24. Juli 2020 / 10:03 Uhr

Atalanta-Star Robin Gosens von eigener Ablöse geschockt: "Mein lieber Scholli"

Atalanta-Star Robin Gosens von eigener Ablöse geschockt: "Mein lieber Scholli"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robin Gosens wird wegen seiner starken Saison mit Atalanta Bergamo auch mit Klubs aus der Bundesliga, darunter Hertha BSC, in Verbindung gebracht. 
Robin Gosens wird wegen seiner starken Saison mit Atalanta Bergamo auch mit Klubs aus der Bundesliga, darunter Hertha BSC, in Verbindung gebracht.  © imago images/Sportimage
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Robin Gosens von Atalanta Bergamo gehört in dieser Saison zu den größten Shootingstars der Serie A. Das Interesse anderer Klubs am 26-Jährigen ist groß, auch aus der Bundesliga. Die aufgerufene Ablöse sorgt beim Linksverteidiger allerdings für Bauchschmerzen.

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Beim Überraschungsteam Atalanta Bergamo gilt Robin Gosens als einer der größten Shootingstars. Mit für einen Linksverteidiger sagenhaften neun Toren und acht Vorlagen in der Serie A spielte sich der deutsche Italien-Legionär in den Fokus zahlreicher Klubs - auch aus der Bundesliga. Die aufgerufene Ablösesumme könnte jedoch mögliche Interessenten, darunter auch Hertha BSC, abschrecken und sorgt sogar beim 26-Jährigen selbst für Sorgenfalten.

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"Wenn ich das schon höre, über 30 Millionen Euro für so einen Robin Gosens, dann wird mir wirklich schlecht. Mein lieber Scholli. Da habe ich Schwierigkeiten, das zu begreifen", sagte der Abwehrspieler im Interview mit DAZN, SPOX und Goal. "Aber das sind eben die Preise, die momentan verlangt werden", so Gosens weiter. Unabhängig davon sei es eine "riesengroße Ehre", bei Top-Klubs "wie Juventus Turin oder Inter Mailand" gehandelt zu werden.

Gosens träumt von Bundesliga

Gosens' Traum bleibt aber die Bundesliga. "Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich gerne mal die Bundesliga besuchen würde. Und das nicht nur als Zuschauer, sondern als Spieler auf dem Rasen. Diesen Wunsch würde ich mir gern erfüllen", erklärte der 26-Jährige, der aber vor allem eine rationale Entscheidung treffen will: "Wenn ich die Möglichkeit habe, zu einem Top-Verein zu wechseln, bei dem es sportlich Sinn macht, wäre ich auch blöd, wenn ich das nicht annehmen würde."

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In der Bundesliga kämen dafür allerdings nicht allzu viele Vereine in Frage. Auch Hertha BSC ist trotz hoher Ambitionen noch nicht in der Beletage des deutschen Fußball-Oberhauses angekommen und verpasste in der vergangenen Saison das anvisierte internationale Geschäft. Davon ist Gosens' persönlicher Favorit sogar noch weiter entfernt. "Wenn Schalke auf mich zukommen würde, wäre es für mich in jedem Fall schwierig, nein zu sagen, weil es einfach mein Herzensverein ist. Trotzdem muss ich versuchen, rational und objektiv zu denken und deshalb würde es aus sportlicher Sicht wenig Sinn machen, von Atlanta Bergamo zu Schalke 04 zu wechseln. Das ist leider so", betonte der Abwehrspieler.

Atalanta hofft auf Serie-A-Titel

Trotz aller Gerüchte kann sich der Linksverteidiger auch einen Verbleib in Bergamo gut vorstellen. Die überragende Saison von Atalanta ist eine der schönsten Fußballgeschichten in Europa in diesem Jahr, nachdem die Region um Bergamo während der Coronavirus-Epidemie im März besonders stark betroffen war. Seit der Fortsetzung der Serie A im Juni konnte der Klub von zehn Spielen acht gewinnen und hat nach dem Patzer von Juventus Turin am Donnerstag sogar noch Chancen auf die Meisterschaft.

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Dennoch sieht Gosens auch hier die Lage realistisch. "Atalanta weiß genau, dass ich in dieser Saison unglaublich gute Statistiken habe. Und das wird in der nächsten Spielzeit nicht so leicht zu überbieten sein. Von daher wäre es aus wirtschaftlicher Sicht vielleicht sogar verständlich, mich zu verkaufen", sagte der 26-Jährige. Allerdings könnte die Entwicklung der Italiener, die nächste Saison zum zweiten Mal in Folge Champions League spielen werden, auch dafür sorgen, dass Leistungsträger gehalten werden sollen und können. Dementsprechend unterstrich Gosens: "Ich habe vom Verein noch keine Signale empfangen, dass ich verkauft werden soll."