17. November 2021 / 21:25 Uhr

FC Bayern zittert vor Gladbach, BVB stark gegen Freiburg: Die Angst- und Lieblingsgegner der Bundesliga-Klubs

FC Bayern zittert vor Gladbach, BVB stark gegen Freiburg: Die Angst- und Lieblingsgegner der Bundesliga-Klubs

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Statistik belegt, dass der Angstgegner des FC Bayern aus Gladbach kommt. Borussia Dortmund spielt hingegen besonders gerne gegen den SC Freiburg.
Die Statistik belegt, dass der Angstgegner des FC Bayern aus Gladbach kommt. Borussia Dortmund spielt hingegen besonders gerne gegen den SC Freiburg. © IMAGO/MIS/Getty (Montage)
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Der Mythos Angstgegner – es gibt ihn. Und er ist statistisch bewiesen. Nicht nur der FC Bayern jagt so manchen Klubs Schrecken ein. Auch vermeintlich schwächere Gegner trumpfen immer wieder gegen die gleichen Gegner auf – andersrum schwächeln Topteams Jahr für Jahr gegen Underdogs. Der SPORTBUZZER präsentiert alle Angst- und Lieblingsgegner der Bundesliga-Teams.

Anmerkung: Die Statistik der Angstgegner beruht aufgrund von Aktualität auf den Ergebnissen der letzten zehn Jahre, das heißt von Beginn der Saison 2011/12 bis zum 11. Spieltag der Spielzeit 2021/22. Die Kriterien für die Beurteilung von Angst- bzw. Lieblingsgegner lauten: Punkteschnitt gegen Team – gespielte Spiele gegen Team – Torverhältnis gegen Team. Die Reihenfolge der Mannschaften ergibt sich aus dem aktuellen Tabellenstand. Die Teams Arminia Bielefeld, VfL Bochum und Greuther Fürth wurden aus der Gegnerstatistik ausgenommen, da eine höchstens zweijährige Bundesligazugehörigkeit in den vergangenen zehn Jahren zu wenig Aussagekraft auf die Thematik Angst-/Lieblingsgegner hat.

FC Bayern München

Lieblingsgegner: 1. FC Köln (2,867 Punkte pro Spiel)

Angstgegner: Borussia Mönchengladbach (1,476 P.p.S.)

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2,867 Punkte pro Spiel. 14 Siege bei einem Unentschieden und keiner Niederlage. Die Bilanz des FC Bayern München gegen Köln ist nahezu erschreckend gut. Nur 2016 reichte es nicht zu einem Sieg. Beim 1:1 in München traf ein alter neuer Bekannter: Anthony Modeste. In allen Aufeinandertreffen der letzten zehn Saisons zusammen spricht das Torverhältnis eine klare Sprache – 44:9. Der mit Abstand größte Angstgegner der Münchener ist Borussia Mönchengladbach. Mit nur 1,476 durchschnittlichen Punkten pro Spiel ist das Team für die Bayern deutlich angsteinflößender als beispielsweise Borussia Dortmund (1,95 P.p.S.). Gegen die "Fohlen" stehen neun Siege acht Niederlagen und vier Punkteteilungen gegenüber. Zuletzt wurde im DFB-Pokal dieser Angstgegnerstatus bestätigt: Eine denkwürdige 0:5-Pleite steht seitdem in den Geschichtsbüchern dieses legendären Duells.

Borussia Dortmund

Lieblingsgegner: SC Freiburg (2,368 P.p.S.)

Angstgegner: FC Bayern München (0,9 P.p.S.)


In 2021 spricht die Bilanz beim Duell Borussia Dortmund gegen Freiburg klar für die Breisgauer. Zweimal hieß das Ergebnis 2:1 für den SC Freiburg. Seitdem ist die letzte Niederlage des BVB gegen die Freiburger hingegen datiert auf den 08. Mai 2010. In der Zwischenzeit gewann Dortmund 14 von 17 Spielen. Angstgegner des BVB? Bayern! Acht der letzten neun Partien verlor man – auswärts in München kassierte Dortmund das letzte Mal 2015 weniger als vier Gegentore. Seitdem schenkte der FC Bayern dem BVB daheim 28 Buden in sechs Spielen ein.

SC Freiburg

Lieblingsgegner: 1. FC Köln (1,923 P.p.S.)

