29. April 2021 / 06:43 Uhr

Bergamo-Profi Robin Gosens: Deshalb sollten Psychologen im Fußball kein Tabu-Thema sein 

Bergamo-Profi Robin Gosens: Deshalb sollten Psychologen im Fußball kein Tabu-Thema sein 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Macht sich für Psychologen im Fußball stark: Bergamo-Profi Robin Gosens.
Macht sich für Psychologen im Fußball stark: Bergamo-Profi Robin Gosens. © IMAGO/sportphoto24
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Der deutsche Nationalspieler Robin Gosens hat für den zunehmenden Einsatz von Psychologen im Fußball geworben. Eine Verpflichtung für die Vereine, entsprechende Mitarbeiter einzusetzen, hält er dabei nicht für ausgeschlossen.

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Nationalspieler Robin Gosens regt eine Verpflichtung zur Einstellung eines Psychologen bei professionellen Fußball-Klubs an. "Zumindest müssen wir davon wegkommen, dass es ein Tabu-Thema ist. Ich glaube, dass deutlich unterschätzt wird, unter welchen Ängsten und Drucksituationen Profifußballer leiden. Ich glaube, ein Psychologe kann da ein sehr gutes Ventil sein", sagte der Profi des italienischen Erstligisten Atalanta Bergamo der Deutschen Presse-Agentur. "Ob es verpflichtend sein sollte? Ja, vielleicht schon, warum eigentlich nicht? Es kann nur dem Spieler und damit auch dem Verein zugutekommen."

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Einige Bundesliga-Klubs beschäftigen bereits einen Psychologen, eine Verpflichtung dazu gibt es laut der Statuten der Deutschen Fußball Liga (DFL) nicht. Für die Nachwuchsleistungszentren ist dagegen die Schaffung einer Vollzeitstelle für eine Psychologin oder einen Psychologen vorgeschrieben.

Gosens kann sich nach seiner Karriere eine Arbeit als Psychologe vorstellen

Der 26-jährige Gosens studiert neben seiner sportlichen Karriere seit einiger Zeit Psychologie. Ein Psychologe sei ein Experte, der dem Spieler helfen könne, mit Druck und Ängsten umzugehen, sagte er. "Ich glaube, dass jedem Verein, jedem Spieler damit geholfen wäre, dass es eine Win-win-Situation für den ganzen Fußball wäre, wenn darüber gesprochen wird", sagte er. "Dass zumindest der Spieler das Gefühl hat, dass der Verein ihm einen Experten zur Verfügung stellt, dem man sich öffnen darf."

Der Außenverteidiger kann sich "auf jeden Fall" vorstellen, nach seiner Laufbahn ebenfalls als Psychologe im Leistungssport zu arbeiten. "Ich glaube schon, dass ich vielen Jungs weiterhelfen könnte. Das könnte ein spannendes Themengebiet sein für mich nach der sportlichen Karriere", sagte er.