06. November 2019 / 14:02 Uhr

Anna-Lena Grönefelds großer Auftritt: Hannovers Starspielerin zieht WM-Bilanz

Anna-Lena Grönefelds großer Auftritt: Hannovers Starspielerin zieht WM-Bilanz

Sybille Schmidt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Anna-Lena Grönefeld am Netz.
Anna-Lena Grönefeld am Netz. © Clive Brunskill/Getty Images
Anzeige

Das Tennisjahr ist für die besten Spielerinnen der Welt mit den WTA-Finals im Einzel und Doppel im chinesischen Shenzen zu Ende gegangen. Dabei erreichte Hannovers Anna-Lena Grönefeld, die beste deutsche Doppelspielerin, gemeinsam mit ihrer niederländischen Partnerin Demi Schuurs einen sensationellen dritten Platz.

Anzeige
Anzeige

Frau Grönefeld, wie lautet Ihr persönliches Fazit nach den WTA-Finals?

Ich bin einfach rundum glücklich und zufrieden. Wir sind als Nummer acht, also als das Doppel mit den wenigsten Punkten, gestartet und haben uns bis ins Halbfinale gespielt. Ich habe vorher gesagt, dass bereits die Qualifikation für diese Finals ein riesiger Erfolg ist und jeder Sieg eine kleine Sensation wäre. Als ich vor zwei Jahren gemeinsam mit Kveta Peschke bei den Finals dabei war, waren wir nach einer Niederlage gleich raus. Da nun erst einmal in Gruppen gespielt wurde, waren die Chancen aber generell größer. Und diese Chancen haben wir genutzt.

Ihr Strahlen beim ersten Einlauf sprach tatsächlich Bände. Waren Sie über das Erreichen der Finals denn selbst überrascht?

Es war natürlich das erklärte Ziel von Demi Schuurs und mir. Aber wir haben erst im April angefangen, konsequent miteinander zu spielen, da mussten wir schneller als alle anderen Paarungen eine Menge Punkte machen. Mit fünf erreichten Finals ist uns das auch gelungen, wir haben einfach sehr, sehr kontinuierlich gespielt. Entsprechend glücklich und motiviert sind wir natürlich gestartet.

Gleich im ersten Match ist Ihnen dann auch gegen die topgesetzte Paarung eine Sensation gelungen.

Absolut. Mit Sabalenka/Mertens standen wir gleich dem besten Doppel des Jahres gegenüber. Beim Turnier in Wuhan hatten wir auch deutlich verloren, aber unser Matchplan, dass ich von der Grundlinie Power mache und Demi am Netz wirbelt, ist aufgegangen. Klar, es war einfach der perfekte Einstieg in das Turnier.

Aber es ging nicht so weiter?

Nein, gegen die späteren Sieger Mladenovic/Babos haben wir in zwei Sätzen verloren, allerdings dabei eine 5:3-Führung und zwei Satzbälle im ersten Durchgang vergeben. Das war ärgerlich, aber wir haben uns schnell gefangen, wie man dann im entscheidenden Spiel gesehen hat.

Mehr Berichte aus Hannovers Sportmix

"Auch wenn wir dann im Halbfinale deutlich verloren haben, das wir das überhaupt erreicht haben, war eine echte Belohnung für das Jahr."

Gegen die Geschwister Chan mussten Sie gewinnen, um ins Halbfinale einzuziehen. War der Druck besonders groß und haben Sie sich besonders vorbereitet?

Natürlich waren wir angespannt, schließlich hatten wir die große Chance ins Halbfinale einzuziehen. Es war aber positiver Druck. Wir sind also unseren gewohnten Routinen gefolgt. Mit unserem Trainer Torsten Peschke und meinem Mann Ingo Herzgerodt haben wir uns wie vor jedem Doppel Videos der Gegner angeschaut, unsere Strategie festgelegt und unseren ganz normalen Tagesablauf absolviert.

Wie es scheint, war das genau richtig.

Ja, wir haben wirklich toll gespielt, es lief alles zusammen. Auch wenn wir dann im Halbfinale deutlich verloren haben, das wir das überhaupt erreicht haben, war eine echte Belohnung für das Jahr. Wir waren und sind einfach total happy.

Sie haben zwei Grand-Slam-Titel gewonnen, standen zum zweiten Mal im WTA-Finale, sind seit Jahren die beste deutsche Doppelspielerin. Dennoch stehen Sie hier in Deutschland immer im Schatten der Kerbers, Görges und Co. Stört Sie das?

Nein, wir Doppelspielerinnen sind uns bewusst, dass das Einzel immer mehr im Mittelpunkt steht. Aber ich freue mich, dass ich durch meine Erfolge in Deutschland ein bisschen auf Doppel und Mixed aufmerksam machen kann.

Sie sind 34, haben geheiratet und jetzt diesen Erfolg gefeiert. Wie sind denn Ihre Zukunftsplanungen?

Ach, das werde ich seit Wochen immer wieder gefragt. Und ich kann immer wieder nur sagen, dass ich einfach diesen tollen Saisonabschluss unendlich genieße, dass ich mich jetzt von den Turnierreisen erhole und entspanne. Mein Mann steht vor seiner A-Trainer-Prüfung, der höchsten Trainerlizenz in Deutschland. Danach werden wir vielleicht noch ein bisschen Urlaub machen – und dann werde ich anfangen zu planen und meine Ergebnisse auch bekanntgeben.

Hier #GABFAF-Supporter werden

Wir kämpfen für den Amateurfußball! Trage Dich kostenlos ein und Du bekommst unseren exklusiven Newsletter mit allem, was den Amateurfußball in Deutschland bewegt. Außerdem kannst Du jeden Monat 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein gewinnen und entscheidest mit, wofür #GABFAF sich als nächstes einsetzt.

ANZEIGE: 50% auf dein Jako Herbst-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN