22. Oktober 2020 / 12:45 Uhr

Auch die PTSV-Rasselbande funktioniert

Auch die PTSV-Rasselbande funktioniert

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Er verpasste in dieser Spielzeit noch keine Minute und erzielte auch schon vier Tore: PTSV-Akteur: Maximilian Zimmermann.
Er verpasste in dieser Spielzeit noch keine Minute und erzielte auch schon vier Tore: PTSV-Akteur: Maximilian Zimmermann. © Karsten Freese
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Als Top-Favorit auf die Meisterschaft wurde der Preetzer TSV gehandelt, nachdem im Sommer bekannt wurde, dass sich Oberligaspieler wie Florian Ziehmer und Lukas Lindner dem Verbandsligisten angeschlossen haben. Nach fünf Spieltagen in der Verbandsliga Ost rangieren die Preetzer auf dem zweiten Platz und sind im Rennen um den Titel auf Kurs. Alles wie erwartet. Allerdings spielen die eigentlichen Köpfe der Mannschaft schon seit Wochen keine Rolle mehr im Preetzer Team. Es sind die blauen Fohlen, die jungen Burschen und Preetzer Eigengewächse, die das Ruder übernommen haben.

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Mittelfeldregisseur Florian Ziehmer und Stammtorwart Torge Beuck, die beiden Spieler mit der größten Erfahrung, haben sich langwierige Verletzungen zugezogen und fehlen ebenso wie der oberligaerfahrene Abwehrchef Lukas Lindner (Zerrung) und Innenverteidiger Lars Brandt (Schambeinentzündung).

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„Die jungen Burschen haben jetzt die Verantwortung übernommen. Unsere Truppe hatte gegen Schönkirchen ein Durchschnittsalter von 21,0 Jahren und gegen die Probstei von 20,9. Hut ab davor, wie die das meistern“, erklärt PTSV-Trainer Andreas Möller, der sich aber bewusst ist, dass sein Team beim 2:1-Sieg gegen die Probsteier SG reichlich Dusel hatte. Jonas Mau erzielte erst in der 87. Minute den Siegtreffer. Und gegen die TSG Concordia Schönkirchen geriet der PTSV mit 1:2 in Rückstand und brauchte lange, um den Gegentreffer zu verarbeiten, ehe noch ein 4:2-Erfolg gelang.

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„Das ist so bei einer jungen Mannschaft. Die werden schnell nervös und lassen sich von Rückschlägen stark beeinflussen. In Stresssituationen ist die Verunsicherung doch groß“, weiß Möller, dass sein Team von der Erfahrung der nun fehlenden Routiniers sehr profitiert hat. „Aber“, so führt Möller weiter aus, „alle haben von den wenigen Wochen, in denen Florian gesund war und mit der Mannschaft trainiert hat, sehr viel gelernt. Die Art Fußball zu spielen, mal auf den Ball zu treten, den Ball geduldig laufen zu lassen, bis sich eine Lücke bietet. All das sind Sachen, die auch dazu gehören. Und das verinnerlichen die Jungs mehr und mehr.“

Spürbar verinnerlicht hat diese Philosophie Mittelfeldspieler Finn Grunwald (22 Jahre), der von der Sechser-Position aus die Bälle gut verteilt und das Tempo bestimmt. Auch Maximilian Zimmermann (21), der auf der Zehn viel Offensivgeist zeigt, ist ein wichtiger Bestandteil der jungen Preetzer Elf geworden.

Die nächste Partie bestreitet der PTSV am Sonnabend, 14 Uhr vor eigenem Publikum. Zu Gast ist der TSV Flintbek (Platz zehn, 4 Punkte). „Das wird ein zähes Spiel. Flintbek wird defensiv auftreten. Da müssen wir Geduld haben und dürfen nicht die Ordnung verlieren. Deren Konter sind gefährlich. Im letzten Jahr haben wir sehr schlechte Erfahrungen gemacht. “, erinnert sich PTSV-Trainer Andreas Möller an die 0:2-Heimniederlage.