11. Februar 2020 / 16:53 Uhr

Arne Kohlert übernimmt nun die Verantwortung für das Dörferturnier

Arne Kohlert übernimmt nun die Verantwortung für das Dörferturnier

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Arne Kohlert
Steht nun in der Verantwortung: Arne Kohlert. © Privat
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Das Dörferturnier der Gemeinde Temnitzquell wird 2020 in einem deutlich kleineren Rahmen fortgesetzt. Die Brüder Müller gaben die Organisation nach 21 Auflagen ab.

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Nach über zwei Jahrzehnten war die Kraft der Müllers am Ende. „Wir wollten eigentlich durchhalten“, sagte Bernd Müller im Oktober 2019, „aber es ist einfach nicht mehr zu schaffen.“ Gemeinsam mit Bruder Olaf – und der Hilfe ihrer Frauen – organisierte er sage und schreibe 21 Mal das Dörferturnier der Gemeinde Temnitzquell. Jahr für Jahr brachte das Benefizturnier dank Tombola und Sponsoren vierstellige Summen für soziale Zwecke und Einrichtungen ein. Dies ist nun Geschichte, nach der 21. Auflage im vergangenen März war Schluss – zumindest für die Müller-Brüder.

Denn die Veranstaltung selbst, welche für die Bewohner und vor allem für die Kinder der Region ins Leben gerufen wurde, findet ihre Fortsetzung. „Aber in deutlich kleinerem Rahmen, die Nummer von Olaf und Bernd war ja immer groß, mein Aufwand wird deutlich geringer sein“, betont Arne Kohlert von der Spielvereinigung Gühlen-Glienicke/Rägelin – dem gastgebenden Verein. Dem 32-Jährigen liege die Tradition, ebenso wie Olaf und Bernd Müller, wahnsinnig am Herzen, weshalb er zu dem Entschluss kam, sich hinter die Organisation zu klemmen. „Ich habe ja einen persönlichen Bezug zum Dörferturnier“, verrät Kohlert, der in der Saison 1997/98 als 10-jähriger Knirps der SpVgg beigetreten ist und seither „kaum eine Vereinsveranstaltung verpasst“ hat.

In diesem Jahr findet nur noch eine Sportart statt

Motivation für das unverhoffte Engagement gibt es für den Trainer der Kreisliga-Kicker genug: „Das Vereinsleben in unserer Region ist fast zum Erliegen gekommen. Mein Hauptaugenmerk liegt darin, den Freizeitsport nicht nur einfach am Leben zu erhalten, sondern ihn voranzutreiben.“ Am Sonntag, dem 23. Februar (13 Uhr), geht das Dörferturnier – „den Namen finde ich weiterhin passend und würde ihn gerne behalten“ – in der Sporthalle des Neuruppiner Oberstufenzentrums in seine 22. Auflage. Statt Volleyball und Fußball, wie es in den letzten Jahren angeboten wurde, wird diesmal nur gegen das runde Leder gekickt. „Im Vorfeld gab es für ein mögliches Volleyballturnier nur wenig Resonanz. Daher beschränken wir uns diesmal nur auf ein Turnier, das macht mir schon genug Arbeit“, lacht Arne Kohlert, der diesen Turniertag, die Fortsetzung des langjährigen Brauches, als „Fußball unter Freunden“ betitelt. Schließlich ginge es um den Spaß und nicht ums Gewinnen oder Titel.

Bernd (l.) und Olaf Müller
Nach der 21. Auflage des Dörferturniers war für die Organisatoren Bernd (l.) und Olaf Müller Schluss. Sie reichen den Staffel weiter. © Regine Buddeke

Die langjährigen Organisatoren, die Müller-Brüder, sind stolz darauf, dass ihre Leidenschaft, wenn auch in abgespeckter Variante ohne Spendensammlung, fortgesetzt wird. „Das ist eine ganz tolle Sache und macht uns glücklich“, betont Bernd Müller, der mittlerweile Temnitzqueller Bürgermeister ist und dessen Terminkalender nun noch voller ist als er ohnehin schon war. Dennoch verspricht er, gemeinsam mit Bruder Olaf, am 23. Februar in der OSZ-Halle vorbeizuschauen: „Na klar, das lassen wir uns sicher nicht entgehen.“