15. April 2021 / 19:05 Uhr

Auf einen Schlag: Dresdner Eislöwen trennen sich von zwölf Spielern

Auf einen Schlag: Dresdner Eislöwen trennen sich von zwölf Spielern

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
René Kramer spielte sieben Jahre in Dresden – nun ist hier Schluss für den Berliner.
René Kramer spielte sieben Jahre in Dresden – nun ist hier Schluss für den Berliner. © Matthias Rietschel
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Nach einer enttäuschenden Saison krempelt der Eishockey-Zweitligist seinen Spielerkader gründlich um und verabschiedet auch langjährige Profis.

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Dresden. Nach dem enttäuschenden Abschneiden der Dresdner Eislöwen, die die Play-offs verpassten und nach der abgebrochenen Hauptrunde in der DEL 2 den vorletzten Tabellenplatz belegten, ist ein Umbruch unvermeidlich. Das hatte auch der neue Geschäftsführer Matthias Roos bei seinem Amtsantritt kürzlich unterstrichen. Jetzt verkündete der Eishockey-Zweitligist gleich zwölf Abgänge, die allerdings nicht überraschend kommen.

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So wird Torhüter Riku Helenius kein neues Vertragsangebot erhalten. Der Finne bestritt 50 Spiele für die Blau-Weißen. Trainer Andreas Brockmann hatte keinen Hehl daraus gemacht, dass er gern einen guten deutschen Torhüter haben möchte. Ob das gelingt, wird sich zeigen. Maximilian Franzreb wäre ein Wunschkandidat, doch den Bad Tölzer zieht es wohl eher in die DEL.

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In der Verteidigung werden René Kramer, Steve Hanusch, Thomas Supis und Kevin Lavallé ebenfalls nicht mehr auf der Kaderliste stehen. Mit dem gebürtigen Berliner Kramer verlässt einer der dienstältesten Cracks die Blau-Weißen. Deshalb bedankt sich der Klub bei ihm nach insgesamt sieben Spielzeiten (davon eine als Förderlizenzspieler) ganz besonders. Der 33-Jährige bestritt insgesamt 328 Spiele für die Eislöwen und rangiert damit auf Platz drei der ewigen Liste. Von 2016 bis 2018 führte er zudem das Team als Kapitän aufs Eis.

Mit Kandidaten in Kontakt

Außerdem verlassen Hanusch, Lavallée und Supis die Dresdner. Hanusch ist fünf Spielzeiten für die Elbestädter aufgelaufen und soll, wie auch Stürmer Toni Ritter, vor einer Rückkehr in die Heimat nach Weißwasser stehen. Neben Ritter erhalten auch Joe-Richardt Kiss, Christian Neuert, Elvijs Biezais, Dennis Swinnen und Louis Trattner keine neuen Angebote. Evan Trupp widmet sich im heimatlichen Alaska der Genesung von seiner kürzlich diagnostizierten Lymphdrüsenkrebserkrankung. Noch laufende Kontrakte besitzen Alexander Dotzler, Arne Uplegger, Lucas Flade und Nick Jordan Vieregge. Mit allen anderen Spielern sei die sportliche Leitung in Gesprächen, wie es heißt.

Dazu gehören Nick Huard, Vladislav Filin, Roope Ranta, Tom Knobloch, David Miserotti-Böttcher und Steven Rupprich, bei dem allerdings ein Fragzeichen hinter der Fortsetzung seiner Karriere stehen soll. Für die neue Saison wollen die Eislöwen auch wieder einen Kooperationspartner in der Oberliga finden. Man sei mit einigen Kandidaten in Kontakt, wie Pressesprecher Konrad Augustin berichtet.