14. März 2019 / 11:32 Uhr

Aschwardens Stürmer Marc Holler: Der Bomber vom Deich

Aschwardens Stürmer Marc Holler: Der Bomber vom Deich

Reiner Tienken
Weser-Kurier
Wenn Jubeln zur Normalität wird: Marc Holler (Mitte) hat mal wieder einen Treffer erzielt, die Kollegen klatschen ab.
Wenn Jubeln zur Normalität wird: Marc Holler (Mitte) hat mal wieder einen Treffer erzielt, die Kollegen klatschen ab. © Christian Kosak
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Der Angreifer steht in der Kreisliga Osterholz vor einem neuen Torrekord

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Überragende Torwartleistungen gegen den SV Aschwarden würden Niklas Kutz in der Frühjahrsserie 2019 der Kreisliga Osterholz noch in die Karten spielen. Marc Holler ist drauf und dran, den Torrekord im 21. Jahrhundert in der höchsten Osterholzer Kreisstaffel zu brechen. Der Stürmer verweist aktuell auf bemerkenswerte 46 Saisontreffer. Niklas Kutz (TuSG Ritterhude) hält noch die Bestmarke als Torschützenkönig einer Saison mit 52 Toren (2011/2012).

Aus der Kreisliga gingen nach der Jahrtausendwende bisher 24 Akteure als Torschützenkönig in einer Spielserie hervor. In fünf Spielzeiten lagen sogar zwei Spieler nach Ablauf der Saison gleichauf. Aus dem Kreis der Vollblutstürmer ist es bisher lediglich Lutz Mikschl (TSV Wallhöfen), Sascha Wendelken (TSV Eiche Neu St. Jürgen) und Daniel Gaese (FC Hansa Schwanewede) im Spieljahr darauf gelungen, den Titel des Torschützenkönigs zu verteidigen. Sascha Wendelken darf als einziger Akteur für sich sogar in Anspruch nehmen, am Ende gleich dreimal vorne gelegen zu haben.

Die Bestenliste sieht im 21. Jahrhundert Niklas Kutz (TuSG Ritterhude, 52 Saisontreffer), Marc Holler (SV Aschwarden, 46) und Lutz Mikschl (TSV Wallhöfen, 45) auf den ersten drei Plätzen. Niklas Kutz erzielte die noch gültige Bestmarke im Spieljahr 2011/12 für die TuSG Ritterhude als Neuzugang aus dem eigenen Nachwuchs. Der Torjäger legte los wie die Feuerwehr mit vier Treffern zum Saisonstart gegen den ASV Ihlpohl. Die Saisontreffer Nummer 50, 51 und 52 waren für Kutz zum Saisonende beim 11:0 beim FC Hambergen II fällig. Die Schiedsrichter pflegten damals in der Frühphase des Spielberichts Online (SBO) längst noch nicht alle Torschützen ein, sodass Niklas Kutz in der Rangliste unter fussball.de nur mit 22 Saisontreffern geführt wurde.

Keine Zweifel bei Kutz

Die 52 Saisontreffer 2011/12 erfüllen den Verwaltungsbeamten auch heute noch mit Stolz. „Da hat man als A-Jugendlicher nicht mit gerechnet“, sagt Kutz. Der heutige TuSG-Kapitän ist sich bewusst darüber, dass sein Torrekord nun zum Ablauf der Saison 2018/2019 wohl überboten wird. „Ich glaube, das wird er locker schaffen“, zweifelt Kutz wenig daran, dass Marc Holler eine neue Bestmarke setzen wird. Holler und Kutz verbindet neben den Vollstreckerqualitäten auch derselbe Geburtsjahrgang 1993.

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Marc Holler besitzt neun Spielrunden vor Ablauf der Serie alle Chancen, den Torrekord zu überbieten. Der Angreifer startete mit Siebenmeilenstiefeln und einem Dreierpack beim 5:3-Sieg gegen Gastgeber VSK Osterholz-Scharmbeck II in die laufende Saison. „Da ist viel Psyche vor dem Tor“, verweist der Paradestürmer des SV Aschwarden auf seine Kaltschnäuzigkeit. Der Logistikstudent an der Universität Bremen hat sich einen Namen dafür gemacht, aus Halbchancen auf dem Platz ein Tor zu erzielen.

In der Vorsaison fiel die Frühjahrsserie mit einer Knieblessur für den Stoßstürmer des SV Aschwarden aus. Kampflos musste Holler so nach 25 Toren in der Herbstserie 2017 den Titel des Torschützenkönigs Daniel Gaese und Jonas Neumann überlassen. Davor machte der Aschwardener mit 39 Treffern in nur zehn Punktspielen für die zweite Mannschaft schon von sich reden (2. Kreisklasse Osterholz, 2015/2016). Die bisherigen 46 Saisontore sind für den Bomber vom Deich das Produkt der Unberechenbarkeit im Offensivbereich. „Wir spielen relativ flexibel vorne. Ich lasse mich auch mal ins Mittelfeld fallen. Von daher sind wir schwer auszurechnen“, sagt Holler.

Vor der Saison hatte sich Holler eigentlich zum Ziel gesetzt, die 40 Saisontore zu knacken. Inzwischen ist der Mann mit dem ausgeprägten Killerinstinkt ganz heiß darauf, eine neue Bestmarke unter den Torschützenkönigen des 21. Jahrhunderts in der Fußball-Kreisliga Osterholz aufzustellen. Marc Holler, der in der Jugend beim VSK Osterholz-Scharmbeck und im Herrenbereich auch beim FC Hagen/Uthlede spielte, ist sich bewusst, dass wohl nur noch eine Verletzung oder eine Sperre einen neuen Torrekord verhindern könnte. Gleichwohl sagt er aber auch: „Ich stelle das Wohl der Mannschaft über meine Tore.“

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