10. April 2019 / 22:15 Uhr

Ben-Hatira meldet sich nach Terror-Razzia zu Wort: "Ich finde es sehr stillos"

Ben-Hatira meldet sich nach Terror-Razzia zu Wort: "Ich finde es sehr stillos"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In der Wohnung von Ex-Bundesliga-Profi Änis Ben-Hatira hat es eine Terror-Razzia gegeben.
In der Wohnung von Ex-Bundesliga-Profi Änis Ben-Hatira hat es eine Terror-Razzia gegeben. © imago/Jan Huebner
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Eine Anti-Terror-Razzia in Berlin - und mittendrin: Ex-Bundesliga-Profi Änis Ben-Hatira, dessen Wohnung durchsucht wurde. Der 30-Jährige, der in Ungarn spielt, erfuhr aus den Medien davon - und wehrte sich bei "t-online.de" gegen die Vorwürfe.

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Eine große Terror-Razzia in Berlin-Charlottenburg - und mittendrin ein ehemaliger Bundesliga-Profi! Nachdem am Mittwoch bekannt wurde, dass die Wohnung von Ex-HSV- und Hertha-Spieler Änis Ben-Hatira in Berlin-Charlottenburg von der Polizei im Rahmen einer Anti-Terror-Razzia durchsucht wurde, meldete sich der 30-Jährige gegenüber t-online.de zu Wort - und wehrte sich gegen die Vorwürfe.

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"Ich habe es selbst erst aus den Medien erfahren. Natürlich war ich sehr überrascht", betonte der Mittelfeldspieler. "Ich finde es stillos, dass man mich jetzt wieder mit irgendwelchen Sachen in Verbindung bringt, von denen ich mich ganz klar distanziert habe – von jeglicher Form der Radikalisierung und des Terrorismus." Ben-Hatira ist offenbar ins Visier der Ermittlungsbehörden geraten, weil er vor zwei Jahren mit dem Verein "Ansaar International" für diverse Hilfsprojekte kooperierte.

800 Beamte an Razzien in ganz Deutschland beteiligt

"Ansaar" steht nun genau wie "World-Wide-Resistance-Help" unter dem Verdacht, Teil eines größeren islamistischen Netzwerks zu sein. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, umfassten die Razzien am Mittwoch etwa 90 Objekte in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Durchsucht wurden Vereinsräume, Privatwohnungen und Ladenlokale. An den Razzien waren 800 Beamte beteiligt.

Sein damaliger Klub SV Darmstadt 98 hatte sich im Januar 2017 von Ben-Hatira getrennt, nachdem bekannt wurde, dass der Deutsch-Tunesier mehrere Projekte von "Ansaar" cofinanziert haben soll. Damals distanzierte sich Ben-Hatira von dem in Düsseldorf ansässigen Verein nicht. Stattdessen postete er bei Facebook einen Beitrag, mit dem er zum Gegenangriff gegen seine Kritiker ausholte.

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Ben-Hatira: "Ich habe nichts zu verstecken"

Nun zeigt sich Ben-Hatira erschüttert, wie die Ermittlungsbehörden vorgehen. Der 30-Jährige ist mittlerweile bei Honved Budapest aktiv, hat als gebürtiger Berliner aber noch immer eine Wohnung in der Hauptstadt. Ben-Hatira: "Ich habe nichts zu verstecken und nichts zu verbergen. Jeder ist bei mir willkommen. Das nächste Mal können sie ruhig warten, bis ich in Berlin bin. Dann öffne ich gerne selber die Tür."

Der Offensivspieler war in der Bundesliga für den Hamburger SV, Hertha BSC, Eintracht Frankfurt und den SV Darmstadt 98 aktiv und absolvierte insgesamt 101 Spiele. Für die tunesische Nationalmannschaft absolvierte er elf Spiele, zuvor war er in diversen Jugendmannschaften des DFB aktiv.

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