22. März 2020 / 10:48 Uhr

Auch Profis betroffen: Erzgebirge Aue schickt Angestellte in Kurzarbeit

Auch Profis betroffen: Erzgebirge Aue schickt Angestellte in Kurzarbeit

dpa
„Die Sicherung des Gesamtvereins hat oberste Priorität“ - Der FC Erzgebirge Aue stellt auf Kurzarbeit um.
„Die Sicherung des Gesamtvereins hat oberste Priorität“ - Der FC Erzgebirge Aue stellt auf Kurzarbeit um. © Thomas Eisenhuth/Bongarts/Getty Images
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Auf Grund der Coronavirus-Pandemie schickt der Zweitligist seine Angestellten in Kurzarbeit - auch die Profifußballer.

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Aue. Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue schickt seine Angestellten aufgrund der Corona-Krise in Kurzarbeit. Davon sind auch die Profimannschaft und das Trainerteam des Clubs betroffen, wie Geschäftsführer Michael Voigt im „MDR Sachsenradio“ sagte. „Wir konnten unserer eigentlichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen. Die Sicherung des Gesamtvereins hat oberste Priorität“, sagte Voigt. Gemeinsam mit Vereinspräsident Helge Leonhardt betreibe er das Krisenmanagement im Club.

„Wir tragen die Verantwortung für knapp 9000 Mitglieder im Verein. Wir haben in vielen Einzelgesprächen die Kommunikation mit allen Beteiligten gesucht“, erklärte Voigt. Der 47-Jährige betonte, dass es sich um eine außergewöhnliche Situation handele, in der nicht mehr der einzelne Profifußballer im Vordergrund stehe. „Ich habe unserer Belegschaft gesagt, dass es bei uns ein Gleichheitsprinzip gibt. Entweder wir schaffen es alle gemeinsam, oder wir schaffen es nicht“, sagte Voigt. Den Angestellten die Entscheidung zu vermitteln, sei „moralisch schwierig gewesen“. Voigt erwarte, dass die Maßnahmen bei allen Mitarbeitern auf Verständnis stoßen.

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Der Geschäftsführer kündigte zudem an, mit der Profimannschaft zeitnah über eine finanzielle Unterstützung der übrigen Angestellten zu sprechen. Ein Mittel wäre der Verzicht auf ein Teil der Gehälter. „Wir müssen und werden das im Verein durchführen. Den Spielern und dem Trainerteam werden wir in der kommenden Woche die Möglichkeiten aufzeigen. Wir werden die Maßnahmen so ergreifen, dass wir kurz-, mittel- und langfristig den Verein am Leben erhalten.“

Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt bei Kurzarbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent. Bundesweit gibt es bereits einen Ansturm von Unternehmen auf das erweiterte Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise. Sebastian Wutzler, dpa

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