14. Juni 2019 / 17:04 Uhr

Anker Wismar vor dem Alles-Oder-Nichts-Spiel

Anker Wismar vor dem Alles-Oder-Nichts-Spiel

Andreas Kirsch
Ostsee-Zeitung
Nach dem Schlusspfiff gegen den VfL Hohenstein-Ernstthal: Anker-Mannschaftskapitän schaut sich um. Seine Mannschaftskameraden und Trainer Adigo blicken sich regungslos an.
Nach dem Schlusspfiff gegen den VfL Hohenstein-Ernstthal: Anker-Mannschaftskapitän schaut sich um. Seine Mannschaftskameraden und Trainer Adigo blicken sich regungslos an. © Foto: Daniel Koch
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Am Sonntag bestreitet der FC Anker Wismar beim VfL Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) sein Schicksalsspiel, das bis in die Kreisliga Folgen haben könnte. Denn von einem Abstieg des Oberligisten wären auch die unteren Ligen der Kreisfußballverbände betroffen. 

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Große Spannung vor dem Rückspiel am Sonntag um 14 Uhr in Hohenstein-Ernstthal. Die Frage nach dem Klassenerhalt in der Oberliga Nordost oder der Abstieg in die Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern werden von vielen Fußballfans mit Interesse verfolgt. Der FC Anker Wismar musste sich am Mittwochabend im Abstiegsrelegations-Hinspiel mit einem 1:1 gegen den VfL Hohenstein-Ernstthal zufriedengeben.

„Unser Ziel war es natürlich, uns mit einem Sieg zu Null eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu schaffen. Das ist uns jetzt leider nicht gelungen. Aber mein Team hat sich nicht vom Rückstand irritieren lassen und danach weiter Druck gemacht. Das stimmt mich auch für Sonntag optimistisch. Schade, dass wir den Elfmeter nicht zum Siegtor nutzen konnten“, so die Analyse von Anker-Trainer Christiano Dinalo Adigo. Sein Team braucht im Rückspiel einen Sieg oder ein Unentschieden ab 2:2.

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VfL-Trainer Steve Dieske sprach nach dem Schlusspfiff des Schiedsrichters von einem intensiven Spiel mit viel Spannung. „In der ersten Halbzeit hatten wir mehr von der Partie, nach dem Seitenwechsel war Wismar am Drücker. Wichtig könnte durchaus das Auswärtstor werden“, sagte Dieske.

Mannschaftskapitän Philipp Unversucht ist sich nach wie vor sicher, dass sein Team nicht absteigen wird: „Wir haben unser Ziel nicht ganz erreicht, aber entschieden ist noch gar nichts. Wir müssen jetzt mindestens ein Auswärtstor erzielen und unseren Kasten sauber halten. Ich bin mir sicher, dass wir am Sonntag erfolgreich sein werden.“

Ivanir Rodrigues, der die Vorlage zum 1:1 für Igweani gab, aber den Elfmeter versemmelte, hätte sich am liebsten in eine Ecke verkrochen. „Es ist natürlich bitter, in einem so wichtigen Spiel den Elfmeter nicht zu verwandeln. Ich habe mich aber sehr sicher gefühlt und so die Verantwortung übernommen. Wir werden es am Sonntag aber trotzdem schaffen, denn durch das Ausgleichstor von Kelvin haben wir unsere Chancen erhalten“, gibt sich Rodrigues kämpferisch.

Die Mannschaft reist mit dem Bus bereits einen Tag vorher an und übernachtet im Hotel. „Wir können auf dem Kunstrasenplatz von Fortuna Chemnitz trainieren. Das ist genau der gleiche Belag, den wir dann am Sonntag in Hohenstein-Ernsttahl vorfinden werden“, sagt Unversucht, der auch die Geschäftsstelle des FC Anker leitet.

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