30. Dezember 2020 / 12:35 Uhr

DFB-Star Rüdiger blickt kritisch auf Länderspieljahr: "Problem der kompletten Mannschaft"

DFB-Star Rüdiger blickt kritisch auf Länderspieljahr: "Problem der kompletten Mannschaft"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Antonio Rüdiger zieht ein kritisches Fazit zum Länderspieljahr der deutschen Nationalmannschaft.
Antonio Rüdiger zieht ein kritisches Fazit zum Länderspieljahr der deutschen Nationalmannschaft. © imago images/Christian Schroedter
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Das Jahr 2020 lief für die deutsche Nationalmannschaft alles andere als rund. Chelsea-Profi und DFB-Verteidiger Antonio Rüdiger hat die Leistungen des Teams nun deutlich kritisiert. Dabei nimmt er nicht nur die Verteidigung in die Pflicht.

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Aus der Sicht von Antonio Rüdiger muss sich das deutsche Nationalteam bis zur Europameisterschaft im kommenden Jahr in allen Mannschaftsteilen verbessern. "Wir haben in der Nations League 13 Gegentore kassiert. Das ist zu viel. Und natürlich geht diese Kritik dann in erster Linie an die Verteidiger", sagte der Verteidiger des FC Chelsea im Interview bei t-online.de. Rüdiger fügte an: "Aber wenn man sich mal genauer anschaut, wie einfach die Gegner immer wieder durchbrechen konnten, speziell beim 0:6 gegen Spanien, dann wird klar, dass das nicht nur ein Problem der Verteidigung ist, sondern der kompletten Mannschaft."

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Vor allem das Debakel in der Nations League gegen die Spanier hatte die Diskussionen um Bundestrainer Joachim Löw verstärkt. Letztlich entschied sich die Verbandsspitze um Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Weltmeister-Coach bis zur EM 2021. Nach dem Turnier wird erneut Bilanz gezogen – der Vertrag von Löw läuft aber ohnehin noch bis nach der WM 2022.

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Matthäus rechnet mit DFB-Team ab

Jüngst hatte vor allem Lothar Matthäus heftige Kritik am DFB-Team und dem Bundestrainer geäußert. "Wenn die EM nicht so verläuft, wie wir es uns wünschen und wie wir es angesichts der Spieler auch erwarten können, dann müsste nicht nur Löw den Koffer packen, sondern alle, die entschieden haben, dass er bleiben soll", betonte Deutschlands Rekordnationalspieler in einem Interview der Süddeutschen Zeitung. Zuvor hatte Matthäus in seiner Sky-Kolumne geschrieben, dass "nur ein Radikalschnitt" beim DFB helfe. Er bemängelte, dass "eine Handschrift des Trainers seit längerer Zeit nicht erkennbar" sei.