21. September 2019 / 12:26 Uhr

Inter-Mailand-Trainer Antonio Conte über Rassismus in der Serie A: "Es wird schlimmer und schlimmer"

Inter-Mailand-Trainer Antonio Conte über Rassismus in der Serie A: "Es wird schlimmer und schlimmer"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Antonio Conte sorgt sich um den italienischen Fußball.
Antonio Conte sorgt sich um den italienischen Fußball. © imago images / Sportimage
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Nach zwei Jahren in der englischen Premier League ist Antonio Conte in die Serie A zurückgekehrt. In dieser Zeit hat sich die Situation im italienischen Fußball nach Einschätzung des Inter-Coaches deutlich verschlechtert. Der 50-Jährige sieht in Italien ein großes Rassismus-Problem.

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Er ist ein Kind der italienischen Serie A, lief als Spieler für US Lecce und Juventus Turin auf. Als Trainer arbeitete Antonio Conte unter anderem für den AS Bari, Atalanta Bergamo, AC Siena und Juve. Nach seiner Zeit als italienischer Nationaltrainer (2014 bis 2016) zog es ihn erstmals ins Ausland zum FC Chelsea in die Premier League, ehe es ihn zur Saison 2019/20 in seine Heimat zurückzog.

In dieser dreijährigen Italien-Abstinenz hat sich aus Sicht des heutigen Trainers von Inter Mailand vieles verändert - allerdings nicht zum Besseren. Im Gegenteil: Wie Sport1 berichtet, hat der 50-Jährige während einer Pressekonferenz am Freitag Alarm geschlagen und das Rassismus-Problem in der Serie A deutlich angesprochen.

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Conte sieht immer mehr "Hass und Ablehnung" in der Serie A

"Ich bin nach drei Jahren zurückgekommen und alles ist schlimmer geworden", erklärte der Inter-Coach, der mit seinem neuen Klub einen Traumstart erwischte. Mit drei Siegen aus drei Spielen gehen die Nerazzurri als Tabellenführer in das Mailand-Derby am Samstagabend (Anpfiff: 20.45 Uhr).

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Auch wenn für Conte und seine Mannen sportlich gesehen alles nach Plan läuft, ist er alles andere als wunschlos glücklich. Der zunehmende Rassismus im italienischen Fußball bereitet dem Coach große Sorgen. Seit seiner Rückkehr ist ihm nicht entgangen, dass in der Serie A "sehr viel Hass und Ablehnung" vorherrscht. "Diese Dinge existieren in Italien und es wird nur schlimmer und schlimmer", so der Eindruck des Inter-Trainers.

Romelu Lukaku zweimal von rassistischen Anfeindungen betroffen

Als Belege für diese Einschätzung dienen die jüngsten Vorfälle, die den italienischen Profifußball in den vergangenen Wochen überschattet haben. Zum einen fiel mit Romelu Lukaku einer seiner eigenen Spieler gleich zweimal rassistischen Anfeindungen zum Opfer. Nachdem Cagliari-Fans den Belgier während einer Partie mit Affenlauten bedacht hatten, leistete sich auch noch ein italienischer TV-Experte einen verbalen, fremdenfeindlichen Aussetzer.

Auch die italienische Presse nahm Conte in seinem Statement in die Pflicht: "Es gibt Artikel, die einen Mangel an Respekt fördern. Wir werden unser Gewissen alle einer Prüfung unterziehen müssen."

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