27. März 2020 / 20:55 Uhr

Anna Hempel von Babelsberg 74: Die Familie unter der Haut

Anna Hempel von Babelsberg 74: Die Familie unter der Haut

Linda Kollmann
Märkische Allgemeine Zeitung
Anna Hempel vom FSV Babelsberg 74 und ihre Tattoos.
Anna Hempel vom FSV Babelsberg 74 und ihre Tattoos. © Rene Teichmann, Privat/SPORTBUZZER-Montage
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Sportler erklären die Bedeutung ihrer Tattoos (Teil 3): Die Torhüterin vom FSV Babelsberg 74 hält mit ihren Tattoos wichtige Erinnerungen fest.

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Anna Hempel muss lange überlegen, wann sie das erste Mal die Nadel an sich ran ließ. "Das ist schon viel zu lange her", grübelt die 27-Jährige. Mittlerweile zieren ihren Körper fünf Tattoos. "Alle haben eine tiefe Bedeutung. Das ist mir wichtig", so Hempel, der dann doch der Zeitpunkt des ersten Studiobesuches einfällt: "2012 war es." Damals ließ sie sich ein Kreuz mit einem Fußball stechen. "Das war für meinen ehemaligen Trainer Micha, der leider an Krebs verstorben ist", berichtet die Torhüterin, die einst im Sturm bei den Jungs der SG Töplitz anfing und nach Stationen beim Werderaner FC und Blau-Weiß Beelitz nun für Babelsberg 74 spielt.

In der Folge kam ein großes Skorpion – ihr eigenes Sternzeichen – auf den Oberarm und ein Tattoo als Fußkettchen an den Knöchel. Auch dort finden sich die Tierkreissymbole wieder. An einem Band sind neben ihrem Skorpion drei weitere Anhänger mit den Sternzeichen ihrer Eltern und der Schwester befestigt. "Das Tattoo ist erweiterbar, wenn ich Kinder haben werde", so die Erzieherin.

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Die Familie ist Anna Hempel ohnehin sehr wichtig – auch ein "Freundschaftstattoo" mit ihrer 20-jährigen Schwester blieb da nicht aus: "Wir haben uns zusammen die Heiligtümer des Todes von Harry Potter mit dem Schriftzug 'always' stechen lassen." Das Symbol – zusammengesetzt aus einem Dreieck, einem Kreis und einem Strich und angelehnt an die Überlebensgeschichte von drei Brüdern – steht dabei für einen unsichtbar machenden Umhang, einen Stein zur Auferstehung und einen unbesiegbaren Zauberstab.

Und als ihr Opa starb, fand eine Pusteblume den Weg an ihre Wade: "Sie lag damals als Bild auf seiner Urne. Und durch das Tattoo habe ich meinen Opa immer bei mir", erzählt Anna Hempel und weiß jetzt schon, dass auch in Zukunft Studiobesuche hinzukommen werden: "Ich stehe zu meinen Tattoos und mache mir deshalb auch keine Gedanken, was ist, wenn ich einmal alt bin."