10. Mai 2019 / 19:04 Uhr

Anna Gasper ist bei Turbine Potsdam auf der Überholspur

Anna Gasper ist bei Turbine Potsdam auf der Überholspur

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Anna Gasper spielt seit 2016 für Turbine Potsdam.
Anna Gasper spielt seit 2016 für Turbine Potsdam. © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Mittelfeldspielerin Anna Gasper etablierte sich in der laufenden Saison bei Turbine Potsdam als Stammspielerin. Am Sonntag (14 Uhr) steht das letzte Saisonspiel gegen den VfL Wolfsburg auf dem Programm.

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Lange überlegen muss Anna Gasper nach der Frage nicht. „Ja, das war meine bisher beste Saison“, sagt die Turbine-Spielerin vor der letzten Saisonpartie am Sonntag (14 Uhr) bei Meister und Pokalsieger VfL Wolfsburg.

Die 22-Jährige ist mit ihrer Meinung nicht alleine. „Anna hat in vielen, vielen Spielen richtig gute Leistungen gebracht. Sie hat über die rechte Seite das Offensivspiel sehr belebt, war an vielen Toren beteiligt. Und, was man herausheben muss: Sie hat nicht nur ein, zwei gute Spiele gemacht, sondern war sehr konstant“, lobt Trainer Matthias Rudolph die rechte Außenbahnspielerin.

Spielzeit in drei Jahren mehr als verfünffacht

Vor knapp drei Jahren kam die damals 19-Jährige von Bayer Leverkusen nach Brandenburg, allerdings meist zu Kurzeinsätzen. „Das erste Jahr ist immer schwer, ich war zum ersten Mal von zu Hause weg. Man kommt in eine neue Mannschaft und muss sich erst einmal reinfinden“, erzählt Anna Gasper. Nach 323 Spielminuten in der ersten Saison waren es in der zweiten 724 Minuten. In der aktuellen Spielzeit stand sie 1725 Minuten für Turbine auf dem Platz und kam in jedem Saisonspiel zum Einsatz – nur Felicitas Rauch und Sarah Zadrazil haben mehr Spielzeit auf ihrem Konto. „Das habe ich mir über die vergangenen zwei Jahre erarbeitet. Jetzt war die erste Saison, in der ich das geschafft habe, was ich mir vorgenommen habe“, sagt Gasper über ihre konstant starken Leistungen.

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<b>Fatmire Lira Alushi:</b> Als sie 2009 aus Duisburg nach Potsdam wechselte, hieß sie noch Bajramaj. Alushi kickte bis 2011 bei Turbine, gewann mit dem Verein zwei Meisterschaften und 2010 die Champions League. Schon vor ihrem Wechsel nach Potsdam war sie 2007 mit der DFB-Elf Weltmeister geworden. Zur Galerie
Fatmire "Lira" Alushi: Als sie 2009 aus Duisburg nach Potsdam wechselte, hieß sie noch Bajramaj. Alushi kickte bis 2011 bei Turbine, gewann mit dem Verein zwei Meisterschaften und 2010 die Champions League. Schon vor ihrem Wechsel nach Potsdam war sie 2007 mit der DFB-Elf Weltmeister geworden. ©
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Wie kam es zu dem Leistungssprung? „Ich habe meine Einstellung ein bisschen geändert, durch die paar Prozent mehr im Training habe ich mehr Sicherheit bekommen“, erzählt Anna Gasper. Ihr Trainer ergänzt: „Sie hat sich einfach ein paar Ratschläge zu Herzen genommen, gerade im technischen Bereich, wie sie beim ersten Kontakt den Ball nehmen muss. Und man merkt, dass sie eine total professionelle Einstellung hat“, sagt Matthias Rudolph.

Keine Hoffnung auf WM-Teilnahme

Anfang des Jahres folgte sogar der Ruf zu einem Lehrgang der Nationalmannschaft, am Dienstag benennt Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg ihren Kader für die anstehende WM. „Ehrlich gesagt mache ich mir da keine großen Hoffnungen. Ich hoffe eher, nach der WM eingeladen zu werden und mich dann besser zeigen und reinspielen zu können“, sagt Gasper.

Durch die namhaften Abgänge bei Turbine rückt die Polizeikommissaranwärterin bei Turbine automatisch in der Hierarchie nach oben. „Sie ist in einem Alter, in dem sie Verantwortung übernehmen möchte, darin werden wir sie unterstützen, damit sie noch einen weiteren Sprung machen kann“, sagt Rudolph. Doch erst einmal steht das Spiel in Wolfsburg an, in dem die Turbinen Platz drei sichern wollen. „Der Vorteil liegt bei uns, weil wir es in der eigenen Hand haben“, sagt Rudolph.

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