10. Juni 2019 / 17:21 Uhr

Anker Wismar zittert um Klassenverbleib – Mittwoch steigt erstes von zwei Endspielen

Anker Wismar zittert um Klassenverbleib – Mittwoch steigt erstes von zwei Endspielen

Peter Preuß/Andreas Kirsch
Ostsee-Zeitung
Die Enttäuschung war der Anker-Mannschaft nach dem Spiel in die Gesichter geschrieben. Mannschaftskapitän Philipp Unversucht wird hier vom Strausberger Trainer Christof Reimann getröstet.
Die Enttäuschung war der Anker-Mannschaft nach dem Spiel in die Gesichter geschrieben. Mannschaftskapitän Philipp Unversucht wird hier vom Strausberger Trainer Christof Reimann getröstet. © Foto: Daniel Koch
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Der Wismarer Oberligist trennt sich im Abstiegsduell gegen den FC Strausberg 2:2. Mittwoch-Abend um 18.30 Uhr empfängt das Adigo-Team den VfL 05 Hohenstein-Ernsttahl im ersten Relegationsspiel.  

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Das Bangen und Zittern um den Klassenverbleib geht beim Fußball-Oberligisten FC Anker Wismar weiter. Im letzten Spiel der Saison trennten sich die Schützlinge von Trainer Christiano Dinalo Adigo gegen den Tabellennachbarn FC Strausberg 2:2. Für den Klassenerhalt wäre allerdings ein Sieg vonnöten gewesen. Den Gästen aus Brandenburg reichte dagegen das Unentschieden. Sie werden auch in der neuen Saison 2019/20 in der Oberliga Nord vertreten sein.

Die Wismarer haben nun noch zwei „Machtbälle“, um weiterhin fünfklassig zu sein. Bereits Mittwoch-Abend empfangen die Hansestädter um 18.30 Uhr auf dem Jahnplatz den VfL 05 Hohenstein-Ernstthal. Die Gäste aus Sachsen haben in der Süd-Staffel der Oberliga ihr letztes Punktspiel beim FSV 63 Luckenwalde mit 1:5 verloren. Anker-Trainer Adigo hat sich diese Partie persönlich vor Ort angeschaut. Am Sonntag kommt es dann in Hohenstein-Ernstthal vermutlich zum alles entscheidenden Rückspiel. Für eine gute Ausgangslage benötigt das Adigo-Team Tore und wenn es geht, keinen Gegentreffer, um mit einem Polster nach Sachsen fahren zu können. Denn in der Relegation zählen Auswärtstore bei Gleichstand doppelt. „Wir werden alles in die Waagschale werfen, damit wir die Saison am Ende noch versöhnlich abschließen können“, gibt sich Christiano Dinalo Adigo kämpferisch. „Wir haben noch alles selbst in der Hand. Meine Mannschaft hat sogar am Pfingstmontag trainiert. Ich hoffe, dass uns am Mittwoch gegen Hohenstein-Ernstthal mindestens wieder so viele Zuschauer unterstützen wie gegen den FC Strausberg“, so der Anker-Trainer weiter.

Bilder aus der NOFV-Oberliga Nord: FC Anker Wismar - FC Strausberg

Wismars Franc Silinou beim Pass. Zur Galerie
Wismars Franc Silinou beim Pass. ©
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„Beide Mannschaften haben die Oberliga verdient. Wir waren heute etwas cleverer und haben die Chancen genutzt. Nach dem 2:2-Ausgleich hat der FC Anker Wismar viel Druck gemacht, aber wir haben unser Tor sauber halten können“, sagte der Strausberger Trainer Christof Reimann am Sonnabend.

Doppelt enttäuscht waren Betreuerin Christin Krischewski und ihr Mann Lars, der bei den Heimspielen die Eintrittskarten verkauft. „Da muss man schon das Unentschieden ertragen und dann fährt uns der Strausberger Bus noch unseren PKW stark kaputt. Hoffentlich werden wir jetzt in der Relegation dafür belohnt“, sagte Christin Krischewski unter Tränen.

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Auch Anker-Kapitän Philipp Unversucht konnte seine Tränen nach dem Abpfiff nicht verdrücken. Gäste-Trainer Reimann nahm ihn in seine Arme und tröstete Unversucht. „Ich bin noch nie abgestiegen und das wird auch diesmal nicht passieren. Wenn uns unsere Fans wieder so anfeuern wie in der zweiten Halbzeit werden wir uns eine tolle Ausgangsposition schaffen“, ist sich der Anker-Mannschaftskapitän sicher.

„Wir haben wirklich eine gute Partie gespielt, uns aber am Ende nicht belohnt. Wir brauchen einfach zu viele Chancen. Aber wir werden in den beiden Spielen gegen Hohenstein-Ernstthal bis zum Umfallen kämpfen“, verspricht Abwehr-und Mittelfeldspieler Tom Ney. Für ihn werden es die beiden letzten Partien für die Hansestädter sein. Ney wechselt zum Berlin-Ligisten Eintracht Mahlsdorf.

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