27. August 2022 / 18:58 Uhr

Jubel mit Terzic, Gruß an Baumgart: Warum der Köln-Trainer bei Modestes erstem BVB-Tor half

Jubel mit Terzic, Gruß an Baumgart: Warum der Köln-Trainer bei Modestes erstem BVB-Tor half

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Stürmer Anthony Modeste dankte mit Köln-Trainer Steffen Baumgart (kleines Bild) und Dortmund-Coach Edin Terzic gleich zwei Trainern nach seinem ersten Tor.
BVB-Stürmer Anthony Modeste dankte mit Köln-Trainer Steffen Baumgart (kleines Bild) und Dortmund-Coach Edin Terzic gleich zwei Trainern nach seinem ersten Tor. © Getty Images/IMAGO/Matthias Koch (Montage)
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Anthony Modeste hat sich beim 1:0 bei Hertha BSC selbst erlöst. Nach dem holprigen Start bei Borussia Dortmund köpfte der Stürmer den BVB zum Sieg. Danach sprach er über seinen neuen Trainer Edin Terzic und seinen Ex-Coach Steffen Baumgart.

Nach dem Tor war vor dem Sprint. Anthony Modeste hatte nach seinem ersten Treffer für Borussia Dortmund nur ein Ziel im Blick: Trainer Edin Terzic. So rannte der als Ersatz für den an einem Hodentumor erkrankten Sebastien Haller verpflichtete Stürmer in Richtung Bank, eine Mischung aus Endorphinen und Adrenalin schien zusätzliche Kräfte für den Spurt zu mobilisieren. Am Ende des Laufs hatte Terzic mittelschwere Probleme die rund 84 auf ihn zustürmenden Kilogramm aufzufangen. Was Coach und Torjäger zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Modestes 1:0 war im Spiel bei Hertha BSC gleichbedeutend mit dem Endstand und damit besonders wertvoll.

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"Der Trainer hat gemerkt, dass ich zuletzt viel auf den Deckel gekriegt habe", erklärte Modeste bei Sky seinen Jubel-Sprint: "Er hat mich immer unterstützt. Ich wollte mich einfach bedanken. Er hat mir gesagt, dass ich dranbleiben muss." Nachdem Modeste in seinen ersten beiden Spielen für den BVB noch ohne Tor geblieben war, hatten sich bereits erste kritische Stimmen zu Wort gemeldet. Auch sein Abschied vom 1. FC Köln, den er für den Wechsel zum BVB hinter sich ließ, war nicht komplett geräuschlos geblieben. "Der Transfer von Köln nach Dortmund war nicht so einfach für mich. Man weiß, was Köln für mich bedeutet. Aber am Ende muss man eine Entscheidung treffen. Das habe ich gemacht."

Auch FC-Trainer Steffen Baumgart hatte den torlosen Start des 34-Jährigen in Dortmund kommentiert und gemeint: "Das, was Tony im letzten Jahr ausgezeichnet hat, war die Mannschaft in seinem Hintergrund. Wir sehen es ja gerade, wenn eine Mannschaft eben nicht so agiert, dann schießt du vielleicht auch nicht so viele Tore wie vorher. So deutlich muss man es sagen.“ Mancherorts war dies als Spitze gegen Modeste aufgefasst worden. Der Stürmer selbst leitete offenbar eher eine Hilfestellung ab.

"Viele Spieler haben gelesen, was mein Ex-Trainer gesagt hat: Wenn die Mannschaft nicht für einen Stürmer spielt, wird es schwierig. Heute haben sie mir mehr Futter gegeben. Wenn der Stürmer Bälle bekommt, ist es einfach", meinte Modeste, der mit seinem Siegtor auch dafür sorgte, dass die spektakuläre 2:3-Heimniederlage gegen Aufsteiger Werder Bremen in der Vorwoche abgehakt werden kann und den BVB nun keine neuerliche Mentalitätsdebatte begleiten wird. "Ich bin froh, dass wir eine bessere Leistung als letzte Woche gezeigt haben", meinte der Stürmer.

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