23. Oktober 2019 / 09:17 Uhr

Bielefelder Sturm zieht bei Dynamo Dresden auf

Bielefelder Sturm zieht bei Dynamo Dresden auf

DNN
Dresdner Neueste Nachrichten
Andreas Voglsammer (l.) und sein Sturmpartner Fabian Klos feierten in diesem Jahr gemeinsam schon viele Tore.
Andreas Voglsammer (l.) und sein Sturmpartner Fabian Klos feierten in diesem Jahr gemeinsam schon viele Tore. © dpa
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Fabian Klos und Andreas Voglsammer, das beste Angriffsduo der 2. Bundesliga, werden am Sonnabend (13 Uhr) auf die anfällige Dynamo-Defensive treffen.

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Dresden. Das sind schon beeindruckende Kennzahlen, die Fabian Klos und Andreas Voglsammer aufweisen. Arminia Bielefelds Sturmduo hat dafür gesorgt, dass die Ostwestfalen derzeit als Tabellendritter der 2. Bundesliga ein heißer Kandidat für den Aufstieg ins Fußball-Oberhaus sind. In den bisherigen zehn Spielen haben beide Angreifer zusammen zwölf Tore erzielt. Damit sind sie aktuell das erfolgreichste Offensivtandem der Liga. Statistisch gesehen netzt also einer von beiden in jeder Partie ein. Diese Erfahrung machte am Montagabend auch Spitzenreiter Hamburger SV, der in der Schüco-Arena nicht über ein 1:1 hinauskam, nachdem Kapitän Klos die HSV-Führung ausgeglichen hatte.

Wenn die Arminia am Sonnabend (13 Uhr) bei Dynamo Dresden gastiert, bekommen es die Schwarz-Gelben also nicht nur mit ihrem Ex-Trainer Uwe Neuhaus zu tun, sondern auch mit einer Torfabrik. Und ziemlich genau mit dem Gegenteil der eigenen Ausbeute: Beträgt das Torverhältnis der SGD derzeit 12:20, können die Gastgeber auf 21:12 Treffer verweisen. Nur Tabellenführer HSV traf öfter (22). Die defensiv anfälligen Dynamos müssen also Klos und Voglsammer in den Griff bekommen, wollen sie nach drei Niederlagen in Serie endlich wieder mal punkten.

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Bitter: Die SG Dynamo Dresden verlor ihr Heimspiel gegen Arminia BIelefeld trotz 3:1-Halbzeitführung noch mit 3:4. ©
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Klos spielt wieder eine Top-Rolle – auch als Leader“, sagte der einstige Arminia-Sportdirektor Thomas von Heesen, der Bielefeld zusammen mit Trainer Uwe Rapolder 2004 in die Bundesliga führte, der „Sport Bild“. Seit 2011 kickt der 31-jährige Fabian Klos bei den Bielefeldern. Der dienstälteste Spieler im Kader schrieb seither die Klubrekorde neu. Mit 169 Zweitliga-Einsätzen steht er an der Spitze der vereinsinternen Rangliste und mit 65 Toren im Unterhaus längst klar vor Ikonen wie Bruno Labbadia (39) und „König“ Artur Wichniarek (37).

Und: Mit Voglsammer bildete Klos vergangene Saison das erfolgreichste Zweitliga-Sturmduo der Arminia seit 18 Jahren. Sie übertrafen mit insgesamt 30 Treffern Labbadia und Wichniarek (29 Tore 2000/01) und mussten sich nur dem Kölner Aufstiegssturm aus Simon Terrodde und Jhon Cordoba geschlagen geben.

Klos und Voglsammer hängen Havertz, Reus, Werner ab

Mehr noch: Legt man das Kalenderjahr 2019 zugrunde, spielen zwei der besten vier deutschen Stürmer, die weltweit in einer der drei höchsten Ligen eines Landes aktiv sind, bei Arminia Bielefeld – eben Klos und Voglsammer. Nationalelfgrößen wie Kay Havertz, Marco Reus und Timo Werner rangieren zwar auch in den Top-10, aber hinter ihnen.

„Wahrscheinlich ist Fabian einer der besten Zweitliga-Stürmer aller Zeiten“, sagte Voglsammer über seinen Partner. Der klassische Mittelstürmer Klos ist bei Uwe Neuhaus gesetzt, dessen Vorgänger Jeff Saibene hatte Klos häufiger auf die Bank verbannt. Das hatte seine Gründe, weil sich Klos sehr auf seinen Torriecher und Körperwucht verließ. Das änderte sich unter Neuhaus, unter dem Fabian Klos viel mehr für seine Fitness arbeitet.

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Dies jedoch gehört für Andreas Voglsammer zum täglich Brot. Der 27-Jährige, der bei der Arminia auf der linken Angriffsseite spielt, gilt als Fitness-Guru, geht jeden Tag ins Studio. „Ich brauche das, sonst fehlt mir was“, sagte er. Abgesprochen sei alles mit der medizinischen Abteilung. Und Voglsammer sagt, dass der Abschluss von Klos „in der Box unfassbar“ sei.

Ob die Dynamo-Abwehr den 194 Zentimeter langen Sturmtank zu fassen kriegt, muss sich zeigen. Ans letzte Aufeinandertreffen – zum Pflichtspielauftakt dieses Jahres am 30. Januar 2019 ebenfalls im Rudolf-Harbig-Stadion – haben die Dresdner jedenfalls keine guten Erinnerungen. Nach 2:0-Führung verloren sie 3:4, vergeigten den Start nach der Winterpause.

Klos glich damals per Strafstoß zum 3:3 aus, bereitete zwei weitere Tore vor. Und er wurde von Marco Hartmann per Notbremse gefoult – das bedeutete die Rote Karte für den SGD-Kapitän und mit dem späteren Siegtor nahm das Unheil seinen Lauf. Auch für Maik Walpurgis, der nach drei weiteren Pflichtspielniederlagen keine vier Wochen später seinen Job als Dynamo-Trainer los war. Cristian Fiel übernahm – und steht nun gegen Bielefeld vor einer harten Bewährungsprobe.

Stefan Schramm/Ulf Zimmermann

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