26. Januar 2019 / 10:53 Uhr

Nach Transfer-Ärger um Köln-Wechsel: Jetzt spricht Anthony Modeste

Nach Transfer-Ärger um Köln-Wechsel: Jetzt spricht Anthony Modeste

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Anthony Modeste hat sich zu den Vertragsstreitigkeiten mit China-Klub Tianjin und dem 1. FC Köln geäußert.
Anthony Modeste hat sich zu den Vertragsstreitigkeiten mit China-Klub Tianjin und dem 1. FC Köln geäußert. © imago/DeFodi
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Dem 1. FC Köln rennt die Zeit davon: Kann Anthony Modeste noch in der Rückrunde wieder für den Zweitligisten spielen? Jetzt hat sich der französische Top-Stürmer erstmals über das Wechsel-Theater mit China-Klub Tianjin Quanjian geäußert. Modeste erhebt schwere Vorwürfe.

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Das Wechsel-Theater um Anthony Modeste geht in die nächste Runde. Seit Monaten verhandelt Zweitligist 1. FC Köln mit dem chinesischen Klub Tianjin Quanjian (Neuer Name: Tianjin Tianhai) über die Freigabe des Stürmers. Die Kölner hatten Modeste im November aus China zurückgeholt und den Stürmer mit einem Vertrag bis 2023 ausgestattet. Weil Modeste seinen Kontrakt mit dem China-Klub nach Auffassung der Schiedskammer des Weltverbandes FIFA ohne triftigen Grund gekündigt habe, liegt für ihn bislang keine Einsatzberechtigung für den 1. FC Köln vor. Während Köln-Geschäftsführer Alexander Wehrle laut übereinstimmenden Medienberichten nach China gereist ist, um dort mit den Klub-Verantwortlichen eine Lösung für den Transfer herbeizuführen, hat sich Modeste jetzt selbst via Instagram geäußert - und die Chinesen hart attackiert

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Modeste ist bei den Fans des 1. FC Köln längst Kult. Die Anhänger haben ihm einen eigenen Song gewidmet. „Wer heilt die Cholera und die Pest? Anthony Modeste!“ ©

Modeste klagt China-Klub via Instagram an

"Tianjin versucht zu verhindern, dass ich Fußball spielen kann. Sie stellen unverhältnismäßige Forderungen", klagt der Stürmer seinen Klub an. Modeste ist nach den Vertragsstreitigkeiten offiziell wieder China-Profi. Fußball spielen darf er bei Tianjin wegen des Rechtsstreits allerdings nicht. Problem für den Torjäger: Köln hat nur noch bis zum 31. Januar, dem letzten Tag des Winter-Transferfensters Zeit, mit den Chinesen über einen Transfer zu verhandeln - sonst muss Modeste in China bleiben: "Fußball ist mein Beruf und meine Leidenschaft. Weitere sechs Monate, ohne auf dem Feld zu stehen, sind für mich unvorstellbar."

Modeste kündigte seinen Vertrag in China im Sommer 2018, weil laut seiner Aussage Gehaltszahlungen über 30 Millionen Euro nicht getätigt wurden. Der Torjäger wirkt verzweifelt: "Ich habe meinen Vertrag aus klaren Gründen gekündigt. Zweimal habe ich Tianjin über die über die wesentlichen Verstöße gegen die vereinbarten Regeln unterrichtet, doch der Verein schwieg dazu. Nach einer Frist blieb mir nichts anderes übrig, als zu kündigen. Ich habe versucht, eine Lösung über eine Mediation zu finden, aber auch das war nicht möglich", schreibt Modeste.

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Nun droht Modeste dem China-Klub, dessen Präsident Anfang des Jahres verhaftet wurde: "Tianjin versucht mich zu blockieren. Wenn das bis zum 31. Januar so bleibt, werde ich vor den CAS ziehen und um mein Recht kämpfen. Ich war es, der alle Pflichten aus seinem Vertrag erfüllt hat. Wenn es soweit kommt, werde ich auch einige Details über Tianjin erzählen." Der Fall Modeste bleibt also spannend.