13. Dezember 2019 / 17:49 Uhr

Nach Comebacks von Antonio Rüdiger und Thilo Kehrer: Hoffnung für Joachim Löw im DFB-Lazarett

Nach Comebacks von Antonio Rüdiger und Thilo Kehrer: Hoffnung für Joachim Löw im DFB-Lazarett

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Chelsea-Profi Antonio Rüdiger (links) und PSG-Verteidiger Thilo Kehrer (rechts) könnten Jogi Löw (kl. Bild) bei der EM 2020 wieder fit zur Verfügung stehen.
Chelsea-Profi Antonio Rüdiger (links) und PSG-Verteidiger Thilo Kehrer (rechts) könnten Jogi Löw (kl. Bild) bei der EM 2020 wieder fit zur Verfügung stehen. © imago images/Sportimage/VI Images/Getty
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Die Verletztenliste bei der deutschen Nationalmannschaft wird kürzer. Jüngst feierten Antonio Rüdiger beim FC Chelsea und Thilo Kehrer bei PSG ihre Comebacks. Bundestrainer Joachim Löw darf mit Blick auf die EM 2020 also auf einige Rückkehrer hoffen.

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Nach dreimonatiger Verletzungspause hat Antonio Rüdiger am Dienstag sein Comeback gegeben. Der Nationalspieler lief im Champions-League-Duell des FC Chelsea gegen den OSC Lille (2:1) erstmals wieder für seinen Klub auf. Die Fans feierten ihn mit lautstarken "Rudi, Rudi"-Rufen. Auch sein Trainer Frank Lampard fand lobende Worte für den 26-Jährigen: "Wir haben große Spieler wie ihn vermisst. Gut, dass er wieder fit ist."

Die DFB-Kandidaten für die EM 2021 im Chancen-Check

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Für die Europameisterschaft 2020, die 2021 nachgespielt werden soll, muss Bundestrainer Joachim Löw noch die ideale Kader-Besetzung aus vielen Kandidaten finden. Der SPORTBUZZER bewertet die Chancen der einzelnen Spieler wie Antonio Rüdiger (von links), Jonas Hofmann und Marco Reus. ©

Ebenso wie Verteidiger-Kollege Rüdiger hat auch Thilo Kehrer nach langer Pause wieder eine Partie für Paris Saint-Germain bestritten. Der 23-Jährige kehrte am Mittwoch beim 5:0 von PSG gegen Galatasaray Istanbul auf den Platz zurück, wurde in der 75. Minute von Trainer Thomas Tuchel eingewechselt. Die Leidenszeit von Kehrer ohne Einsatz dauerte 122 Tage.

Rüdiger und Kehrer zurück: Gutes Zeichen für Löw

Die beiden Comebacks sind nicht nur ein gutes Zeichen für die Vereine der Profis - sondern auch für Bundestrainer Joachim Löw. Die deutsche Nationalmannschaft hatte zuletzt vor allem in der Defensive erhebliche Ausfälle zu beklagen. Der Kreuzbandriss von Abwehrchef Niklas Süle bereitet Löw große Sorgen, eine pünktliche Rückkehr des Bayern-Profis zur Vorbereitung auf die Europameisterschaft 2020 ist zumindest fraglich. Dort warten in der Gruppenphase mit Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal direkt zwei echte Hammer-Gegner.

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In der Abwehr vertraute der Bundestrainer in den letzten Länderspielen des Jahres auf mehrere Alternativen. Als Debütant berief Löw den Freiburger Robin Koch in die defensive Dreierkette, auch der eigentliche Mittelfeldspieler Emre Can von Juventus Turin half in dieser Position aus. Mit Rüdiger ist nun einer der potenziellen Stammkräfte wieder fit. Sollte er bis zur EM im kommenden Sommer komplett genesen sein und verletzungsfrei bleiben, ist er fest eingeplant.

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Auch in der Offensive kann Löw allmählich etwas durchatmen. Zwar ist der Ausfall von Leroy Sané, der wie Süle noch einen Kreuzbandriss auskurieren muss, bitter für das DFB-Team. Immerhin gibt Manchester City positive Zeichen aus, eine Rückkehr im Frühjahr ist wahrscheinlich. Seit Anfang November steht außerdem Kehrer-Teamkollege Julian Draxler bei PSG wieder regelmäßig auf dem Platz. In den vergangenen fünf Partien kam er vier Mal für den französischen Meister zum Einsatz, steuerte für das Tuchel-Team seitdem auch zwei Vorlagen bei. Zuvor hatte der ehemalige Schalker seit August wegen einer Fußverletzung gefehlt.