14. April 2020 / 14:54 Uhr

"Salary Cap" von drei Millionen Euro: AS Rom will künftig offenbar Gehaltsobergrenze einführen

"Salary Cap" von drei Millionen Euro: AS Rom will künftig offenbar Gehaltsobergrenze einführen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bei der AS Rom soll in Zukunft wohl kein Spieler mehr als 3 Millionen Euro verdienen.
Bei der AS Rom soll in Zukunft wohl kein Spieler mehr als 3 Millionen Euro verdienen. © Getty Images/Montage
Anzeige

Die AS Rom will in Zukunft offenbar keine hohen Millionen-Gehälter mehr zahlen. Wie die "Gazzetta dello Sport" berichtet, wird sich der Verein eine Gehaltsobergrenze von drei Millionen Euro auferlegen. Das Konzept einer "Salary Cap" gewinnt auch in Deutschland an Zuspruch.

Anzeige

Weg aus der Corona-Krise oder grundsätzliche Revolution? Die AS Rom will auf dem Transfermarkt und in Gehaltsverhandlungen offenbar neue Wege gehen: Einem Bericht der italienischen Fachzeitung Gazzetta dello Sport zufolge will sich der Traditionsklub aus der Hauptstadt zur kommenden Saison eine sogenannte "Salary Cap" auferlegen. Demnach sollen alle Spieler, die neue Verträge bei den Giallorossi unterschreiben, dann höchstens drei Millionen Euro netto verdienen.

Mehr vom SPORTBUZZER

Demnach wolle der Klub mit der ungewöhnlichen Maßnahme aus einer finanziellen Misere herausfinden. Derzeit betrage der Gehaltsetat bei der Roma insgesamt 160 Millionen Euro. Da der Verein im vergangenen Jahr die Champions League verpasst hat, sei dieser Gehaltsberg aber nicht mehr zu bewältigen. Dazu kommt, dass die Profi-Klubs durch die Corona-Krise nun eine weitere finanzielle Bürde zu stemmen haben.

Die neue Regelung will der Verein dem Bericht zufolge künftig konsequent durchziehen - und zwar "ohne Ausnahmen". Es soll nämlich auch auf üppige Bonuszahlungen und Handgelder verzichtet werden, die in der Branche inzwischen durchaus üblich sind. Einzig für Titelgewinne solle es in Zukunft noch Bonusgelder geben. Ein Problem stellt dabei allerdings der Fakt dar, dass noch gültige Altverträge naturgemäß nicht von der Regelung betroffen sein können - was durchaus für Unmut sorgen dürfte.

Fortsetzung oder Abbruch: So ist der Stand in den internationalen Topligen

Das Coronavirus legt den Fußball in Europa lahm - mit Ausnahme der weißrussischen Liga müssen alle Wettbewerbe pausieren. Die Länge der Zwangspause ist dabei unterschiedlich bemessen. Der <b>SPORT</b>BUZZER fasst den Stand zusammen - wie lange pausieren die Ligen in Europa? Zur Galerie
Das Coronavirus legt den Fußball in Europa lahm - mit Ausnahme der weißrussischen Liga müssen alle Wettbewerbe pausieren. Die Länge der Zwangspause ist dabei unterschiedlich bemessen. Der SPORTBUZZER fasst den Stand zusammen - wie lange pausieren die Ligen in Europa? ©

Kind und Lienen für Salary Cap in der Bundesliga

Durch die Corona-Krise gewinnt das Konzept einer Salary Cap für ganze Ligen inzwischen an Fahrt. Im amerikanischen Profisport ist es schon üblich, dass jedes Team einer Obergrenze für den Spieleretat zu folgen hat. In der aktuellen prekären Lage sprach sich jüngst auch der Präsident von Zweitligist Hannover 96, Martin Kind, für eine Salary Cap im deutschen Profifußball aus. Am Dienstag schlug St. Pauli-Funktionär Ewald Lienen in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt ähnliche Töne an: "Wir müssen über Gehaltsobergrenzen, also einen Salary Cap, ebenso nachdenken wie über eine Begrenzung der Ablösesummen."