31. Mai 2021 / 13:44 Uhr

Kein Losglück: Arminia Hannover und die Krähen dürfen nicht im DFB-Pokal ran

Kein Losglück: Arminia Hannover und die Krähen dürfen nicht im DFB-Pokal ran

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der NFV entscheidet per Losverfahren, welche Amateurvereine in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals einziehen.
Der NFV entscheidet per Losverfahren, welche Amateurvereine in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals einziehen. © imago images/motivio
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Arminia Hannover und der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide durften am Montagabend auf den Einzug in den DFB-Pokal hoffen. Der NFV loste den Sieger des Niedersachsenpokals der Amateure aus. Die beiden Teams aus Hannover hatten allerdings kein Losglück.

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Es ist ein Sinnbild für die letzten Endes zum zweiten Mal in Folge abgebrochene Fußball-Saison. Während die Profis, zugegebenermaßen mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept, weiterspielen durften schauen die Amateure in die Röhre. So konnte sich Drittliga-Absteiger SV Meppen im Eilenriedestadion gegen Regionalligist SV Drochtersen/Assel den NFV-Pokal auf dem Rasen verdienen. Und der Amateurbaum der Ober- und Landesligisten? Der wurde keine 24 Stunden nach dem Meppener Pokalsause ausgelost. Der VfL Oldenburg zog das große Los – und startet zwischen dem 6. und 9. August in der ersten DFB-Pokalrunde. Der SV Arminia Hannover und der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide gingen leer aus.

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Frank Willig, Vorstandsmitglied bei Arminia, nimmt es gelassen. "Wir wären natürlich gern dabei gewesen, gratulieren nun aber dem VfL Oldenburg. Trotz der viel zu frühen Viertelfinalniederlage gegen Spelle sitzt unser Trainerteam weiterhin aber fest im Sattel und macht sich nun daran, eine erfolgreiche Saison 2021/22 vorzubereiten", scherzt er nach der Auslosung.

Die Auslosung im Re-Live:

Keine sportliche Entscheidung möglich

Das Problem des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) liegt auf der Hand: Die sinkenden Corona-Inzidenzen lassen erst seit gestern einen Spielbetrieb zu, der NFV muss dem DFB allerdings bis zum 1. Juli seine beiden Teilnehmer an der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals melden. „Es erschien unrealistisch, dass der Wettbewerb der Amateure bei noch zehn ausstehenden Spielen sportlich beendet werden konnte, zumal zuletzt noch nicht einmal trainiert geschweige denn gespielt werden durfte“, schreibt der NFV in einer Mitteilung.



Und so einigten sich die elf im Pokal verbliebenen Mannschaften auf das Losverfahren. „Glücksfee“ in der Geschäftsstelle des NFV in Barsinghausen war Krombacher-Repräsentant Simon Munarettro. Rund 550 Zuschauer schauten in der Spitze bei der live im Internet übertragenen Auslosung zu. „Wir machen hier etwas, das es in 75 Jahren Verbandsgeschichte noch nicht gegeben hat, und hoffentlich auch nicht wieder geben wird“, sagte NFV-Pressesprecher Manfred Finger.

VfL Oldenburg spielt im DFB-Pokal

Da zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs noch drei Partien ausstanden, wurden zunächst die Achtelfinals ausgelost. In der Runde der letzten acht wurde der SV Arminia erst nach dem SC Spelle-Venhaus aus dem Lostopf gezogen – und war damit aus dem Rennen. Genau wie die Krähen, die zunächst das Viertelfinale gegen den SV Ahlerstedt/Ottendorf überstanden und anschließend erst nach dem späteren „Sieger“ gezogen wurden.

Alle elf Klubs haben im Übrigen bereits einen niedrigen fünfstelligen Betrag sicher. Sie einigten sich darauf, dass die Antrittsgelder aus der ersten Pokalrunde aufgeteilt werden. Das waren in der Spielzeit 2020/2021 137.000 Euro, die Summe für die neue Runde steht indes noch nicht fest. Der VfL Oldenburg wird als Ausrichter allerdings die größte Summe erhalten – schließlich soll der Pokal kein Minusgeschäft werden.