08. Mai 2021 / 12:23 Uhr

Atlético, Real, Barca: So schätzt DAZN-Experte Lauth den Titelkampf in Spanien ein

Atlético, Real, Barca: So schätzt DAZN-Experte Lauth den Titelkampf in Spanien ein

René Wenzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Benjamin Lauth blickt auf den Titelkampf in der spanischen La Liga.
Benjamin Lauth blickt auf den Titelkampf in der spanischen La Liga. © Getty Images/IMAGO/ZUMA Wire/PA Images/Pressinphoto (Montage)
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Gleich vier Teams kämpfen in der La Liga um den Meistertitel. Atlético Madrid, Real Madrid, der FC Barcelona und – etwas dahinter – der FC Sevilla leisten sich ein dichtes Gedränge um Platz eins. Selten war die Entscheidung um die Spitzenposition in Spanien so eng. DAZN-Experte Benny Lauth schätzt im SPORTBUZZER die Chancen der vier Klubs ein.

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Titelkampf auf der Zielgeraden. Und das mit vier Mannschaften. Es herrscht Hochspannung in La Liga vier Spieltage vor Schluss. Am kommenden Wochenende könnte bereits eine Vorentscheidung fallen. Es kommt gleich an diesem Samstag zum Kracher zwischen dem FC Barcelona und Atlético Madrid (16.15 Uhr/DAZN). Einen Tag später steigt zwischen Real Madrid und dem FC Sevilla (21 Uhr/DAZN) gleich das nächste Top-Spiel. Alle vier Mannschaften greifen noch in das Meisterschaftsrennen in Spanien ein. Benny Lauth ist als Experte für den Streamingdienst DAZN am Sonntag im Einsatz. Zuvor ordnet der Ex-Bundesliga-Profi im SPORTBUZZER die Chancen der vier Titel-Kandidaten ein.

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"Es ist schön spannend und so interessant wie schon lange nicht mehr. Das liegt natürlich auch daran, dass keine Mannschaft konstant überzeugen konnte", sagt Lauth im Gespräch mit dem SPORTBUZZER, dem Sportportal des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Noch vier Spiele stehen an. Und das Top-Quartett rüstet zum Endspurt. Sechs Punkte trennen Tabellenführer Atlético Madrid (76) vom schon etwas abgeschlagenen Viertplatzierten FC Sevilla (70). Real Madrid (74) und der FC Barcelona (74) liegen genau dazwischen. Da in La Liga der direkte Vergleich vor dem Torverhältnis zählt, besitzen aktuell die Königlichen neben Stadt-Rivale Atlético die besten Titel-Chancen.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: So spannend wie in dieser Saison war es in der spanischen Top-Liga zuletzt in der Saison 1999/2000. Damals stand La Coruna (69) an der Spitze vor dem FC Barcelona (64), FC Valencia (64), Real Saragossa (63), Real Madrid (62) und Deportivo Alaves (61). Und wie sieht es in dieser Saison aus? Lauth schätzt die Chancen von Ateltico, Real, Barca und Sevilla ein.

Atletico Madrid (76 Punkte)

Lauth: "Atleti hat in dieser Saison einen großen Schritt nach vorne gemacht und besonders das Offensivspiel verbessert. Luis Suárez und Joao Felix harmonieren gut miteinander. Im Mittelfeld haben sie mit Koke einen Spieler, der noch mehr als sonst als Anführer heraus gestochen ist. Und mit Jan Oblak steht bei Atleti einer der besten Torhüter der Welt im Kasten. Man hat aber gemerkt, dass sie mit dem Kopf daran zu kämpfen haben, dass die Konkurrenz immer näher kommt. Jetzt gegen Barca ist es schon fast ein Endspiel. Wenn Atleti das gewinnt, bleiben sie auch vorne."

Das Restprogramm: FC Barcelona, San Sebastian, Osasuna, Valladolid.

Real Madrid (74 Punkte)

Lauth: "Sie waren in dieser Saison fast immer auf den Punkt da, wenn es wichtig wurde. Von den großen Spielen haben sie in der Liga keins verloren. Aber man hat auch im Champions-League-Spiel gegen Chelsea gesehen, dass sie auf dem Zahnfleisch gehen und sich von Spiel zu Spiel schleppen. Und das ist auch die größte Schwierigkeit für Real im Titel-Rennen - die Spieler sind körperlich ziemlich durch. Das merkt man besonders in der Offensive. Karim Benzema ist weltklasse, aber um ihn herum lauern lauter Wundertüten. Ich rechne nicht damit, dass sie den Titel in dieser Saison holen. Aber abschreiben darf man sie nie."

Das Restprogramm: FC Sevilla, Granada, Bilbao, Villarreal.

FC Barcelona (74 Punkte)

Lauth: "Wenn Barca am Samstag das Spiel gegen Atleti gewinnt, holen sie auch den Titel. Es waren viele überzeugende Auftritte in den letzten Wochen und Monaten mit dabei. Messi ist wieder in einer überragenden Form. Ein Knackpunkt war das Rückspiel im Pokal-Halbfinale gegen den FC Sevilla - da haben sie nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel den Vergleich mit einem 3:0-Sieg noch gedreht. Der Pokalsieg hat Kräfte freigerüttelt. Spieler wie Antoine Griezmann, der wie einige andere auch lange Zeit durchhing, spielen jetzt so gut wie noch nie in ihrer Zeit bei Barca."

Das Restprogramm: Atlético Madrid, Levante, Vigo, Eibar.

FC Sevilla (70 Punkte)

Lauth: "Sevilla hat in der Vergangenheit oft gezeigt, dass sie mit Endspielen gut umgehen können. Und das Duell mit Real am Sonntag ist für sie ein gefühltes Endspiel. Mit Julen Lopetegui haben sie einen Coach, der mit den anderen Trainern der Top-Teams auf Augenhöhe ist. Er macht richtig gute Arbeit und holt alles aus dem Team raus. Sevilla spielt immer wieder an der Grenze und hat schon einige enge Spiele für sich entschieden. Für sie ist das Match gegen Real ein Alles-oder-nichts-Spiel. Sie müssen viel riskieren, nur ein Sieg hilft im Titelrennen."

Das Restprogramm: Real Madrid, FC Valencia, Villarreal, Alaves.

Lauth tippt die Endtabelle

"Gefühlt würde ich sagen, dass am Ende der Saison Barca vor Atlético, Real und Sevilla steht. Am Anfang der Saison habe ich auf Atleti gesetzt und damit auf etwas Abwechslung gehofft. Ich hätte auch nichts gegen Atleti als Meister. Aber dafür müssen sie am Samstag gegen Barca bestehen. Und das wird eng", sagt der DAZN-Experte.