22. September 2019 / 10:56 Uhr

Ansu Fati: Spanien und Portugal ringen offenbar um Barcelona-Juwel – Vater: „Er fühlt sich als Portugiese“

Ansu Fati: Spanien und Portugal ringen offenbar um Barcelona-Juwel – Vater: „Er fühlt sich als Portugiese“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Barcelona-Supertalent Ansu Fati wurde von Spanien eingebürgert – Avancen erhält der 16-Jährige aber auch von Portugal.
Barcelona-Supertalent Ansu Fati wurde von Spanien eingebürgert – Avancen erhält der 16-Jährige aber auch von Portugal. © Getty
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Ansu Fati ist beim FC Barcelona die Entdeckung der Saison. Der 16-Jährige, der eigentlich aus Guinea-Bissau stammt, wurde in den vergangenen Tagen in Spanien eingebürgert. Bald soll er für die Nationalmannschaft debütieren. Jetzt sorgt sein Vater für große Verwirrung: Sein Sohn wolle eigentlich eher für Portugal spielen.

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Im Eilverfahren wurde Ansu Fati in den vergangenen Tagen zum Staatsbürger von Spanien gemacht. Das 16-jährige Ausnahme-Talent des FC Barcelona, das eigentlich aus dem afrikanischen Land Guinea-Bissau stammt, ist ab sofort für die Nationalmannschaften des spanischen Verbands spielberechtigt. Um Fati, der seit einigen Wochen die größte Zukunftshoffnung des FCB ist und bereits an der Seite von Superstars wie Lionel Messi oder Antoine Griezmann wirbelt, gibt es trotz dieser offiziellen Maßnahme größte Verwirrung. Verantwortlich dafür ist sein Vater, Bori Fati.

Der hat in einem Interview mit der portugiesischen Zeitung A Bola nun offenbart, dass hinter den Kulissen mit allen Mitteln um den 16-Jährigen gerungen wird. Neben Spanien scheint der junge Offensivspieler aufgrund seiner Herkunft aus der ehemaligen Kolonie Guinea-Bissau auch für Portugal spielberechtigt zu sein. „Mein Traum ist es, meinen Sohn für Portugal spielen zu sehen“, wird Fati senior zitiert. „Ich denke, das war auch sein Traum, aber jetzt ist es natürlich schwierig.“

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Vater von Ansu Fati spricht von „sehr großem Druck“ durch spanischen Verband

Der spanische Verband RFEF hatte Fati junior in den vergangenen Wochen Avancen gemacht, um den Youngster rasch einbürgern zu können. Hintergrund: Im Oktober steigt in Brasilien die U17-WM, zu der Fati berufen werden soll. Sein Vater erklärte gegenüber A Bola, er habe eine „positive Unterredung“ mit einem Mitglied des portugiesischen Fußballverbandes gehabt. Man habe verabredet, sich erneut zu unterhalten, daraufhin war es aber zu keinem weiteren Kontakt gekommen.

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Der „Druck“ des spanischen Verbandes habe anschließend „sehr stark zugenommen“, sagte der Vater weiter, der eigenen Angaben zufolge sogar von Verbandspräsident Luis Rubiales direkt kontaktiert wurde. Fati senior lässt keinen Zweifel, für wen sein Herz und das seines Sohnes wirklich schlägt – Portugal. „Er (Ansu, d. Red.) fühlt sich als Portugiese und so fühle ich mich auch. Es wäre ein Leichtes für ihn, künftig für Portugal zu spielen, und es wäre auch leicht für Umaro Embalo, ihn davon zu überzeugen.“

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Embalo, 18 Jahre alt, stammt ebenfalls aus Guinea-Bissau, spielt für Benfica Lissabon und sei, so Fati senior, ein „guter Freund“ seines Sohnes, der „jeden Tag“ mit ihm spreche. Der kleine Flügelstürmer, der auch schon bei RB Leipzig im Gespräch war, spielt seit vier Jahren für den portugiesischen Verband. Fati senior: „Alles liegt in den Händen von Ansu, er wird jetzt eine Entscheidung treffen.“

Guinea-Bissau, die Heimat von Fati und Embalo, zählt zu den am geringsten entwickelten Ländern auf der Welt. Vor seiner Unabhängigkeit im Jahr 1973 war das Land eine portugiesische Kolonie und über Jahrhunderte kulturell eng mit der iberischen Seefahrer-Nation verknüpft. 1446 betraten Portugiesen erstmals den Boden des westafrikanischen Landes, 1879 erfolgte die Gründung der Provinz Portugiesisch-Guinea. Amtssprache des Landes – und somit auch die Muttersprache von Ansu Fati – ist bis heute Portugiesisch.

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