24. Juni 2017 / 09:10 Uhr

Auf- & Abstiegsreglung: Darum steigen Frankfurt, Michendorf und Eisenhüttenstadt doch nicht ab

Auf- & Abstiegsreglung: Darum steigen Frankfurt, Michendorf und Eisenhüttenstadt doch nicht ab

Andreas Ramlow
Märkische Allgemeine Zeitung
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. © MAZ Montage
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NOFV-Oberliga: Die Oberliga wird 2017/18 aus einer Staffel mit 17 und einer Staffel aus 16 Mannschaften bestehen.

Die Nachricht schlug am Freitagabend ein wie eine Bombe: Die SG Michendorf (Landesliga Nord) und der FC Eisenhüttenstadt (Brandenburgliga) verbleiben in ihren Ligen und steigen nicht ab. Doch wie kam es plötzlich zu dieser überraschenden Wendung? Wir haben bei den Verantwortlichen des FLB und dem NOFV nachgefragt.

Der Schlüssel liegt in der Oberliga. Auf einer Präsidiumssitzung des NOFV am Freitag wurde einem Antrag des 1. FC Frankfurt auf Verbleib in der Oberliga statt gegeben. Die Frankfurter beriefen sich auf die Auf- und Abstiegsreglung und begründeten den Antrag damit, dass Germania Schöneiche durch ihren Rückzug als erster Absteiger feststeht. Dem Antrag wurde statt gegeben.

Die Auswirkungen haben ihren Ursprung in den Entwicklungen in der Regionalliga Nordost. Hier gibt es mit dem FC Carl Zeiss Jena einen Aufsteiger, aber durch die Rückzüge von RB Leipzig und dem FC Schönberg keinen Absteiger in die Oberliga. Da aus der Nord-Staffel die VSG Altglienicke und aus der Süd-Staffel die BSG Chemie Leipzig und der VfB Germania Halberstadt aufgestiegen sind, kam es zu der Konstellation, dass die Stärke von 32 Mannschaften für die neue Saison nicht erreicht wurde und sich so die die Anzahl der Absteiger auf einen pro Liga vermindert.

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Einfach auf den Punkt gebracht bedeutet dies: Es gibt in beiden Staffeln fünf (!) freie Plätze (drei Aufsteiger, zwei Absteiger) für sechs (!) Aufsteiger (Torgelower FC Greif, SC Staaken, VfB 1921 Krieschow, 1. FC Lok Stendal, FC Eilenburg, SV Einheit Kamenz). Somit wird eine der beiden Oberliga-Staffeln in der kommenden Spielzeit mit 17 und die andere mit 16 Vereinen spielen müssen.

Da der einzige Oberliga-Absteiger (Schöneiche) nicht für die Brandenburgliga gemeldet hat, strahlt dies nach unten aus: Der FC Eisenhüttenstadt verbleibt in der Brandenburgliga und die SG Michendorf in der Landesliga Nord.

Michendorf-Trainer Felix Bigalke zeigte sich von der Entwicklung überrascht und erfreut: "Wir freuen uns natürlich, dass wir in der Liga bleiben können. Wir haben dafür ja bis zum Schluss alles gegeben und sind jetzt auf diesem Umweg drin geblieben. Und wir werden alles dafür geben, dass dies so bleibt. Unsere Mannschaft wird im Großen und Ganzen zusammen bleiben und es werden noch drei absolute Leistungsträger
dazu kommen. Dies macht Freude auf eine viel bessere neue Saison."