03. Oktober 2022 / 21:50 Uhr

Anthony Modeste "nicht der Erste": Wo Lothar Matthäus die Ursache für die Tor-Krise des BVB-Stürmers sieht

Anthony Modeste "nicht der Erste": Wo Lothar Matthäus die Ursache für die Tor-Krise des BVB-Stürmers sieht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus hat Erklärungsansätze für die Krise bei Anthony Modeste.
Lothar Matthäus hat Erklärungsansätze für die Krise bei Anthony Modeste. © 2022 Getty Images (Montage)
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Anthony Modeste muss nun schon seit sechs Spielen auf sein zweites Tor im Trikot von Borussia Dortmund warten. Laut Rekordnationalspieler Lothar Matthäus befindet sich der Franzose in einer "Spirale" – aus der er aber einfach wieder rauskommen könne.

Das Spiel gegen seinen Ex-Klub war für Anthony Modeste der Tiefpunkt. Mit Borussia Dortmund hätte der Stürmer mit einem Auswärtserfolg beim 1. FC Köln eigentlich die Tabellenführung übernehmen wollen – und dabei nach Möglichkeit auch gerne selbst getroffen. Doch statt eines Sieges setzte es eine 2:3-Niederlage, auf seinen zweiten Treffer im BVB-Trikot muss Modeste weiter warten. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus vermisst beim Franzosen aktuell die Lockerheit: "Bei Anthony Modeste habe ich den Eindruck, dass er sich jetzt natürlich sehr viele Gedanken macht und die Fröhlichkeit, Unbekümmertheit und damit auch Torgefahr abhanden gekommen sind", schreibt Matthäus in seiner Sky-Kolumne.

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Modeste sei "nicht der erste Spieler, der sich zu Höherem berufen fühlt, aber bei einem anderen Arbeitgeber, in einer neuen Stadt samt Umfeld nicht so funktioniert", so Matthäus. "In Köln war sowohl das System, als auch das Umfeld sehr auf ihn ausgerichtet und so konnte er leichter mit Leistung zurückzahlen. Alles ging Hand in Hand", erklärt der 61-Jährige mit Blick auf die 23 Pflichtspieltreffer, die Modeste noch in der vergangenen Saison erzielte.

Beim neuen Arbeitgeber habe der schwierige Start indes Spuren hinterlassen, glaubt Matthäus: "In Dortmund lief es von Anfang an nicht so gut für ihn. Stürmer fangen dann an mehr nachzudenken und so gerät man in eine Spirale, in der es nicht funktioniert", erläutert er.

Unter Umständen könne Modeste den Weg aus der Krise aber mit einer Top-Leistung im Klassiker gegen den FC Bayern am kommenden Samstag (18.30 Uhr, Sky) finden. "Manchmal reicht aber auch ein einziges Spiel, um die ganze Dynamik zu ändern", meint Matthäus. Allerdings ist für ihn noch nicht sicher, dass Modeste im Gipfeltreffen überhaupt von Beginn an mitwirken darf: "Ob ihm nun Terzic ausgerechnet gegen den FC Bayern wieder das Vertrauen gibt, wird sich der Trainer nach den Trainingseindrücken der kompletten Woche überlegen", so Matthäus. "Zusammen mit seinem Trainerteam und dem Bauchgefühl wird Edin eine Entscheidung treffen. Für Modeste oder eventuell für den technisch und spielerisch stärkeren Moukoko."

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