24. März 2018 / 21:04 Uhr

AOK-Landespokal: Manuel Hoffmann sichert Babelsberg 03 den Finaleinzug (mit Galerie)

AOK-Landespokal: Manuel Hoffmann sichert Babelsberg 03 den Finaleinzug (mit Galerie)

Marius Böttcher und Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Manuel Hoffmann zeigte sich nach seiner Einwechslung als belebendes Element im Spiel des SV Babelsberg 03.
Manuel Hoffmann zeigte sich nach seiner Einwechslung als belebendes Element im Spiel des SV Babelsberg 03. © Dirk Becker
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AOK-Landespokal: Team von Trainer Almedin Civa wird seiner Favoritenrolle beim MSV Neuruppin gerecht.

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Pflichtaufgabe erfüllt, Finalticket gelöst: Die Regionalliga-Fußballer des SV  Babelsberg 03 sind ihrer Favoritenrolle im Halbfinale des AOK-Landespokals beim zwei Klassen tiefer spielenden Brandenburgligisten MSV Neuruppin am Samstag gerecht geworden und haben sich mit 2:0 (0:0) durchgesetzt. Spieler des Tages vor 1200 Zuschauern im Volksparkstadion war dabei Manuel Hoffmann.

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In Bildern: Babelsberg 03 setzt sich im Landespokal-Halbfinale beim MSV Neuruppin mit 2:0 durch.


Die gastgebenden MSV-Kicker begutachteten schon weit vor dem Anpfiff das Grün. Zur Galerie
Die gastgebenden MSV-Kicker begutachteten schon weit vor dem Anpfiff das Grün. © Frank Neßler

Der wurde von SVB-Trainer Almedin Civa zum Anpfiff der zweiten Halbzeit eingewechselt und brachte seine Mannschaft auf die Siegerstraße. „Wir wissen um seine Stärken und ich bin froh, dass ich ihn nach der ersten Halbzeit bringen konnte und er das Spiel mitentschieden hat“, lobte Civa den Linksfuß, der in der zweiten Saison am Babelsberger Park spielt und früher im Nachwuchs von Dynamo Dresden kickte. Zunächst bereitete der 24-Jährige per Freistoßflanke das 1:0 von Innenverteidiger Mike Egsleder vor (47.) und traf nach 62 Minuten mit einem platzierten Linksschuss zum 2:0-Endstand.

„Natürlich war ich enttäuscht, dass ich nicht von Beginn an spielen durfte“, gab der Matchwinner zu. „Aber wichtig ist, dass ich der Mannschaft nach meiner Einwechslung helfen konnte und wir im Finale stehen. Hier geht es nicht um persönliche Befindlichkeiten“, so Hoffmann, der bereits im Viertelfinale das entscheidende 1:0 gegen den Oberligisten Optik Rathenow erzielte. „Jetzt hoffen wir, dass das Endspiel gegen Energie Cottbus bei uns im Stadion stattfindet und freuen uns auf ein geiles Spiel vor einer großen Kulisse“, blickte der feine Techniker mit der Rückennummer zehn, der nach seiner Einwechslung fast an jeder gefährlichen Aktion der Babelsberger beteiligt war, bereits auf das am 21. Mai anstehende Endspiel gegen den Regionalliga-Spitzenreiter aus der Lausitz voraus.

In Bildern: Von Hermann Andreev bis Predrag Uzelac: Die Trainer des SV Babelsberg 03 seit 2003.

Von Hermann Andreev bis Marco Vorbeck: Die Trainer des SV Babelsberg 03 seit 2003. Zur Galerie
Von Hermann Andreev bis Marco Vorbeck: Die Trainer des SV Babelsberg 03 seit 2003. © Jan Kuppert

Zuvor hatten er und seine Teamkollegegen gegen den gastgebenden MSV aber ein hartes Stück zu erledigen. „Wir haben in den ersten 20 Minuten sehr gut angefangen, uns das Leben danach aber selbst schwer gemacht“, befand SVB-Coach Civa nach der Partie. So hatte seine Elf zwar deutlich mehr Ballbesitz, konnte sich aber zunächst kaum klare Torchancen erspielen. So war es der aus einer kompakten Defensive agierende Gastgeber, der nach 35 Minuten durch Jacob Krüger im Anschluss an eine Ecke die bis dato beste Chance des Spiels hatte. Der Innenverteidiger konnte das Leder im Anschluss an eine Ecke aus Nahdistanz aber nicht über die Linie drücken. Auf der anderen Seite scheiterte Tino Schmidt am starken MSV-Schlussmann Johannes Wilke (45.).

In Durchgang zwei verpassten es die Filmstädter nach dem 2:0 bei weiteren guten Chancen die endgültige Entscheidung zu erzwingen. So glaubte die couragiert auftretende MSV-Elf bis zum Schluss an ihre Chance, vergab durch Marcel Weckwerth (75.) und Lukas Japs (86.) aber auch beste Möglichkeiten zum Anschluss. „Wir hätten mit unseren wenigen Möglichkeiten konsequenter umgehen müssen“, sagte MSV-Coach Henry Bloch. „Es sind viele Kleinigkeiten, die den Unterschied gemacht haben. Trotzdem Hut ab vor meinem Team.“ Sein Trainerkollege sprach den Fontanestädtern ebenfalls ein „Riesenkompliment“ aus.

Zu unschönen Szenen kam es wenige Minuten nach dem Abpfiff. Als einige wenige Fans des Gastgebers den Innenraum betraten und die Anhänger der Babelsberger provozierten. Polizei und Ordnungsdienst griffen aber schnell ein und verhinderten ein gewaltsames Aufeinandertreffen.

Mehr zum Landespokal-Halbfinale

MSV Neuruppin: Wilke – Schultka, Blumenthal, Krüger, Vladimirov – Logins, A. Riehl (61. Müller) – Dombrowski (73. Kniestedt), Lemke, Japs – Weckwerth.

SV Babelsberg 03: Gladrow – Okada (46. Hoffmann), Egsleder, Akdari (73. Wilton), Knechtel – Reimann, Saalbach – Schmidt, Abderrahmane, El-Jindaoui (68. Salla) – Beyazit.