14. August 2022 / 11:54 Uhr

Blitz-Entlassung in Bielefeld? Arminia-Boss verweigert Trainer Uli Forte Job-Garantie

Blitz-Entlassung in Bielefeld? Arminia-Boss verweigert Trainer Uli Forte Job-Garantie

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Uli Forte steht bei Arminia Bielefeld bereits mit dem Rücken zur Wand.
Trainer Uli Forte steht bei Arminia Bielefeld bereits mit dem Rücken zur Wand. © IMAGO/foto2press
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Der katastrophale Saisonstart von Arminia Bielefeld könnte Trainer Uli Forte nach nur rund zwei Monaten im Amt den Job kosten. Der Bundesliga-Absteiger verweigerte dem Coach am Sonntag eine Job-Garantie. Auch Forte scheint zu ahnen, dass er bereits mit dem Rücken zur Wand steht.

Rund zwei Monate nach Beginn seines Engagements bei Arminia Bielefeld muss Uli Forte schon um seinen Job bangen. "Wir analysieren das in Ruhe", sagte Geschäftsführer Samir Arabi am Sonntagmorgen. Tags zuvor hatte der Bundesliga-Absteiger gegen den Hamburger SV mit 0:2 verloren und ist nach vier Spielen ohne einen einzigen Punkt Tabellenvorletzter der 2. Liga. "Wir sind uns alle der Situation bewusst, und niemand ist damit zufrieden", befand Arabi.

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Eine Job-Garantie wollte Arminias Geschäftsführer dem 48 Jahre alten Italiener nicht geben. "Bekenntnisse bringen nichts, bevor man die Situation nicht seriös analysiert hat", sagte Arabi. Es sei immer schlecht, aus der Emotionalität eine Entscheidung zu treffen. Bemängelt werden vor allem die immer gleichen Abläufe in den Spielen: Erste Halbzeit schlecht, zweite etwas besser - am Ende aber zu wenig. "Ich würde die Situation noch nicht dramatisch nennen, aber gefährlich", sagte Arminias Rekordtorjäger Fabian Klos.

Trainer Forte, der bislang als Coach nur in der Schweiz gearbeitet hat, weiß, dass er seinen Job verlieren könnte. "Wenn es so weitergeht, ist es die logische Konsequenz", meinte der Coach nach der Partie am Samstag. "Ich muss ehrlich zugeben, dass ich dachte, dass wir diese Negativspirale schneller stoppen können. Sie dreht sich sonst immer schneller und intensiver, da bin ich als Trainer nicht ausgenommen, dafür kenne ich das Geschäft leider zu gut. Die Spirale müssen wir jetzt definitiv zum Stoppen bringen, sonst weiß man was passiert im Fußball", sagte Forte.

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Bezeichnend auch, dass der HSV durch einen kapitalen Fehler von Abwehrspieler Oliver Hüsing vor 26.875 Zuschauern durch Ransford-Yeboah Königsdörffer (28. Minute) zum Führungstreffer kam. Laszlo Benes (74.) machte den Sieg für die Hanseaten perfekt. "Ich kann mir das auch nicht erklären. Wir müssen immer erst eine Ohrfeige kassieren, bevor wir die Initiative ergreifen", sagte Forte. Ob er am nächsten Sonntag im Spiel beim 1. FC Heidenheim noch auf der Bank sitzt, ist derzeit fraglich.