Angstgegner: FC Bayern München (0,444 P.p.S.)

Gerne spielt man im Breisgau gegen den 1. FC Köln, ungern gegen den FC Bayern. Gegen die Kölner gewann der SC Freiburg aus 13 Partien acht Spiele. Der FC Bayern löst bei den Breisgauern echte Angst aus. Noch nie konnte man auswärts in München gewinnen, in 25 Jahren generell nur einmal: Mit 2:1 im Mai 2015. Siegtorschütze damals: Joker Nils Petersen in der 89. Spielminute. Zuletzt konnte Freiburg trotz eines ambitionierten Auftritts wieder nicht in der Allianz Arena punkten: 1:3 lautete das Endergebnis am 11. Spieltag.

VfL Wolfsburg

Lieblingsgegner: VfB Stuttgart (2,125 P.p.S.)

Angstgegner: FC Bayern München (0,2 P.p.S.)

In den letzten Jahren hat sich der VfB Stuttgart für den VfL Wolfsburg als Lieblingsgegner herauskristallisiert. In 16 Spielen konnten die "Wölfe" elf Partien gewinnen – davon sieben zu Hause. Der Angstgegner kommt auch aus Wolfsburger Sicht aus München. Für die Niedersachsen gibt es im Durchschnitt nur in jedem zehnten Spiel Punkte zu holen. 18 Niederlagen stehen einem Sieg und einem Remis gegenüber – Torverhältnis: 60:14 Tore. Der einzige Sieg der vergangenen zehn Jahre ist auf den 30.01.2015 datiert. Bei einem 4:1 waren Bas Dost und Kevin de Bruyne die Torschützen.

RB Leipzig

Lieblingsgegner: VfB Stuttgart (2,714 P.p.S.)

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Angstgegner: FC Bayern München (0,615 P.p.S.)

Seit der Saison 2016/17 ist RB Leipzig Bestandteil der Bundesliga. In dieser Zeit gewannen die Sachsen sechs der sieben Duelle mit dem VFB Stuttgart und mussten nur ein Gegentor hinnehmen. In dieser Saison stand beim Schlusspfiff 4:0 auf der Anzeigetafel. Gegen Bayern München hat man von Anfang an eine chronische Abneigung entwickelt: Obwohl die meisten Spiele ziemlich knapp waren, konnten die Bullen gegen Bayern nur einmal dreifach punkten. Unvergessen bleibt die historische 4:5-Niederlage im Mai 2017, in der Leipzig in der 82. Minute noch 4:2 führte.

Bayer 04 Leverkusen

Lieblingsgegner: VfB Stuttgart (2,353 P.p.S.)

Angstgegner: RB Leipzig (0,7 P.p.S.)

Eine wahrlich fantastische Bilanz kann Bayer Leverkusen gegen den VfB Stuttgart aufweisen. Zwölf Siege bei vier Remis und einer Niederlage stehen in der Vita der Leverkusener in den letzten zehn Jahren. Aber auch die Bilanz gegen Augsburg ist erwähnenswert: 14 Siege in 21 Spielen, keine Niederlage und ein Punkteschnitt von 2,353 Punkten pro Spiel sprechen eine deutliche Sprache. Gegen RB Leipzig ist die Bilanz der "Werkself" nicht so berauschend: Nur ein Sieg aus zehn Spielen konnte Leverkusen gegen RBL holen. Beim einzigen Bayer-Sieg 2018 trumpfte vor allem die damalige "goldene Generation" um Kevin Volland, Julian Brandt und Kai Havertz auf.

FSV Mainz 05

Lieblingsgegner: SC Freiburg (1,947 P.p.S.)

Angstgegner: Borussia Dortmund (0,545 P.p.S.)

Zwischen 2011 und 2016 verlor Mainz 05 nie gegen den SC Freiburg. Und auch die vergangenen drei Partien mussten die Nullfünfer keine Niederlage hinnehmen. Insgesamt holen die Mainzer im Durchschnitt fast meisterschaftsreife zwei Punkte pro Spiel gegen die Breisgauer. Borussia Dortmund ist hingegen kein gern gesehener Gast in der Rheinland-Pfälzischen Landeshauptstadt. Gegen den BVB verlor man in 22 Spielen 16-mal.

