11. März 2020 / 14:11 Uhr

Aue-Boss Leonhardt erwartet Abbruch der Saison und erwägt Kurzarbeit

Aue-Boss Leonhardt erwartet Abbruch der Saison und erwägt Kurzarbeit

Thomas Bachmann, dpa
Leipziger Volkszeitung
AUE, GERMANY - JULY 18: Helge Leonhardt, President of Erzgebirge Aue poses during the team presentation at Erzgebirgsstadion on July 18, 2019 in Aue, Germany. (Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)
Aue-Präsident Helge Leonhardt ist ein Freund klarer Worte. © Getty Images
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Der Präsident von Erzgebirge Aue Helge Leonhardt erwartet einen Saisonabbruch. Auslöser dafür ist die Erkrankung des Abwehrspielers von Hannover 96 Timo Hübers an Corona.

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Aue. Präsident Helge Leonhardt von Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue rechnet aufgrund der Corona-Krise mit einem vorzeitigen Saison-Ende. „Ich gehe davon aus, dass die Saison nicht zu Ende gespielt werden kann. Sobald eine Person, die regelmäßigen Kontakt mit einer Mannschaft hat, erkrankt, muss das gesamte Team für zwei Wochen unter Quarantäne“, sagte Leonhardt der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Es sei sehr wahrscheinlich, dass sich Spieler anstecken: „Und dann brechen der ganze Spielplan und der gesamte Spielbetrieb zusammen.“

Kurz zuvor war bekannt geworden, dass in Timo Hübers vom Zweitligisten Hannover 96 der erster Fußballprofi in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Er befinde sich derzeit in häuslicher Quarantäne und habe seit seiner Infektion bei einer Veranstaltung in Hildesheim keinen Kontakt mit seinen Mannschaftskollegen gehabt, teilte der Verein am Mittwoch mit.

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Unterdessen erwägt Leonhardt im Falle von Geisterspielen drastische personelle Einschnitte. „Man muss darüber nachdenken, übergangsweise Kurzarbeit einzuführen, um den Verein wirtschaftlich stabil zu halten. Das dürfte einige Clubs der Liga treffen“, sagte der Auer Präsident. Dabei gehe es nicht nur um Mitarbeiter des Clubs, sondern unter Umständen auch um Spieler und Trainer.