19. November 2019 / 13:36 Uhr

Kopfstoß und Regenschirm-Attacke: Wieder Angriff auf Schiedsrichter im Amateurfußball

Kopfstoß und Regenschirm-Attacke: Wieder Angriff auf Schiedsrichter im Amateurfußball

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Angriff gegen den Schiedsrichter in Oberode: Das A-Jugendspiel zwischen Werratal und JSG Göttingen wurde abgebrochen.
Angriff gegen einen Schiedsrichter: In Hessen wurde erneut ein Spielleiter attackiert. © imago/ActionPictures
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In Hessen ist drei Woche nach der schweren Attacke auf einen Schiedsrichter erneut ein Referee auf dem Spielfeld angegriffen worden. Der Schiedsrichter wurde mit einem Kopfstoß attackiert.

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Bei einem Amateurspiel in Hessen ist es erneut zu gewalttätigen Übergriffen auf einen Fußball-Schiedsrichter gekommen. In Partie SKG Rumpenheim II gegen Sparta Bürgel II (Kreisliga C Offenbach) wurde der Referee Opfer eines „neuerlichen Gewaltvorfalls“, wie der Hessische Fußball-Verband (HFV) am Dienstag mitteilte. Der Unparteiische wurde massiv attackiert musste sich sogar beim Verlassen des Platzes in Richtung Kabine noch gegen die Amateurspieler wehren.

Zuvor hatte die Offenbach Post berichtet, der Unparteiische sei geschlagen, getreten und bespuckt worden. Die Täter seien vier Spieler und der Co-Trainer der Gästemannschaft gewesen. Die Partie am Sonntag wurde abgebrochen. Der Verband zeigte sich „sehr bestürzt“.

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Der 41 Jahre alte Unparteiische wurde nach dessen Angaben beim Verlassen des Platzes von einem Spieler auch noch per Kopfstoß attackiert und mit einem Regenschirm in den Bauch gestochen. „Mir wurde kurz schwarz vor Augen, aber ich schaffte es in die Kabine“, sagte er in dem Bericht.

Nach Attackje auf Schiedsrichter: "Das war der Tiefpunkt"

„Ich liebe den Fußball. Deshalb wurde ich Schiedsrichter, als ich nicht mehr selbst spielen konnte“, sagte der Heusenstammer, der für den JSK Rodgau pfeift. „Aber das war der Tiefpunkt. Da fragt man sich schon, warum man sich das antut.“

Profis gegen Schiedsrichter – Faustschläge, Schubser und Streiche

Im Testspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem portugiesischen Spitzenverein Benfica Lissabon 2012 streckte Kapitän Luisao (ganz rechts) den deutschen Schiedsrichter Christian Fischer rüde zu Boden. Der Referee lag einige Zeit benommen auf dem Rasen und fiel mehrere Wochen aus. Zur Galerie
Im Testspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem portugiesischen Spitzenverein Benfica Lissabon 2012 streckte Kapitän Luisao (ganz rechts) den deutschen Schiedsrichter Christian Fischer rüde zu Boden. Der Referee lag einige Zeit benommen auf dem Rasen und fiel mehrere Wochen aus. ©

„Wir werden diesen Fall genau prüfen und sportgerichtlich entsprechend sanktionieren. Gewalt hat auf unseren Fußballfeldern keinen Platz“, sagte HFV-Präsident Stefan Reuß und kündigte an: „Um solchen Vorkommnissen zukünftig besser vorzubeugen, planen wir bereits zusätzlich zu unseren Leistungen in Zusammenarbeit mit Fair Play Hessen weitere Maßnahmen, die wir in Kürze veröffentlichen werden.“ Er könne immer nur wieder den Vereinen verdeutlichen, dass Fußballer „es nicht als Selbstverständlichkeit ansehen, dass jedes Spiel von einem Unparteiischen geleitet wird“.

Erst vor drei Wochen hatte der Fall eines 22 Jahre alten Schiedsrichters, der beim Spiel FSV Münster gegen den TV Semd in Südhessen bewusstlos geschlagen wurde und per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden musste, bundesweit für Aufsehen gesorgt.