06. Februar 2019 / 16:24 Uhr

Anhänger von RB Leipzig verabschieden Fanbeauftragten Merten – Kritik am Verein

Anhänger von RB Leipzig verabschieden Fanbeauftragten Merten – Kritik am Verein

Anton Zirk
Die Fans von RB Leipzig.
Die Fans von RB Leipzig. © Gepa
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Wenige Stunden vor dem Achtelfinale im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg haben Teile der Fanszene von RB Leipzig einen Offenen Brief in Umlauf gebracht und die Vereinsführung der Roten Bullen scharf kritisiert.

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Leipzig. Vor dem Achtelfinale im DFB-Pokal am Mittwoch gegen den VfL Wolfsburg (18.30 Uhr/Sky) rumort es zwischen RB Leipzig und Teilen seiner Fans mal wieder gewaltig. Mehrere Fanclubs und Gruppen der aktiven Anhängerschaft haben sich zusammengeschlossen und in einem offenen Brief harsche Kritik an der Klubführung geäußert. Anstoß für die Aktion gab der Abschied von Timm Merten. Der Fanbeauftragte hatte nach wenigen Monaten im Amt am Montag seine Arbeit niedergelegt und die Roten Bullen verlassen.

Statements unter #5vor12

Für Merten finden die Fans im Schreiben, das in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #5vor12 verbreitet wird, lobende Worte. So heißt es: "Alle, die Dich kennenlernten, schätzten Deine Arbeit. Du hast Dich um unsere Anliegen gekümmert, die Auswärtsfahrerinnen und Auswärtsfahrer mit den nötigen Infos versorgt, warst immer ansprechbar und ein guter Vermittler zwischen Fans und Verein.“

Dabei lassen die Unterzeichner, zu denen unter anderem die Rasenballisten, der Vorstand sowie Beirat des Fanverbands Leipzig und die L.E. Bulls gehören, auch Mertens schwierigen Start als ehemaliges Fanclub-Mitglied des Hamburger SV nicht unerwähnt. Unter anderem war der Neuankömmling in der Red Bull Arena damals mit einem „Gegen zweitklassige Fanbeauftragte”-Banner begrüßt worden. Merten habe sich jedoch, so heißt es im Brief weiter, binnen fünf Monaten mit Unvoreingenommenheit, Verlässlichkeit und Präsenz das Vertrauen sowie den Respekt der meisten Fans erarbeitet.

Fans fühlen sich nicht ernstgenommen

Deutliche Kritik wird im Schreiben hingegen am Verein geäußert: "RB Leipzig – wir fühlen uns als Fans von Dir schon lange nicht mehr richtig ernst genommen und respektiert. In anderen Stadien dieses Landes sind wir das gewohnt. Im eigenen Stadion werden wir uns jedoch ganz sicher nicht zu den meinungslosen und stromlinienförmigen Konsumenten machen lassen, als die uns andere Fanszenen gern verrufen.“

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Die Fans stellen unter anderem die Frage, was im Verein falsch laufe, dass bei RB binnen zwei Jahren drei verschiedene Fanbeauftrage im Amt waren. Außerdem fordern sie, dass Fanbeauftragte Kritik am Verein üben dürfen und geben damit einen Hinweis auf inhaltliche Differenzen zwischen Verein und Merten, der sich zu den Gründen für seine Kündigung jedoch bisher nicht äußern wollte.

Erst im September hatte Merten die Nachfolge von Benjamin Jank und dessen Vorgänger Enrico Hommel angetreten. Interimsmäßig wird nun Falk Jänicke den Posten übernehmen. Der Rechtsanwalt war bei RB bisher für operative Themen wie den Stadionbau zuständig.

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