18. Januar 2020 / 21:37 Uhr

Arnold: Frust und ein dick bandagiertes Knie

Arnold: Frust und ein dick bandagiertes Knie

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Maximilian Arnold: „Wir haben es verpasst, das Tor zu schießen, damit hätten wir die Kölner schon ziemlich in die Bredouille gebracht. Wir hätten heute einfach ein Tor oder gar mehr schießen müssen, weil einfach die Möglichkeiten dafür da waren. Aber wir haben es nicht gemacht und haben dann viele Geschenke verteilt. Die Kölner waren schon sehr aggressiv, aber wenn wir die Tore machen, wären sie es nicht gewesen.“
Auftakt-Niederlage: Maximilian Arnold (r.) und der VfL Wolfsburg verloren beim 1. FC Köln mit 1:3. © imago images/Beautiful Sports
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Den Auftakt ins neue Jahr mit dem 1:3 beim 1. FC Köln verpatzt – und dann auch noch ein schmerzendes linkes Knie, das dick bandagiert war: Maximilian Arnold hat sich den Rückrunden-Start des VfL Wolfsburg komplett anders vorgestellt...

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Das sah nicht gut aus: Nach dem 1:3 in Köln lief Maximilian Arnold mit einem dick bandagierten linken Knie durch die Mixed-Zone des Kölner Stadions. Das VfL-Eigengewächs hat schon länger Probleme damit. Wie ernst ist es? „Das habe ich schon länger“, meinte der laufstarke Mittelfeldspieler.

Schon seit dem vergangenen März quält er sich mit einer Patella-Entzündung herum. „Es gibt Spiele, da tut es mehr weh und Spiele, da tut es nicht so weh. Aber ich merke es eigentlich immer“, so Arnold. Bislang habe noch kein Arzt das Problem in den Griff bekommen. „Aber bisher geht es ja“, meinte Arnold, der am Samstag im ersten Heimspiel des neuen Jahres gegen Hertha BSC dennoch auflaufen möchte.

Ein Spiel, in dem vieles besser werden muss beim VfL nach dem schwachen Auftakt in Köln, bei dem die Wolfsburger hinten so schwach wie noch nie in dieser Saison waren. Die Innenverteidiger John Anthony Brooks und Marcel Tisserand standen mehrmals neben sich. Und vorn? Da fand die Tor-Krise ihre Fortsetzung. Top-Torjäger Wout Weghorst (vergab gleich zwei dicke Chancen) und Josip Brekalo hätten treffen müssen.

Die Spieler des VfL Wolfsburg nach dem Auftaktspiel gegen den 1. FC Köln in der Einzelkritik

Koen Casteels: Da, wenn er gebraucht wurde, bei den Gegentoren chancenlos. Note: 4 Zur Galerie
Koen Casteels: Da, wenn er gebraucht wurde, bei den Gegentoren chancenlos. Note: 4 ©
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Mit 19 Toren hat der VfL die zweitschlechteste Offensive der Liga, weil er selbst beste Möglichkeiten nicht nutzt. Ist es eine Frage der Konzentration? Oder gar der Qualität? Arnold kopfschüttelnd: „Das hat mit beidem nichts zu tun, im letzten Jahr haben wir die Tore ja gemacht. Wenn man Wout so kennt, wenn man allgemein die vordere Reihe sieht – ich glaube, da will keiner das Ding vorbeischießen.“ Man müsse sich die Tore „wieder hart erarbeiten, ein Stück weit auch erzwingen – das werden wir auch demnächst tun“.

Vorn ging fast nichts – und hinten patzte die lange Zeit beste Abwehr der Liga reihenweise. Arnold geknickt: „Keine Ahnung wie man sich die Geschenke erklärt, es ist einfach ziemlich bitter gelaufen. Nach dem 3:0 war es dann schon ziemlich schwer. Nichtsdestotrotz haben wir dann auch noch die Möglichkeiten. Nach dem Anschlusstreffer hatten wir relativ schnell eine weitere Chance – wenn wir da das 2:3 machen, wäre es in die andere Richtung gegangen.“ Aber der VfL nutzte diese Möglichkeit erneut nicht!

Die Bilder zum Spiel 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg

Wolfsburgs Marcel Tisserand (rechts) versucht akrobatisch auf das Kölner Tor zu schießen. Zur Galerie
Wolfsburgs Marcel Tisserand (rechts) versucht akrobatisch auf das Kölner Tor zu schießen. ©
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