden Vereinen alles besprochen ist. Natürlich werden wir in der Umgebung zudem die Augen offen halten, ob noch weitere Spieler zu unserem Weg passen.“

Dieser zeichne sich durch ein „junges und hungriges Team“ aus, welches 2020/21 in der Landesliga eine gute Rolle spielen will. „Wir können nicht wie andere Landesligisten in Babelsberg mit Geld locken“, sagt Lau. „Dafür haben wir inzwischen zwei super Kunstrasenplätze, ein neues Flutlicht und leben von der familiären Atmosphäre im Verein – damit wollen wir punkten.“ Stephan Krampitz spiele in den Planungen der sportlichen Leitung für die Erste keine Rolle mehr. Hinter zwei, drei Akteuren stünden noch Fragezeichen.