09. Oktober 2021 / 16:47 Uhr

Auf Chelsea folgt Köln: Wolfsburgs Fußballerinnen nehmen sich in die Pflicht

Auf Chelsea folgt Köln: Wolfsburgs Fußballerinnen nehmen sich in die Pflicht

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fokus auf die Bundesliga: Am Sonntag empfängt der VfL Wolfsburg Aufsteiger 1. FC Köln.
Fokus auf die Bundesliga: Am Sonntag empfängt der VfL Wolfsburg Aufsteiger 1. FC Köln. © (c) PA Wire
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Nach dem starken Auftritt in der Champions League beim FC Chelsea (3:3) steht für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg am Sonntag (16 Uhr) das nächste Heimspiel in der Bundesliga gegen Aufsteiger 1. FC Köln an.

Nach dem starken Auftritt in der Champions League beim FC Chelsea (3:3) gilt es für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg, den Fokus wieder auf die Bundesliga zu legen. Und hier kam das Team von Trainer Tommy Stroot am vergangenen Spieltag beim SC Freiburg nicht über ein 2:2 hinaus. "Die Aufarbeitung war wichtig für uns", so Stroot, denn: "Wir waren mit dem Spieltempo nicht zufrieden, der Restverteidigung, es ging aber auch viel darum: Was will ich dem Spiel geben und liefern?" Und da, so der 32-Jährige, "waren wir dann auch mal deutlich zueinander und etwas kritischer."

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Stroot: "Jetzt sind wir gefragt!"

Die Mannschaft habe sich noch einmal besser kennengelernt. Erst die gefühlte Niederlage in Freiburg, dann der starke Auftritt in London - vielleicht war es auch eine Frage der Motivation. Gerade leichtfertige Punktverluste wie gegen Freiburg können große Konsequenzen für den weiteren Verlauf der Liga haben, wie sich bereits vergangene Saison zeigte. Am Sonntag (16 Uhr, live auf Magenta Sport) geht es für die Wolfsburgerinnen als Nächstes zu Hause gegen Aufsteiger 1. FC Köln weiter. Auf dem Papier eine vermeintlich klare Angelegenheit. Stroot warnt aber: "Jetzt sind wir gefragt! Wir nehmen uns alle in die Pflicht. Zu den Ambitionen, die wir uns setzen und nachleben wollen, gilt es auch in solchen Spielen, unsere Leistung abzurufen. Das macht ein gutes Team aus."

Die Kölnerinnen konnten der SGS Essen zum Auftakt ein 1:1 abringen, verloren danach aber gegen Hoffenheim, Frankfurt und München. "Das sind Brocken für einen Aufsteiger. Das kann dann auch ein bisschen am Selbstvertrauen nagen", weiß Stroot. Aber: "Sie werden eine Reaktion zeigen wollen. Ich rechne damit, dass sie aggressiver in die Zweikämpfe gehen werden und vielleicht ihr System abändern." An der Qualität des FC zweifelt in der Autostadt niemand. Der Bundesligist möchte sich langfristig in der ersten Liga etablieren und etwas aufbauen. Mit Spielerinnen wie Irini Ioannidou, Rachel Rinast, Marith Prießen, Peggy Kuznik, Sharon Beck oder auch Mandy Islacker verfügt die Elf von Ex-VfLU20-Trainer Sascha Glass über viel Bundesliga-Erfahrung, was sie "nicht wie einen typischen Aufsteiger wirken lässt", findet Stroot.

Pajor und Kiedrzynek erfolgreich operiert

Gegen Köln kann Stroot wohl auf den selben Kader wie in London setzen. Im Kingsmeadow hatte der VfL überraschend auf Stürmerin Rebecka Blomqvist verzichtet. Jetzt gab es Entwarnung: "Sie war nicht verletzt. Wir mussten die schwierige Entscheidung treffen, sie nicht mitzunehmen", so Stroot, denn: "Wir wussten, dass wir nicht so viele Offensivspielerinnen brauchen werden und haben mit Lotta Cordes eine Mittelfeldspielerin mitgenommen, da wir dort mehr Balance brauchten." Neuigkeiten gibt es auch von Top-Stürmerin Ewa Pajor. Die Polin wurde am Mittwoch erfolgreich an ihrem linken Knie operiert. Die OP sei gut verlaufen, am Freitag konnte die 24-Jährige wieder nach Hause.

Auch VfL-Torfrau Katarzyna Kiedrzynek musste sich einem Eingriff am Finger unterziehen. Stroot erklärt: "Das war geplant. Nach dem neue MRT-Untersuchungen bewertet wurden, mussten wir eine schnelle Entscheidung treffen." Bereits seit Ende August ist die polnische Nationalspielerin aufgrund einer wieder aufgebrochenen Finger-Problematik außer Gefecht gesetzt. Der Finger heilte nicht wie ursprünglich gewünscht, eine Operation war nun unumgänglich. "Sie wird jetzt länger ausfallen als anfangs gedacht. Ein Comeback in diesem Jahr könnte zwar möglich sein, aber wir haben aufgrund von Almuth Schult und Lisa Weiß die nötige Ruhe, um Kasia die Genesungszeit zu geben, die sie benötigt."