30. Juli 2019 / 22:40 Uhr

Audi Cup: FC Bayern demontiert Fenerbahce Istanbul - Müller glänzt, Gnabry verletzt

Audi Cup: FC Bayern demontiert Fenerbahce Istanbul - Müller glänzt, Gnabry verletzt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Drei Torschützen und ein Verletzter: Leon Goretzka (von rechts), Thomas Müller und Renato Sanches zeigten sich treffsicher. Für Serge Gnabry war die Partie gegen Fenerbahce nach 20 Minuten unfreiwillig beendet.
Drei Torschützen und ein Verletzter: Leon Goretzka (von rechts), Thomas Müller und Renato Sanches zeigten sich treffsicher. Für Serge Gnabry war die Partie gegen Fenerbahce nach 20 Minuten unfreiwillig beendet. © imago images / ULMER Pressebildagentur
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Der FC Bayern hat sich beim Audi Cup in bestechender Form präsentiert. Das Team von Trainer Niko Kovac bezwang Fenerbahce Istanbul mit dem Ex-Bremer Max Kruse mit 6:1. Serge Gnabry musste früh ausgewechselt werden, Thomas Müller traf gleich dreifach.

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Der Supercup gegen Borussia Dortmund am Samstag kann kommen. Der FC Bayern hat mit einer beeindruckenden Vorstellung beim Audi Cup auf die Debatte über die Transfer-Schwierigkeiten reagiert. Das Team von Trainer Niko Kovac gewann sein erstes Spiel beim Vorbereitungsturnier in der Münchner Allianz Arena mit 6:1 (5:0) gegen Fenerbahce Istanbul. Die Tore für den deutschen Rekordmeister erzielten Renato Sanches (22. Minute), Leon Goretzka (28. Minute), Thomas Müller (31., 44./Elfmeter, 58.) und Kingsley Coman (40.). Den Ehrentreffer der unterlegenen Gäste erzielte der Ex-Bremer Max Kruse (64.).

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"Die Saison kann so langsam kommen", befand Kovac nach der Partie im ZDF. "Die Effizienz gefällt mir. Wir haben nicht nach den fünf Toren aufgehört. Defensiv kann man sich immer verebssern. Das war heute aber eine sehr, sehr gute Vorstelung", so der Kroate weiter.

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Gnabry verletzungsbedingt ausgewechselt

Die Bayern traten gegen den türkischen Klub, bei dem der von Werder Bremen gekommene Kruse in der Startaufstellung stand, von Beginn an dominierend auf. Doch schon nach 20 Minuten der erste Schock: Nationalspieler Serge Gnabry musste das Feld verletzungsbedingt verlassen. Grund dafür sollen muskuläre Probleme gewesen sein, eine konkrete Diagnose gab es zunächst nicht. Für Gnabry kam Thomas Müller ins Spiel. Trainer Kovac spracht von einer Vorsichtsmaßnahme.

Nach ersten ungefährlichen Annäherungsversuchen folgte auf den ersten gelungenen Angriff direkt die Führung. Auf Vorlage des polnischen Top-Stürmers Robert Lewandowski traf Renato Sanches, der von FCB-Coach Kovac das Vertrauen ausgesprochen bekam und von Beginn an ran durfte. "Als wir das erste Tor erzielt haben, ist ein Knoten aufgegangen. Wenn du mit dem 5:0 in die Halbzeit gehst, fühlt es sich eher gut an als schlecht", sagte Müller.

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In der Folge entwickelte sich unter freundlicher Beihilfe der Istanbuler Abwehr eine eindeutige Angelegenheit. Nach Pass von Joshua Kimmich erzielte Leon Goretzka aus kurzer Distanz und nahez unbedrängt das 2:0. Ein dicker Abwehrfehler begünstigte dann den ersten Treffer des eingewechselten Müller: Fenerbahce-Verteidiger Nabil Dirar konnte wenige Meter vor dem eigenen Tor nicht klären, der ehemalige Nationalspieler vollendete eiskalt. Auch beim 4:0 durch Coman legte Istanbul direkt vor - Ozan Tufan bediente den Franzosen ungewollt mustergültig. Vor der Pause wurde Lewandowksi im gegnerischen Strafraum elfmeterwürdig gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte erneut Müller. "Dass du solche Fehler nicht machen darfst gegen Bayern ist ganz klar. Das war nicht das, was wir uns vorgenommen haben", meinte Istanbul-Stürmer Kruse.

Nach der Halbzeit machte der FC Bayern dort weiter, wo er vor der Pause angefangen hatte. Der deutsche Rekordmeister spielte weiterhin dominant und ließ Fenerbahce kaum zum Zug kommen. Die Defensive des türkischen Teams blieb sich ebenfalls treu und war weiterhin für grobe Patzer gut. Nach einem langen Ball von Niklas Süle eilte Fenerbahce-Keeper Tekin Harun weit aus dem Tor hinaus. Müller erahnte die Situation, überwand den Keeper aus rund 40 Metern sehenswert und machte damit seinen Dreierpack perfekt. Anschließend rotierte Kovac durch und brachte unter anderem Weltmeister Benjamin Pavard, den 35-Millionen-Transfer vom VfB Stuttgart, in die Partie.

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Für den einzigen Treffer der Istanbuler sorgte Kruse. Der Ex-Bremer nutzte einen Fehlpass von Goretzka aus, spielte Bayerns Verteidiger Süle mit einer Finte aus und ließ den eingewechselten Sven Ulreich im Tor des FCB keine Abwehrchance. Die Münchner ließen sich von dem Gegentreffer nicht beeindrucken und setzten weiter auf ihre munter aufspielende Offensive, ohne großartig gefährlich zu werden. Große Aufregung gab es hingegen nur noch innerhalb des Fenerbahce-Teams: Dirar war rund zehn Minuten vor dem Ende kurz davor, den Platz zu verlassen - aus Frust über die Leistung seines Teams. Nur nach einer Debatte mit dem Trainerteam setzte er die Partie fort.

Im Finale des Audi Cup trifft der FC Bayern am Mittwochabend (20.30 Uhr) auf Tottenham Hotspur. Dem Champions-League-Finalisten aus der Vorsaison gelang zuvor ein 1:0 gegen Real Madrid.

Die Aufstellung des FC Bayern gegen Fenerbahce:

Neuer - Kimmich, Süle (59. Davies) , J. Boateng (61. Pavard) , Alaba (60. Tolisso) - Thiago (74. Zaiser), Goretzka, Renato Sanches (60. Martinez) - Gnabry (20. Müller) , Lewandowski (74. Arp), Coman (60. Singh).