17. Mai 2019 / 06:32 Uhr

Anker Wismar im nächsten Abstiegsduell gefordert

Anker Wismar im nächsten Abstiegsduell gefordert

Peter Preuß
Ostsee-Zeitung
Anker-Trainer Christiano Dinalo Adigo (r.) gibt Christian Okafor noch einige taktische Hinweise. Am Sonntag steht Okafor wieder im Aufgebot des Wismarer Oberligisten.
Anker-Trainer Christiano Dinalo Adigo (r.) gibt Christian Okafor noch einige taktische Hinweise. Am Sonntag steht Okafor wieder im Aufgebot des Wismarer Oberligisten. © Andreas Kirsch
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Fußball-Oberliga: Hansestädter empfangen 1. FC Lok Stendal. Wismarer schielen auch auf die Abstiegskonstellation der 3. Liga.

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Wismar. Auf dem Jahnplatz in Wismar steigt am Sonnabend (Anpfiff: 14 Uhr) das nächste Abstiegsduell. Der Fußball-Oberligist FC Anker Wismar empfängt den 1. FC Lok Stendal. Die Gäste aus Sachsen-Anhalt stehen derzeit auf dem 13. Tabellenplatz und haben gegenüber den Wismarern (31) nur zwei Punkte Rückstand (29). Wer dieses Spiel verliert, hat in den verbleibenden Partien die schlechteren Karten, zumal die Schützlinge von Trainer Christiano Dinalo Adigo am vorletzten Spieltag beim Tabellenzweiten Tennis Borussia Berlin antreten müssen.

Hinzu kommt, dass der FC Anker vorige Woche am vergangenen Freitagabend beim mit abstiegsgefährdeten SC Staaken mit 0:5 eine derbe Klatsche einstecken musste. Somit hatte Trainer Adigo alle Hände voll zu tun, diese bittere Niederlage wieder aus den Köpfen seiner Spieler zu bekommen. „Meine Mannschaft hat in dieser Woche sehr gut trainiert und geht sehr fokussiert in die Begegnung gegen den 1. FC Lok Stendal“, versichert Anker-Trainer Adigo. Das Hinspiel haben die Wismarer allerdings mit 0:2 verloren. Damals fragten sich die Stendaler, warum sie diese Partie gegen den FC Anker Wismar gewonnen hatten, obwohl die Wismarer die besseren Chancen hatten und das Spiel in den 90 Minuten bestimmten. Für Anker-Coach Adigo war die Reise nach Stendal auch eine Reise in die Vergangenheit.

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Denn der Wismarer Trainer spielte von 1995 bis 1997 als Aktiver beim 1. FC Lok Stendal. Dort traf er auch seine Ersatz-„Mutti“, Marianne Schulz. Die 80-Jährige hatte sich in dieser Zeit um Adigo persönlich gekümmert. „Ja, sie war zu mir wie eine Mutter“, denkt Christiano Dinalo Adigo immer noch dankbar zurück. „Doch, das tritt jetzt in den Hintergrund. Am Sonnabend geht es um Punkte, die wir in Wismar behalten wollen“, sagt Adigo.

Für das Spiel am Sonnabend kann der Anker-Trainer (fast) auf sein bestes Aufgebot zurückgreifen. Nur hinter Sebastian Schiewe (grippaler Infekt) und Guilherme Lima (verletzungsbedingt) stehen Fragezeichen. Mit dabei ist wieder Kamil Popowicz, der nach seiner Roten Karte in Malchow für zwei Spiele gesperrt war.

Mit Co-Trainer David Griesbach und Anja Kleemann feierten zwei Mitglieder des Funktionsteams in dieser Woche Geburtstag. Anja Kleemann kümmert sich zusammen mit Frank Glissmann um die Spieler, angefangen bei den strapazierten Beinen bis hin zu Verspannungen im Rücken- und Schulterbereich. Das schönste Geburtstagsgeschenk wären natürlich drei Punkte, sind sich beide einig.

Dazu beitragen könnte auch Philipp Ostrowitzki. „Ossi“ steht vor seinem 200. Punktspieleinsatz in der Verbands- und Oberliga beim FC Anker Wismar. „Ich bin fest davon überzeugt, dass es diesmal besser läuft als in Berlin“, versichert der 28-jährige Abwehr-und Mittelfeldspieler. Unterstützung erhält Ostrowitzki von Mannschaftskapitän Philipp Unversucht: „Wir werden alles geben und hoffen, dass uns viele Fans dabei lautstark unterstützen. Immerhin geht es um den Klassenerhalt.“

Daumendrücken für Energie Cottbus und Carl Zeiss Jena

So sieht die Abstiegsregelung in der Oberliga aus: Die Zahl der Absteiger aus den Oberligen Nord und Süd schwankt zwischen fünf und sieben. Entscheidend dabei ist, wie Cottbus und Jena die Saison in der 3. Liga abschließen. Bleiben Jena und Cottbus in der Liga, dann steigen nur fünf Teams aus den beiden Staffeln ab. Das hieße: die beiden Tabellenletzten steigen ab, die Drittletzten spielen Relegation.

Rettet sich ein Verein, steigen die drei Mannschaften auf den Plätzen 14, 15 und 16 in die jeweiligen Landesspielklassen ab. Steigen beide, Cottbus und Jena ab, gibt es zusätzlich zu den je drei Absteigern eine Relegation der beiden Teams auf dem 13. Tabellenplatz.

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