23. März 2020 / 13:48 Uhr

Änis Ben-Hatira: Darum habe ich mich damals gegen den FC Bayern und für den HSV entschieden

Änis Ben-Hatira: Darum habe ich mich damals gegen den FC Bayern und für den HSV entschieden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Änis Ben-Hatira erinnert sich gerne an seine Zeit beim Hamburger SV zurück. Ein Wechsel zum FC Bayern scheiterte im Jahr 2005.
Änis Ben-Hatira erinnert sich gerne an seine Zeit beim Hamburger SV zurück. Ein Wechsel zum FC Bayern scheiterte im Jahr 2005. © Getty Images
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Im Herbst 2005 muss sich Änis Ben-Hatira zwischen zwei Vereinen entscheiden: Hamburger SV oder FC Bayern München. Der damals 17-Jährige wechselt aus der Jugend von TeBe Berlin zum HSV. Fast 15 Jahre später erinnert sich der Profi des Zweitligisten Karlsruher SC an den Transfer.

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Änis Ben-Hatira ist nach vielen Stationen mittlerweile beim Zweitligisten Karlsruher SC gelandet. Bei einem Blick auf seine Vergangenheit rückt eine Entscheidung in den Fokus. "Ich habe meine Profikarriere als Berliner Junge in Hamburg bei einem Topklub gestartet und mich damals für den HSV und gegen Bayern entschieden", sagt der heute 31-Jährige in einem Interview mit transfermarkt.de.

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Im Oktober 2005 habe er einen Anruf des früheren Bayern-Reserve-Trainers Hermann Gerland erhalten. "Ich glaubte, da erlaubt sich jemand einen Spaß. Ich habe einfach aufgelegt. Ich dachte mir: Hört auf, verarscht mich nicht. Zu der Zeit hatte ich so viele Angebote, viele Vereine haben sich gemeldet. Freunde von mir haben sich dann gern mal einen Telefonstreich erlaubt und sich als Scout oder Manager ausgegeben. Und irgendwann habe ich nach dem Gerland-Anruf auf die Nummer geschaut, und ich ahnte, dass es keiner meiner Freunde war", erinnert sich Ben-Hatira, der erst beim zweiten Versuch von Gerland ans Telefon gegangen sei: "Hermann Gerland hat erstmal gemeckert und gefragt, wie es sein kann, dass ich einfach auflege."

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Der frühere tunesische Nationalspieler sei nach München gereist, um sich die Lage vor Ort anzuschauen. "Ich hatte sogar eigentlich schon zugesagt", so Ben-Hatira, der dann aber doch noch einen Rückzieher machte. Denn von der Situation beim Hamburger SV sei er beeindruckt gewesen. "Obwohl ich – wie mein großer Bruder – eigentlich ein kleiner Bayern-Fan war. Aber ich war damals so geflasht vom HSV, als Thomas Doll Trainer und Didi Beiersdorfer Manager waren. Das coole Stadion, der Kabinentrakt, die Spieler: All das hat mir imponiert", erklärt der heutige KSC-Profi.

Ben-Hatira: "Ich liebe den HSV"

Der 31-Jährige erinnert sich gerne an seine Zeit in Hamburg zurück. "Ich liebe den HSV, bin dort erwachsen geworden und habe den Sprung zum Bundesligaspieler geschafft. Ich bin dem Verein dankbar, es war eine geile Zeit, obwohl es – gepaart mit dem sportlichen Absturz – immer wieder viel Unruhe gab, worunter nicht nur viele Talente, sondern auch gestandene Stars gelitten haben", so Ben-Hatira, der in Karlsruhe einen Vertrag bis Sommer 2020 besitzt.

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