14. September 2021 / 20:30 Uhr

Auf dem Kleinfeld: SV Lissa startet künftig in Leipziger Stadtliga

Auf dem Kleinfeld: SV Lissa startet künftig in Leipziger Stadtliga

Leon Heyde
Leipziger Volkszeitung
Symbolfoto
Der SV Lissa wird in der kommenden Saison in der Leipziger Stadtliga an den Start gehen. © Alexander Bley
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Adieu Landesklasse, adieu Großfeld: Die Lissaerinnen spielen ab der kommenden Saison mit neuem Interimstrainer auf Kleinfeld - in der Leipziger Stadtliga.

Lissa. Nachdem beim SV 90 Lissa über Jahre hinweg ein Frauenteam auf dem Großfeld in den Spielbetrieb startete, finden sich die Nordsächsinnen ab kommender Saison auf kleinerem Terrain wieder. Ab September starten sie in der Stadtliga Leipzig, deren Spielbetrieb bei den Frauen auf Kleinfeld stattfindet.

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Auch abseits des Feldes wird sich dann ein neues Bild ergeben. Mit Tino Glöckner hatte im Juni eine langjährige Stütze des Vereins ihren Rücktritt bekanntgegeben. Für ihn wird Matthias Kühr als Interimstrainer an der Seitenlinie übernehmen. Das Vorstandsmitglied des SV hatte das Frauenteam bereits in der Landesklasse betreut, sich vor fünf Jahren jedoch als Trainer zurückgezogen. Nach dem Entschluss von Glöckner hatte Kühr sich mit dem Team zusammengesetzt, um gemeinsam zu entscheiden, ob es in der kommenden Saison weitergeht. Die Rückmeldungen seien größtenteils positiv ausgefallen, nur die Landesklasse kam nicht mehr infrage. „Für mich bedeutet das keinen Rückschritt“, erzählt Kühr am Telefon. „Es war einfach die logische Entscheidung. Mit lediglich zwölf oder 13 Spielerinnen im Kader wäre ein Antritt auf dem Großfeld nicht zu verantworten gewesen.“

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Den Abgang von Spielerinnen, die entweder die Fußballschuhe an den Nagel hängten oder wegen ihres Studiums umzogen, konnte der SV in den letzten Jahren kaum noch kompensieren. „Es geht jetzt darum, im kommenden Jahr neue Spielerinnen zu akquirieren. Außerdem will ich mit einigen in Kontakt treten, die sich zuletzt vom Verein entfernt hatten“, berichtet Kühr. Das Potenzial sieht er trotz des logistischen Aufwands: „Wenn die Stimmung passt und Spielerinnen sich wohlfühlen, nehmen sie es auch in Kauf, ein paar Kilometer mehr zum Training zurückzulegen. Der Spaß steht bei uns im Vordergrund.“

Wie viel Freude die kommende Saison bereiten wird, kann Kühr nicht voraussagen. Die anderen Teams der Liga seien schwer einzuschätzen, das Leistungsniveau bliebe abzuwarten. Welche Rolle der SV spielen wird, ist daher unklar. „Wir wollten zunächst, dass es kurzfristig weitergehen kann. Langfristig wollen wir einen oder mehrere neue Trainer etablieren, die das Team zurück in die Landesklasse führen.“ So leicht lassen sie sich in Lissa nicht unterkriegen.