02. Juli 2018 / 13:52 Uhr

Anstatt Transfers: Neu-Co-Trainer Janßen soll VfL Wolfsburg besser machen

Anstatt Transfers: Neu-Co-Trainer Janßen soll VfL Wolfsburg besser machen

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die vier Neuzugänge des VfL Wolfsburg um den ebenfalls neuen Co-Trainer Olaf Janßen (l.), Trainer Bruno Labbadia (2.v.l.) und Co-Trainer Eddy Sözer (3.v.r.).
Die vier Neuzugänge des VfL Wolfsburg um den ebenfalls neuen Co-Trainer Olaf Janßen (l.), Trainer Bruno Labbadia (2.v.l.) und Co-Trainer Eddy Sözer (3.v.r.). © Boris Baschin
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Der Plan mit dem neuen Assistenztrainer: Weil die Situation auf dem Transfermarkt "immer schwieriger" wird, soll Olaf Janßen dabei helfen, das Maximale aus dem aktuellen Kader des VfL Wolfsburg herauszuholen. 

Vier Spieler waren es, die beim Trainingsauftakt am Sonntag für das Foto der Neuzugänge des VfL Wolfsburg posierten, Arm in Arm. Und dann wurde da noch ein weiteres geknipst, zusammen mit dem Trainerteam; Chef Bruno Labbadia, Co Eddy Sözer – und Olaf Janßen, der neue Assistenzcoach. Zwar wird der 51-Jährige in den Bundesliga-Vorschauheften wohl kaum als Neuzugang aufgelistet werden, doch sein Transfer könnte sich noch als äußerst wertvoll erweisen.

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Vielleicht würde man da erst mal nicht unbedingt drauf kommen, bei einer Verpflichtung von einem Regionalligisten (Viktoria Köln) und für eine vergleichsweise schmale Profifußball-Ablöse (niedriger sechsstelliger Bereich), doch Trainer Bruno Labbadia hilft auf die Sprünge. „Der Markt wird immer schwieriger und damit auch, neue Spieler zu holen. Wir müssen uns um die Spieler kümmern, die da sind.“

"Andere Sachen" aus Aserbaidschan und der Bundesliga

Was so viel heißen soll wie: Mit Janßen wurde lieber noch mal das Trainerteam verstärkt, um das Maximale aus dem vorhandenen Kader in Wolfsburg herauszuholen – anstatt diesem mit zu vielen Neuzugängen ein paar neue Pinselstriche zu verpassen, die womöglich in der Gesamtkomposition dann doch nicht so gut harmonieren. So, wie es in den vergangenen Jahren zu oft schon der Fall war...

Janßen bringt von seinen Stationen bei der Nationalmannschaft Aserbaidschan (als Co-Trainer von Berti Vogts), bei Dynamo Dresden (als Cheftrainer) beim VfB Stuttgart (als Co-Trainer von Jos Luhukay) beim FC St. Pauli (als Cheftrainer) sowie in Köln (als Cheftrainer) jedenfalls einiges an Erfahrung mit. Und Labbadia hat das Gefühl, „dass Olaf uns komplettieren und ein paar andere Sachen einbringen kann“. Dass er „von der Art und Weise, wie er Fußball denkt, gut zu Eddy und mir passt“.

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Es gäbe zwar auch noch ein paar externe Spieler, die gut zu Labbadias Denke passen würden – und auf zwei, drei Positionen herrsche zudem Bedarf –, ob es da allerdings zu weiteren Transfers kommt, ist noch nicht final geklärt. „Wir werden die Positionen nur besetzen, wenn wir die ideale Lösung haben. Wenn wir jemanden holen, dann haben wir denjenigen für ein paar Jahre da, das muss also passen.“

Zwar ist das Portemonnaie, das der VfL Manager Jörg Schmadtke zum Shoppen zur Verfügung gestellt hat, gewiss noch nicht bis auf den letzten Taler geplündert, doch mit irgendwelchen Summen vom Mond werden auch die Wolfsburger ihren Dispo nicht überziehen. „Egal, wo du anfragst, die Preise sind nicht mehr normal. Aber das ist halt einfach so“, erklärt Labbadia und erinnert sich an andere Zeiten. „Wo du vor drei Jahren für zehn Millionen einen Topspieler bekommen hast, hat sich das mittlerweile gewandelt.“ Deswegen sei davon auszugehen, dass die Wolfsburger nichts machen, „wovon wir nicht komplett überzeugt sind“.


Schmadtke hat noch Ideen

Nach den Verpflichtungen von Daniel Ginczek (VfB Stuttgart), Wout Weghorst (AZ Alkmaar), Pavao Pervan (Linzer ASK) und Felix Klaus (Hannover 96) steht der Kader laut Schmadtke erst mal grob. Weitere Transfertätigkeiten sind aber freilich nicht ausgeschlossen. „Es kann sein, dass wir noch die eine oder Idee haben“, sagte er. Es muss halt alles passen bei weiteren VfL-Neuzugängen.