16. Oktober 2020 / 10:05 Uhr

Erzgebirge Aue will Hilfe der Regierung - Breitkreuz vor Comeback

Erzgebirge Aue will Hilfe der Regierung - Breitkreuz vor Comeback

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Könnte gegen Heidenheim endlich wieder für den FCE auflaufen: Steve Breitkreuz
Könnte gegen Heidenheim endlich wieder für den FCE auflaufen: Steve Breitkreuz © Karina Hessland-Wissel/Bongarts/Getty Images
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Wegen gestiegener Infektionszahlen, wurde der Erzgebirgskreis zum Corona-Risikogebiet erklärt, Maßnahmen verschärft. Erzgebirge Aue pocht deshalb auf Hilfe der Landesregierung. Währenddessen steht Breitkreuz vor seinem Comeback beim Kumpelverein.

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Aue. Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue hofft wegen drohender Einnahmeverluste aufgrund der Zuschauer-Beschränkungen bei seinen Heimspielen auf politische Hilfe. „Wir werden als Wirtschaftsunternehmen unserer Erwerbsgrundlage beraubt. Während andere Firmen, auch Großbetriebe, ihre Produktion fortführen dürfen, werden wir massiv eingeschränkt. Da muss die Frage erlaubt sein, inwiefern die Landesregierung hier eingreifen kann“, sagte Geschäftsführer Michael Voigt der Chemnitzer Morgenpost (Freitag).

Weil der Erzgebirgskreis wegen steigender Infektionszahlen als Corona-Risikogebiet eingestuft wurde, sind für das Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Heidenheim nur 500 Zuschauer zugelassen. „Die verordneten Maßnahmen sind teils nicht mehr nachvollziehbar“, erklärte Voigt. Das vor Saisonbeginn genehmigte Hygienekonzept hatte 4411 Zuschauer für die Heimspiele der Sachsen vorgesehen. „Im Stadion herrschen klare Hygiene- und Abstandsregeln. Die Kontaktnachverfolgung ist gewährleistet. Und es sollte nicht vergessen werden, dass es sich um eine Freiluft-Veranstaltung handelt“, betonte Voigt.

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Aues Geschäftsführer verwies außerdem auf fehlende Einnahmen aus den Bereichen Catering, Hospitality und Vermarktung. „Da in geschlossenen Räumen nur noch 50 Personen zusammenkommen dürfen, können wir den VIP-Raum zusperren“, sagte Voigt.

Währenddessen steht Steve Breitkreuz nach langer Verletzungspause vor seinem Comeback. Trainer Dirk Schuster schloss einen Einsatz des Abwehrspielers im Heimspiel am Sonntag nicht aus. „Er hätte schon beim ausgefallenen Spiel in Hamburg zum Kader gehört. Inzwischen haben wir mehrere Tage gut trainieren können und er wird jetzt noch einen Schritt weiter sein“, sagte Schuster auf der Pressekonferenz am Freitag.

Breitkreuz hatte am 5. Mai 2019 sein letztes Spiel für den FC Erzgebirge bestritten. Anschließend musste der 28 Jahre alte Innenverteidiger wegen einer komplizierten Knieverletzung pausieren. Seit Mitte September trainiert Breitkreuz wieder mit der Mannschaft. „Steve könnte über einen längeren Zeitraum spielen, wenn er darf. Ich glaube, dass er schon ein Konkurrent für andere Defensivspieler ist“, erklärte Schuster. Fehlen werden den Auern nur die verletzten Gaetan Bussmann und Fabian Kalig. Hinter Stürmer Philipp Zulechner steht noch ein Fragezeichen.

Mit Heidenheim erwartet Schuster „einen starken Gegner“ und eine „kampfkräftige Mentalitätsmannschaft, die nie aufgibt und systemflexibel spielen kann“. Der 52-Jährige fordert daher einen mutigen Auftritt seines Teams: „Wir müssen defensiv stabil arbeiten und wollen den Heidenheimern die eine oder andere Aufgabe stellen.“