24. August 2017 / 18:36 Uhr

AOK-Landespokal: Dem BSC 07 gelingt gegen Energie ein Tor des Monats

AOK-Landespokal: Dem BSC 07 gelingt gegen Energie ein Tor des Monats

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niklas Gebauer feierte mit dem BSC Blankenfelde-Mahlow einen 1:0-Heimsieg.
Niklas Gebauer traf mit dem BSC 07 auf Energie Cottbus. © Lars Sittig
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AOK-Landespokal: Preußen unterliegen dem FC Energie Cottbus mit 2:7 - schießen aber einen ganz besonderen Treffer.

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Am Ende, als sich das Stadion längst wieder geleert hatte, als die Menschenmassen auf dem Heimweg waren, zog Mirko Schult Bilanz. „Ich denke es war ein gelungener Abend. Als Trainer kann man mit einem 2:7 natürlich nicht zufrieden sein, die Mannschaft hat sich aber gut verkauft“, resümierte der Coach des Fußball-Landesligisten BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow. In einem Nachholspiel der 1. Runde im Brandenburger Landespokal hatte sich zuvor Energie Cottbus beim BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow mit 7:2 (5:1) durchgesetzt, damit hatte der Favorit das Duell David gegen Goliath für sich entschieden.

Trotzdem eine Win-win-Situation: Das Pokalspiel verfolgten 999 zahlende Zuschauer und sorgten für einen würdigen Rahmen des sportlichen Saison-Highlights der Preußen. Schult hatte die Partie gegen den Ex-Bundesligisten vorher sogar als bisher größtes Spiel der Vereinsgeschichte eingestuft. Trotz eines großen Polizeiaufgebotes auf dem Weg zwischen dem benachbarten S-Bahnhof Mahlow und dem Sportplatz Beethovenstraße blieb die Begegnung ein Familienfest.

FC Energie führt im Landespokalspiel bim BSC Preußen schnell mit 2:0

Dafür sorgte auch der Stadionsprecher, der das Spiel mit launigen Sprüchen begleitete und beim Cottbusser Anhang immer wieder für ein Schmunzeln sorgte. „Ein absolut fairer Stadionsprecher“, sagte dann auch ein Energie-Fan.

Wie angekündigt versteckten sich die Gastgeber aus der Landesliga Süd gegen den Tabellenführer der Regionalligist Nordost nicht, sondern versuchten Fußball zu spielen. Zwar führte Cottbus schnell mit 2:0, für das erste Knallbonbon sorgten aber die Platzherren. Der Cottbusser Keeper agierte häufig weit vor seinem Kasten. Das sah auch Blankenfeldes Angreifer Marius Bieda bei einem Konter. Knapp fünf Meter hinter der Mittellinie nahm er Maß und versenkte den Ball hinter Avdo Spahic, der vergeblich versuchte die Fäuste noch an den Ball zubringen. Ein Tor mit Potential für das Tor des Monats der ARD-Sportschau – und das will der Club auch eventuell abrufen: Ein Video-Mitschnitt mit dem Treffer soll vielleicht an den TV-Sender geschickt werden.

Der Treffer gab dem BSC Auftrieb, der eine knappe Viertelstunde ohne Gegentor blieb. Erst ein verlorenes Dribbling eines Verteidigers am eigenen Strafraum ermöglichte Cottbus das 3:1. Bis zur Pause zog der Favorit auf 5:1 davon. Nach dem Wiederanpfiff hielt der BSC die zweite Halbzeit nicht nur lange offen, sondern traf sogar zuerst. Dustin Kögler erzielte in der 72. Minute vom Strafstoßpunkt das 2:5 aus Sicht der Gastgeber. Das Ensemble aus Cottbus aber traf noch zum 7:2-Endstand. Der Sieg von Energie war natürlich hochverdient, doch der BSC hat seinen Teil zu einem schönen Fußballabend beigetragen.

Jetzt kommt der FSV Dynamo Eisenhüttenstadt zum BSC 07

Jetzt beginnt wieder der Alltag in der Landesliga Süd, der FSV Eisenhüttenstadt ist am Sonnabend zu Gast. „Leider hat sich unserer personelle Situation nicht verbessert“, sagt Schult, „weiterhin sind viele Spieler im Urlaub. Wir haben die jüngste Mannschaft der Liga und viele Schüler und Studenten im Kader. Die haben jetzt Ferien und verreisen, oft noch mit den Eltern. Das ist nicht zu ändern.“ Um so mehr, so der Trainer, seien die Spieler gefragt, die jetzt ihre Chance bekommen. „Das wird keine leichte Aufgabe, auch weil wir jetzt das Spiel machen müssen. Da haben wir uns in der vergangenen Saison oft schwer getan.“