06. September 2021 / 18:01 Uhr

Täger-Zwillinge siegen bei "Over the Top" unter freiem Himmel: "Ich war total begeistert"

Täger-Zwillinge siegen bei "Over the Top" unter freiem Himmel: "Ich war total begeistert"

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Brüderliche Titelsammler: Jan Täger (l.) setzte sich beim Over the Top in der Klasse bis 70 Kg mit links durch, sein Bruder Fabian Täger (r.) gewann mit rechts.
Brüderliche Titelsammler: Jan Täger (l.) setzte sich beim "Over the Top" in der Klasse bis 70 Kg mit links durch, sein Bruder Fabian Täger (r.) gewann mit rechts. © Tim Schulze
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Das "Over the Top" fand in diesem Jahr erstmals unter freiem Himmel statt. Armwrestling-Abteilungsleiter und Turnier-Organisator Olaf Köppen zeigte sich zufrieden mit dem Abschneiden seiner Sportler und war begeistert von der Vielzahl der Teilnehmer sowie den 400 anwesenden Zuschauern. 

Freiluft statt Halle, Hugo-Bork-Platz statt Congress-Park, doch das gewohnte Bild der strahlenden Täger-Zwillinge. Am vergangenen Samstag fand das „Over the Top“ erstmals unter freiem Himmel statt, rund 400 Zuschauer waren anwesend und die Weltmeister des VfL Wolfsburg, Fabian und Jan Täger, teilten sich die Titel in der Klasse bis 70 Kilogramm. In beiden Finalkämpfen standen sich die Zwillinge gegenüber, mit links siegte Jan Täger, Fabian Täger mit rechts. Für „Over the Top“-Organisator und Abteilungsleiter Olaf Köppen zumindest eine kleine Überraschung: „Ich hätte nicht gedacht, dass sie es wieder beide schaffen. Die Konkurrenz war da, aber die beiden sind genial. Sie sind stark, sie sind schnell und waren auf den Punkt fit.“

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Fabian Täger hatte gar die Möglichkeit auf den Titel „Champ of the Champs“, kämpfte sich bis ins Finale vor, doch dort wartete der Ukrainer Igor Miroshnyk, der sich am Ende das Preisgeld in Höhe von 250 Euro sowie zum bereits vierten Mal den Siegerpokal sicherte. „Igor ist einfach der Beste“, so Köppens anerkennendes Fazit. Matthias Schlitte trat mit rechts in der Klasse bis 80 kg an, der „Hellboy“ musste sich im Finale aber Kevin Berberich (Armwrestling Club „Over the Top“ Hanau) geschlagen geben, der auch mit dem linken Arm gewann und sich zudem in der Klasse über 100 kg bis ins Finale kämpfte.

"Over the Top" 2021

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"Over the Top" 2021 ©

"Over the Top" erneut unter freiem Himmel?

Insgesamt nahmen 134 Sportler aus 15 Nationen teil, trotz der langen Pause war laut Köppen aber keine Spur von Qualitätsabfall zu erkennen. Durch die kurzfristige Anmeldung des slowakischen Nationalteams, das mit sechs Sportlern anreiste, sei die Qualität gar höher gewesen als bei der letzten Austragung vor zwei Jahren: „Die Qualität war top und ich hätte niemals damit gerechnet, dass so viele Teilnehmer kommen. Ich war total begeistert.“

Das galt leider nicht für die Frauen-Wettbewerbe, aufgrund mangelnder Teilnehmerinnen-Anzahl nahm einzig Laura Brandig aus der VfL-Abteilung nicht am Wettbewerb teil. Aslan Gubaev, dritter mit rechts in der Klasse bis 100 kg, Thomas Milde (Masterklasse der über 40-Jährigen bis 70 kg), Alexander Engel (Masterklasse Ü40 bis 80 kg) und Eddie Engel (bis 70 kg) waren neben den Täger-Zwillingen und Schlitte noch im Einsatz. Köppen war mit den Ergebnissen zufrieden. „Die Täger-Brüder sind Weltklasse, die Jüngeren müssen noch nachrücken und brauchen dafür noch ein wenig Zeit“, so Abteilungsleiter Köppen.

Ganz ungewohnt war die Situation für Köppen nicht, unter freiem Himmel zu moderieren, hatte er das doch schon auf diversen Altstadt-Festen getan. Und er könnte sich auch für das „Over the Top“ daran gewöhnen. „Ich überlege, ob wir es im nächsten Jahr wieder draußen veranstalten. Vielleicht werden wir es aber auch wieder im Congress-Park abhalten. Ich bin zumindest davon überzeugt, dass wir es auch im nächsten Jahr wieder durchführen werden.“ Das „Over the Top“ könnte in diesem Jahr das letzte Armwrestling-Event gewesen sein. Für Ende Oktober ist die Weltmeisterschaft in Rumänien geplant, aber die Corona-Lage bereitet Sorgen. „Ich glaube nicht, dass sie stattfindet“, so Köppen.