01. Oktober 2021 / 21:25 Uhr

Irres Carlson-Eigentor schockt Aue gegen HSV: Profis nach Drama-Ende "frustriert"

Irres Carlson-Eigentor schockt Aue gegen HSV: Profis nach Drama-Ende "frustriert"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Eigentor von Dirk Carlson in der Schlussminute verhinderte den ersten Saisonsieg für Erzgebirge Aue.
Das Eigentor von Dirk Carlson in der Schlussminute verhinderte den ersten Saisonsieg für Erzgebirge Aue. © IMAGO/Kruczynski (Montage)
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Ein dramatisches Ende brachte Erzgebirge Aue um den ersten Sieg in der laufenden Zweitliga-Saison. Durch ein kurioses Eigentor von Dirk Carlson in der Nachspielzeit reichte es gegen den Hamburger SV am Freitag trotz langer Führung nur zu einem Remis. Bei den Aue-Profis überwog nach Abpfiff die Enttäuschung.

Gefehlt hat gegen den Hamburger SV nicht viel zum ersten Saisonsieg für Erzgebirge Aue. Bis kurz vor Schluss führte das vorherige Zweitliga-Schlusslicht durch ein Billiard-Tor von Antonio Jonjic in der 23. Minute gegen den klaren Favoriten mit 1:0. Dann folgte eine kuriose, wie bittere Szene für die Hausherren, die ihre Führung zuvor leidenschaftlich verteidigt hatten. Ein Heber von HSV-Offensivspieler Thomas Doyle prallte von der Latte zurück ins Feld in Richtung Aue-Verteidiger Dirk Carlson. Statt zu klären, köpfte der 23-Jährige den Ball ungeschickt ins eigene Netz – zum 1:1-Endstand in der 94. Minute.

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Aus ihrer Enttäuschung machten die Aue-Profis nach dem dramatischen Finale keinen Hehl. "Ich weiß nicht, ob ich schon mal bitterer um einen Sieg gebracht worden bin", erklärte ein bedienter Sören Gonther im Anschluss am Sky-Mikrofon. Der Verteidiger nahm den Pechvogel im gleichen Atemzug jedoch in Schutz. "Dirk hat ein Riesen-Spiel gemacht. Wir haben das nicht verdient, aber danach fragt keiner mehr", so Gonther weiter und zeigte sich überzeugt: "Hier darf es heute nur einen Sieger geben."

Keeper Martin Männel richtete indes den Fokus auf die Dinge, die gegen den Aufstiegsanwärter aus Hamburg gut liefen. Denn bedingt durch den Platzverweis für Soufiane Messeguem nach einem überharten Tritt gegen HSV-Akteur Sonny Kittel (69.) musste Aue fast eine halbe Stunde in Unterzahl agieren – und hielt dem Druck der anlaufenden Hamburger bis zur Nachspielzeit Stand. "Im ersten Moment ist man frustriert. Aber wenn man sich den Rest des Spiels in Ruhe anschaut, gibt es viel Grund für Optimismus in den nächsten Wochen", erklärte Männel.

Sportlich bleibt die Lage für Aue jedoch weiter prekär. Weil es auch im zweiten Spiel unter Interimstrainer Marc Hensel, der das Amt des vor zwei Wochen gechassten Aleksey Shpilevski übernommen hatte, nicht mit dem ersten Sieg klappte, stehen die Veilchen weiter als einziges Team in der Zweitklassigkeit ohne Dreier da. Immerhin sorgte der Punktgewinn vorübergehend für den Sprung auf Rang 17. Das neue Schlusslicht FC Ingolstadt kann jedoch am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen Schalke 04 wieder vorbeiziehen.