27. November 2019 / 18:13 Uhr

Arminia Vechelde: Nur ein Spiel, aber zwei Siege

Arminia Vechelde: Nur ein Spiel, aber zwei Siege

Christian Meyer
Peiner Allgemeine Zeitung
Er spielte mit Köpfchen: Vecheldes Spitzenspieler Klaus Kotke gab in seinen Einzeln gegen den RSV Braunschweig II nicht einmal einen Satz ab.
Er spielte mit Köpfchen: Vecheldes Spitzenspieler Klaus Kotke gab in seinen Einzeln gegen den RSV Braunschweig II nicht einmal einen Satz ab. © Isabell Massel
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„Ich dachte, so etwas gibt es nur beim Fußball“, staunte Vecheldes Tischtennis-Landesliga-Spieler Jan Fichtner. Weil Gegner Torpedo Göttingen II nicht antrat, feierte die Arminia ein kampfloses 9:0. Erst zehn Minuten vor Beginn hatten die Gäste abgesagt, die Vechelder entschädigten ihre Fans mit einem Schaukampf. Zuvor gab’s einen 9:2-Sieg gegen den RSV.

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So richtig Freude kam über den kampflosen Sieg nicht auf. „Wir hätten das lieber sportlich entschieden“, betonte Fichtner. So wie gegen den Aufsteiger RSV Braunschweig II, gegen den die Arminia mit einem 9:2-Sieg ihren Aufstiegsrelegationsrang zwei souverän behauptete.

Arminia Vechelde – RSV Braunschweig 9:2 (29:11). Die Vechelder waren die besseren Spieler, die Gäste hatten jedoch den besseren Sprücheklopfer: Braunschweigs Ex-Verbandsliga-Akteur Frank Scholz brachte Gegner und Zuschauer zum Schmunzeln. Mit „Unblockbar“ oder „Den möchte ich selber nicht annehmen wollen“ kommentierte er etwa seine gelungenen Topspins. „Das war lustig und sympathisch“, sagte Vecheldes Spieler Jan Fichtner, der sich über einen souveränen Sieg seiner Mannschaft freute. „Ich hatte vermutet, es wird spannender.“ Doch da unter anderem Vecheldes oberes Paarkreuz mit Klaus Kotke und Josef Rempe einen Sahnetag erwischte, war die Sache klar. Kotke gab sowohl gegen RSV-Spitzenspieler Ralph Woll als auch gegen RSV-Youngster Kai Kobbe nicht einmal einen Satz ab. „Klaus hat mit Köpfchen gespielt und oft erfolgreich weich angezogen“, lobte Teamkollege Fichtner.

An beiden Punkten für die Gäste war der indische Noppen-Spieler Daniel Christopher Joseph beteiligt. Er gewann nicht nur sein Doppel mit Frank Scholz sondern auch sein Einzel gegen Jan Fichtner. Der Vechelder gratulierte anerkennend: „Es war echt eklig zu spielen gegen ihn. Ich war zwei zweimal dicht dran am Satzgewinn, aber er war richtig gut, eine absolute Maschine, und hat wenig leichte Fehler gemacht.“

Spiele: Klaus Kotke/Pascal Preis – Kai Kobbe/Matthias Rathing 3:0, Josef Rempe/Christian Havekost – Ralph Woll/Benjamin Tabak 3:2, Jan Fichtner/Mirko Quoll – Daniel Christopher Joseph/Frank Scholz 1:3, Kotke – Kobbe 3:0, Rempe – Woll 3:1, Preis – Tabak 3:0, Fichtner – Joseph 1:3, Quoll – Rathing 3:0, Havekost – Scholz 3:1, Kotke – Woll 3:0, Rempe – Kobbe 3:1.

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SV Arminia Vechelde – Torpedo Göttingen II 9:0 kampflos. Schon mittags waren die Göttinger personalgebeutelt nur zu viert beim SV Sandkamp angetreten, abends sollten sie dann noch in Vechelde spielen. Doch zehn Minuten vor dem offiziellen Spielbeginn betrat nur Torpedo-Kapitän Detlef Angerstein die Halle am Schützenplatz und teilte geknickt den Nichtantritt persönlich mit. Krankheitsbedingt hätte sich der Kader auf drei Spieler reduziert – zu dritt durfte das Team nicht antreten. „Das war echt ärgerlich, zumal schon viele Zuschauer da waren und in Göttingens 3. Herren sogar 13 Leute gemeldet sind, doch offenbar wollte niemand davon Ersatz spielen“, bedauerte Vecheldes Spieler Jan Fichtner. Die Arminia machte das Beste aus der Situation und absolvierte als Dank für die treuen Fans einen Schaukampf. Die Spieler der einzelnen Paarkreuze duellierten sich. „Das war eine gute Trainingseinheit“, sagte Fichtner.

Ihren Vierpunkte-Vorsprung auf den Tabellendritten TTC Gifhorn haben die Vechelder durch die zwei Siege behauptet. Am Freitag kommt es zum direkten Duell. „Das wird ein richtiges Topspiel, denn Gifhorn hat eine ausgeglichen starke Truppe. Doch unser Ziel ist es, mit den Fans im Rücken bis zur Winterpause keinen Punkt mehr abzugeben“, sagt Fichtner. Beginn in Vechelde ist um 20 Uhr. Bei den Gästen spielt übrigens mit Michael Kraft auch ein ehemaliger Verbandsliga-Spieler des VfB Peine.

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