1. FC Union Berlin

Lieblingsgegner: 1. FC Köln (2,6 P.p.S.)

Angstgegner: FC Bayern München (0,4 P.p.S.)

Erst kürzlich traf Union Berlin auf seinen Lieblingsgegner: den 1. FC Köln. Bevor man am Sonntag erstmals Unentschieden gegen den "Effzeh" gespielt hatte, war Berlin in allen vier Aufeinandertreffen siegreich. Der Angstgegner von Union ist der FC Bayern. Auch wenn man mit zwei Punkten aus den letzten fünf Begegnungen mehr erreicht hat als viele andere Bundesliga-Mannschaften, hat "Eisern-Union" gegen keinen anderen Gegner eine schlechtere Bilanz.

Borussia Mönchengladbach

Lieblingsgegner: FSV Mainz 05 (2 P.p.S.)

Angstgegner: RB Leipzig (0,6 P.p.S.)

Borussia Mönchengladbach punktet besonders gerne, wenn der Gegner ein 05-Wappen auf der Brust trägt. Durchschnittlich zwei Zähler holt Gladbach gegen Mainz. Besonders wohl fühlen sich die "Fohlen" in der Mainzer Arena. 14 Punkte konnte die Borussia in den vergangenen sechs Spielen aus Mainz entführen. Die Bilanz gegen RB Leipzig hingegen ist nicht so gut: 0,6 Punkte pro Spiel verhalfen der "Elf vom Niederrhein" in den letzten Jahren nicht gerade zu einem Abschneiden auf europäischen Plätzen in der Bundesliga

TSG Hoffenheim

Lieblingsgegner: FC Augsburg (1,905 P.p.S.)

Angstgegner: FC Bayern München (0,714 P.p.S.)

Einen Bundesliga-Auftakt gegen den Lieblingsgegner nimmt man natürlich gerne. So bei der TSG Hoffenheim in dieser Saison. Beim 4:0-Auswärtssieg im bayrischen Schwabenland wurde Hoffenheim seiner statistischen Favoritenrolle gerecht. In insgesamt 21 Bundesliga-Aufeinandertreffen hieß der Sieger zwölfmal Hoffenheim. Gegen Angstgegner Bayern hat die TSG im Ligadurchschnitt sogar eine relativ gute Bilanz – vor allem zuletzt: Alle vier Siege der letzten zehn Jahre gehen auf die Zeitspanne ab 2017 zurück.

1 FC Köln

Lieblingsgegner: Eintracht Frankfurt (1,154 P.p.S.)

Angstgegner: FC Bayern München (0,067 P.p.S.)

Der Lieblingsgegner des 1. FC Köln kommt aus Hessen und heißt Eintracht Frankfurt. Zwar hat man gegen die Eintracht insgesamt eine negative Bilanz, jedoch kommt man immerhin auf einen Punkteschnitt von über einem Punkt pro Spiel. Nur gegen Leverkusen (1,067 P.p.S.) und Mainz (1,071 P.p.S.) ist die Bilanz ähnlich. Eine echte Abneigung hat der "Effzeh" gegen Aufeinandertreffen mit dem FC Bayern entwickelt. In den letzten zehn Jahren konnte Köln nur einen mageren Punkt in 15 Begegnungen mitnehmen. Ähnlich sieht die Bilanz gegen Union aus: ein Zähler aus fünf Partien. Zumindest konnten die Geißböcke am vergangenen Spieltag gegen die Köpenicker erstmals punkten.

VfL Bochum

Lieblingsgegner: FSV Mainz 05 (3 P.p.S.)

Angstgegner: FC Bayern München (0 P.p.S.)

In seiner ersten Bundesligasaison seit zwölf Jahren holte der VfL Bochum in bisher elf Spielen vier Siege und insgesamt 13 Punkte. Wenn man sie so betiteln kann, dann sind der FSV Mainz 05 und die TSG Hoffenheim die Lieblingsgegner und Bayern München der Angstgegner der Bochumer. Gegen Mainz und Hoffenheim gewann man mit 2:0, in München kam man mit 0:7 unter die Räder.

Hertha BSC

Lieblingsgegner: 1. FC Köln (1,8 P.p.S.)

Angstgegner: RB Leipzig (0,364 P.p.S.)

