31. August 2019 / 18:59 Uhr

Auf den Spuren des Vaters: Optiks Lucas Hiemann freut sich auf "Highlight-Spiel" gegen Energie Cottbus

Auf den Spuren des Vaters: Optiks Lucas Hiemann freut sich auf "Highlight-Spiel" gegen Energie Cottbus

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
Lucas Hiemann konnte sich auf Anhieb den Stammplatz beim FSV Optik sichern.
Lucas Hiemann konnte sich auf Anhieb den Stammplatz beim FSV Optik sichern. © Christoph Laak
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Regionalliga Nordost: Der 20 Jahre alte Schlussmann wechselte im Sommer vom Chemnitzer FC zum FSV Optik Rathenow und hat sich unter Trainer Ingo Kahlisch auf Anhieb einen Stammplatz erobert.

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Wenn die Regionalliga-Kicker des FSV Optik Rathenow am Montag den FC Energie Cottbus im Stadion Vogelgesang erwarten, ist es eine Premiere für die Kahlisch-Truppe. Erstmals muss der FSV Optik ein Punktspiel an einem Montagabend austragen (Beginn: 19 Uhr). Und nach den zuletzt ordentlichen Leistungen haben sich die Rathenower für das Spiel gegen die Lausitzer einiges vorgenommen.

Zwischen den Rathenower Pfosten wird dann wieder Lucas Hiemann stehen. Er kam im Sommer vom Chemnitzer FC ins Havelland und hat sich auf Anhieb als Nummer eins im Rathenower Tor etabliert. „Das war auch mein Anspruch, als ich nach Rathenow gekommen bin. Ich möchte hier den nächsten Schritt machen“, erzählt der 20-Jährige, der den kompletten Nachwuchs bei den Himmelblauen durchlaufen hat und nun erstmals fern der Heimat Fußball spielt. „Das war auch die Herausforderung. Ich bin erstmalig weg aus Chemnitz und von der Familie. Das war schon eine Umstellung“, erzählt Lucas Hiemann.

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Die Umgewöhnung ist dem Schlussmann aber nicht schwer gefallen, mittlerweile ist die eigene Wohnung bezogen. „Ich glaube, dass ich ganz gut angekommen bin. Der Trainer hat viel mit mir geredet und auch im Team wurde ich gut aufgenommen“, erzählt Hiemann, der bei den Rathenowern mit der Nummer eins aufläuft und in den letzten Spielen schon zeigen konnte, dass er großes Potenzial besitzt. „Ich hatte in Chemnitz zwar bei den Profis Training auf hohem Niveau und konnte mir bei den anderen Torhütern eine Menge abgucken, die Spielpraxis hat aber gefehlt. Ich hatte zuletzt beim CFC im Frühjahr 2018 in der Junioren-Bundesliga über 90 Minuten im Tor gestanden“, erklärt der 1,87 Meter Torwart seine Beweggründe für den Wechsel nach Rathenow.

Torwarttrainer des jungen Lucas war im Übrigen Vater Holger Hiemann, der für den Hamburger SV und den VfL Wolfsburg in der Bundesliga zum Einsatz kam. Druck verspürt Hiemann Junior dadurch aber nicht. „Ich konzentriere mich auf meine Leistungen. Klar, die Fußstapfen sind groß. Aber mein Vater hat mir da nie Druck gemacht. Logisch diskutiert man schon einmal über die eine oder andere Szene, aber eigentlich gibt er mir nur Tipps für mein Torwartspiel, was ich besser machen kann. Der Name Hiemann ist zwar da, aber die Leute sollten auf meine Leistungen gucken.“

Und die war zuletzt gegen Erfurt wieder sehr ordentlich. In den wenigen Szene, in denen er gebraucht wurde, war Lucas Hiemann zur Stelle. „Wir haben jetzt ein paar ordentliche Spiele gemacht. Das Zu-Null-Spiel gegen Erfurt lässt die Brust natürlich wachsen und sorgt für noch mehr Selbstvertrauen“, erzählt der gebürtige Wolfsburger. Gegen Cottbus soll es nun natürlich so weiter gehen.

In Bildern: Optik Rathenow und Rot-Weiß Erfurt trennen sich 0:0.

Die Rathenower (in Rot) hatten insgesamt die besseren Chancen und den Sieg verdient gehabt. Beide Trainer sprachen im Anschluss von einem packenden Spiel. Vor der Partie wurde Optik-Trainer Ingo Kahlisch mit der silbernen Ehrennadel des NOFV ausgezeichnet. Zur Galerie
Die Rathenower (in Rot) hatten insgesamt die besseren Chancen und den Sieg verdient gehabt. Beide Trainer sprachen im Anschluss von einem packenden Spiel. Vor der Partie wurde Optik-Trainer Ingo Kahlisch mit der silbernen Ehrennadel des NOFV ausgezeichnet. © Christoph Laak
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„Das sind natürlich die Highlight-Spiele in dieser Liga. Flutlicht und eine etwas größere Kulisse. Da macht das noch mehr Spaß zu spielen“, so Lucas Hiemann, der sich mit seinen Mannschaftskameraden gegen die Lausitzer zwar in der Außenseiterrolle befindet, dennoch aber Punkte einfahren möchte. „Der Trainer, ich und zwei weitere Spieler haben sich das Cottbuser Spiel im Landespokal gegen Neustadt angeschaut und auch wenn man diese Spiele sicher nicht vergleichen kann, haben wir daraus auch was mitgenommen“, erzählt der 20-Jährige, der sich aktuell voll auf den Fußball fokussiert und sich künftig nach einem geeigneten Studienplatz umschauen möchte.

Wie seine Optiker Cottbus schlagen können, davon hat Lucas Hiemann schon eine genaue Vorstellung. „Sie haben bereits 16 Gegentore kassiert, sind hinten sicherlich anfällig. Da müssen wir den Hebel ansetzen. Wichtig ist für uns aber, dass wir hinten erstmal kompakt stehen und wenig zulassen, denn Cottbus hat nach vorne schon eine richtig große Qualität.“

Personell sollten die Rathenower gegen Energie aus dem Vollen schöpfen können. Verletzt gemeldet hat sich zumindest kein Spieler, zumal Trainer Ingo Kahlisch seinen Spielern am Freitag und Samstag freigegeben hatte. Am Sonntag erfolgte dann der letzte Feinschliff. „Wir wollen gegen Cottbus auf jeden Fall an das Erfurt-Spiel anknüpfen, dann ist auch was möglich“, so Lucas Hiemann, der auch klare Ziele für sich und seine Mannschaft für diese Regionalliga-Saison hat. „Wir wollen die Klasse natürlich unbedingt sportlich halten. Dafür müssen wir vier Mannschaften hinter uns halten und das ist in meinen Augen auch möglich. Wenn ich dazu meinen Teil mit vielen guten Spiel beitragen kann, umso besser.“

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