15. Juli 2022 / 19:32 Uhr

Anstoß-Zeiten, Stars, TV & Co.: Das ist in der kommenden Saison neu in der 2. Bundesliga

Anstoß-Zeiten, Stars, TV & Co.: Das ist in der kommenden Saison neu in der 2. Bundesliga

Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die drei Aufsteiger 1. FC Magdeburg, Eintracht Braunschweig und der 1. FC Kaiserslautern gehen in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga an den Start. Letzterer verpflichtete mit Erik Durm (r.) einen 2014er-Weltmeister.
Die drei Aufsteiger 1. FC Magdeburg, Eintracht Braunschweig und der 1. FC Kaiserslautern gehen in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga an den Start. Letzterer verpflichtete mit Erik Durm (r.) einen 2014er-Weltmeister. © IMAGO/Steffen Kuttner, Moritz Müller (Montage)
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Die neue Saison in der 2. Liga startet am Freitag mit dem Duell von Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern gegen Hannover 96 eröffnet. Im Vergleich zur vergangenen Spielzeit startet die Liga in diesem Jahr wegen der WM in Katar im Winter bereits eine Woche früher. Was ist noch neu? Der SPORTBUZZER macht den Check. 

Am 15. Juli rollt der Ball wieder in der 2. Liga: Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern eröffnet am Freitagabend gegen Hannover 96 die neue Spielzeit auf dem Betzenberg. Gefolgt wird das Eröffnungsspiel von fünf weiteren Partien am Samstag sowie drei Duellen am Sonntag. In der vergangenen Saison galt der Bundesliga-Unterbau mit Schalke 04, Werder Bremen, dem Hamburger SV & Co. als beste zweite Liga aller Zeiten. In dieser Saison muss sie sich diesen Ruf erst erarbeiten.

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Klar ist: Der HSV will nach vier Jahren Zweitklassigkeit jetzt im fünften Versuch endlich den Aufstieg schaffen, auch die Absteiger SpVgg Greuther Fürth und Arminia Bielefeld dürften automatisch zu den Favoriten auf die Bundesliga-Rückkehr zählen. Der letzte Spieltag steigt am 28. Mai 2023, spätestens dann sind alle Entscheidungen gefallen. Doch was ist eigentlich neu in der 2. Liga in der kommenden Spielzeit? Der SPORTBUZZER macht den Check.

Anstoß und TV: Neu sind die Zeiten am Samstagmittag. Statt wie in der vorigen Saison um 13.30 Uhr wird in dieser Spielzeit bereits um 13 Uhr angepfiffen. Der Grund: Eine Entzerrung der Anstoßzeiten gegenüber den um 15.30 Uhr startenden Spielen der Bundesliga. "Durch diese Anpassung können die Begegnungen der 2. Bundesliga bis zum Spielende und mit der anschließenden Nachberichterstattung vollumfänglich verfolgt werden", heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Fußball Liga. Nach wie vor bleibt das Abendspiel am Samstag um 20.30 Uhr bestehen sowie die drei Partien am Sonntag, die jeweils um 13.30 Uhr starten.

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Das Auftaktspiel zwischen dem FCK und Hannover 96 am kommenden Freitag (20.30 Uhr) übertragt Sat.1 live im Free-TV, auch auf Sky ist das Duell zu verfolgen. Das Samstagabendspiel läuft im frei empfangbaren Fernsehen bei Sport1 und dazu auf Sky. Die Samstag-und Sonntagnachmittagspiele gibt es exklusiv auf Sky. Zusammenfassungen der Freitags- und Samstagsspiele überträgt die ARD in der Sportschau (ab 18 Uhr). Die Höhepunkte der Sonntagsspiele gibt es in der Sportschau am Sonntag (ab 18.30 Uhr) zu sehen.

Stars: Nachdem die Topklubs um Schalke und Werder mit ihren Stars wie Simon Terodde oder Marvin Ducksch aufgestiegen sind, bekommt die 2. Liga neue Gesichter. Eines davon gehört einem Weltmeister. Erik Durm wechselte von Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt nach Kaiserslautern. Durm holte 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft den Titel in Rio. Der HSV hat sich für die geplante Rückkehr ins Oberhaus mit Bundesliga-Erfahrung verstärkt: Von Borussia Mönchengladbach wechselte Mittelfeldspieler Laszlo Benes in die Hansestadt. Absteiger Fürth hat zumindest einen berühmten Nachnamen im Kader: Von der U19 des VfL Wolfsburg wechselte Lucien Littbarski zu der Spielvereinigung. Der Mittelfeldspieler ist der Sohn von Ex-Nationalspieler Pierre Littbarski, der 1990 den WM-Titel gewann.

Tradition: Davon gibt es in der kommenden Saison jede Menge. Die drei Aufsteiger, Kaiserslautern, Eintracht Braunschweig sowie der 1. FC Magdeburg, sind absolute Traditionsklubs. Der FC kehrte als souveräner Drittligameister nach drei Jahren zurück in die Zweitklassigkeit. Der Aufstieg bescherte dem Klub direkt einen Rekord an Dauerkarten-Verkäufen: 13050 Tickets konnte der Europapokalsieger von 1974 absetzen. Bei den "Roten Teufeln", dem Überraschungs-Meister von 1998, dauerte die Drittklassigkeit mit vier Jahren sogar noch eine Spielzeit länger. Die Eintracht hingegen schaffte den direkten Wiederaufstieg. Dazu kommen mit dem HSV, Nürnberg, Hannover oder Fortuna Düsseldorf weitere Traditionsklubs zum Einsatz.

Trainer: Drei Vereine starten mit neuen Übungsleitern in die Saison. Stefan Leitl wechselte nach dreieinhalb Jahren von Greuther Fürth nach Hannover, Marc Schneider ist sein Nachfolger bei dem Absteiger aus der Bundeliga. Er war zuvor Trainer bei dem belgischen Zweitligisten SK Beveren, als Spieler gewann er zwei Meistertitel mit dem FC Zürich. Bei Arminia Bielefeld hat Uli Forte das Kommando übernommen. Der Italiener arbeitete zuletzt beim Schweizer Zweitligisten Yverdon Sport FC. "Der deutsche Fußball war schon immer ein Traum von mir. Jetzt geht es endlich los bei einem großen Traditionsverein", sagte Forte in einer Vereinsmitteilung.