Der statistische Lieblingsgegner des Hauptstadtklubs Hertha BSC heißt 1. FC Köln. Selbst wenn Köln in dieser Saison das Duell am ersten Spieltag für sich entscheiden konnte, spricht die Bilanz Bände: 1,8 Punkte gehen im Durchschnitt auf das Konto der Berliner. Im Ostduell mit RB Leipzig hingegen verlor man neun von elf Bundesligaspielen.

Eintracht Frankfurt

Lieblingsgegner: TSG Hoffenheim (1,778 P.p.S.)

Angstgegner: FC Bayern München (0,58 P.p.S.)

Eintracht Frankfurt spielt besonders gerne gegen die TSG Hoffenheim. Die vergangenen sechs Spiele gegen die Kraichgauer konnte die Eintracht jeweils für sich entscheiden. Der statistische Angstgegner der SGE ist der FC Bayern (drei Siege, zwei Unentschieden, 14 Niederlagen). Kurios dabei: Alle Siege der letzten zehn Jahre holte die Eintracht in den vergangenen fünf Aufeinandertreffen. Im November 2019 hieß es sogar 5:1 für Eintracht Frankfurt. Besonders gerne trifft dabei ein Innenverteidiger für die Eintracht: Martin Hinteregger beförderte die Kugel in den letzten fünf Spielen viermal ins Gehäuse von Manuel Neuer.

VfB Stuttgart

Lieblingsgegner: SC Freiburg (1,8 P.p.S.)

Angstgegner: RB Leipzig (0,143 P.p.S.)

Liebend gerne spielt der VfB Stuttgart statistisch gesehen gegen den Lokalrivalen SC Freiburg. Allerdings hat sich das Blatt in den letzten Jahren gewendet. Nach zwei Unentschieden in der Saison 2018/19 hat der VfB Stuttgart alle drei Spiele verloren. Umso bemerkenswerter ist die Statistik vor dieser Serie: 25 Punkte aus zehn Spielen zwischen der Spielzeit 2011/12 und 2018/19. Gegen RB Leipzig zeigen die Schwaben Jahr für Jahr Schwächen. Noch nie haben die Stuttgarter gegen die Bullen gewinnen können, in sieben Spielen stehen sechs Niederlagen für den VfB zu Buche.

FC Augsburg

Lieblingsgegner: 1. FC Köln (1,714 P.p.S.)

Angstgegner: FC Bayern München (0,263 P.p.S.)

Besonders gerne spielen der FC Augsburg gegen den 1. FC Köln. Nur zwei Niederlagen musste der FCA in den vergangenen 14 Bundesliga-Partien gegen Köln hinnehmen. Besonders Punkteteilungen kommen in dieser Partie häufig vor (sechs). Angstgegner der Augsburger ist wenig überraschend der Rekordmeister aus München. Im bayerninternen Vergleich verloren die Fuggerstädter 16 aus 19 Spielen.

Arminia Bielefeld

Lieblingsgegner: VfB Stuttgart (3 P.p.S.)

Angstgegner: Borussia Mönchengladbach (0 P.p.S.)

Arminia Bielefeld traf mit dem VfB Stuttgart am vergangenen Spieltag auf seinen Lieblingsgegner. Mit einem 1:0-Auswärtserfolg konnten die Ostwestfalen ihre makellose Bilanz gegen den VfB von drei Siegen in drei Begegnungen in der Bundesliga ausbauen. Gegen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund holte die Arminia hingegen in drei Spielen keinen einzigen Punkt. Gegen die "Fohlen" hat man sogar ein Torverhältnis von 1:9 Toren.

Greuther Fürth

Lieblingsgegner: VfB Stuttgart (1 P.p.S.)

Angstgegner: FC Bayern München (0 P.p.S.)

In der Saison 2012/13 und in dieser Saison war und ist Greuther Fürth Bestandteil der Bundesliga. In der höchsten deutschen Fußballliga konnten die Fürther bislang erst vier Siege feiern, alle in der Spielzeit 2012/13 und daheim im Sportpark Ronhof. Gegen Mainz, Stuttgart und Bielefeld hat die Spielvereinigung mit durchschnittlich einem Punkt pro Spiel die beste Bilanz. Gegen den FC Bayern verlor man alle drei bisherigen Spiele bei einem Torverhältnis von 1:8. Den Ehrentreffer für die Fürther erzielte Cedric Itten.