07. März 2022 / 20:40 Uhr

"Einfluss nicht mehr ausreichend gegeben": Friedrich erklärt vorzeitigen Rückzug als Hertha-Sportdirektor

"Einfluss nicht mehr ausreichend gegeben": Friedrich erklärt vorzeitigen Rückzug als Hertha-Sportdirektor

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Arne Friedrich legte sein Amt als Sportdirektor von Hertha BSC vorzeitig nieder.
Arne Friedrich legte sein Amt als Sportdirektor von Hertha BSC vorzeitig nieder. © IMAGO/Contrast (Montage)
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Früher als erwartet hat Arne Friedrich seinen Rückzug als Sportdirektor bei Hertha BSC vollzogen. Am Montag wurde der vorzeitige Rücktritt des 42-Jährigen offiziell verkündet. Der ehemalige deutsche Nationalspieler nennt die Gründe.

Dass sich die Wege von Sportdirektor Arne Friedrich und Hertha BSC nach der laufenden Saison trennen, war bereits Gewissheit. Am Montag wurde nun jedoch der vorzeitige Rückzug des ehemaligen deutschen Nationalspielers beim Hauptstadtklub verkündet. Der 42-Jährige erklärte die Gründe für das sofortige Ende seines Engagements. "Aus verschiedenen Gründen ist in den vergangenen Monaten bei mir jedoch das Gefühl entstanden, dass mein Einfluss bei wichtigen sportlichen Entscheidungen nicht mehr ausreichend gegeben ist, um meinen Aufgaben als Sportdirektor gerecht zu werden", so Friedrich in einem bei Twitter veröffentlichten Statement. "Daher haben wir gemeinsam entschieden, die Zusammenarbeit vorzeitig zu beenden."

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Ein zerrüttetes Verhältnis zum Verein deutete Friedrich nicht an, erklärte lediglich, in seiner Funktion als Sportdirektor beschnitten worden zu sein. Zudem betonte er, bis zuletzt die Rückendeckung des Klubs gespürt zu haben. "Ich bin im Herbst 2019 zu Hertha BSC zurückgekehrt, um dem Verein zur Seite zu stehen und meinen Teil dazu beizutragen, sich zu stabilisieren. Gemeinsam sind wir durch die unterschiedlichen Herausforderungen gegangen und ich hatte jederzeit das Gefühl, dass mir volles Vertrauen entgegengebracht wurde", sagte Friedrich weiter.

Seinem nun ehemaligen Arbeitgeber gab er positive Worte mit auf den Weg. "Ich bin und bleibe Herthaner. Ich wünsche der Mannschaft und jedem, der sich in unserem Verein engagiert, dass sich der kurz- und mittelfristige Erfolg einstellt, den dieser Klub und seine Menschen verdient haben. Ein ganz großes Dankeschön geht an dir gesamte Hertha Familie und unsere tollen Fans! Vielen Dank für euren Support!", so Friedrich.

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Der ehemalige Kapitän der Berliner, der 2019 von Jürgen Klinsmann als Performance Manager eingestellt worden war, hatte nach der Trennung von Manager Michael Preetz Anfang des vergangenen Jahres die Position des Sportdirektors übernommen. Vor Jahresfrist hatte er die Mannschaft gemeinsam mit dem damaligen Trainer Pal Dardai auf den Klassenerhalt eingeschworen. Anfang des Jahres hatte der frühere Nationalverteidiger dann mitgeteilt, seinen zum Sommer auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Aktuell ist die Hertha als Tabellen-16. akut abstiegsbedroht. Auch die Position von Trainer Tayfub Korkut steht nach dem 1:4 gegen Eintracht Frankfurt offenbar zur Diskussion.